„Haltung der Selbstlosigkeit” ausgezeichnet

Jahrestag der Schulverfassung am Luitpold-Gymnasium mit Verleihung des Sozialpreises

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„Die Verfassung unserer Schule fordert uns auf, Verantwortung innerhalb unserer Schulgemeinschaft, aber auch für unsere Umwelt zu übernehmen” – dieser Grundsatz stand im Mittelpunkt der Feierstunde zum Jahrestag der Schulverfassung am Luitpold-Gymnasium Wasserburg. Alle Schüler fanden sich in der Großen Aula ein, „die wohl zum letzten Mal in dieser Form als Rahmen dient, da die Sanierung und der Umbau bevorstehen”, so Schulleiter Peter Rink in seiner Begrüßung.

Traditionsgemäß wird in dieser Feierstunde nicht nur der Sozialpreis verliehen, sondern es werden auch besondere Leistungen von Schülerinnen und Schülern gewürdigt.

Den Anfang machten die Klassen, die eine Jury aus Elternvertretern, Schülern und Lehrern mit dem „schönsten Klassenzimmer“ überzeugen konnten. Drei Siegerklassen dürfen sich unter anderem über einen zusätzlichen Wandertag freuen.

Die Teilnehmer des Känguru-Wettbewerbs Mathematik wurden von Oberstudienrat Kaltenhauser geehrt. Der Test erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit, 275 SchülerInnen nahmen teil, 30 von ihnen erreichten Platzierungen. Besonders hervorzuheben sind die ersten Preise für Jonas Witten aus der Klasse 5a und Tobias Friesinger aus der Klasse 6a.

Oberstudienrätin Kramer gratulierte der Schülerin Jasmin Kurfer sowie den Schülern Simon Berghammer und Simon Vierke (alle Klasse 9c), die im Mannschaftswettbewerb Chemie einen vierten Platz erreicht haben.

Den Höhepunkt des Verfassungstages bildet die Verleihung des Sozialpreises, den Elternbeirat, Schulleitung und die Studiengenossenschaft „Luitpoldiana“ gemeinsam ausloben.

Der Schulleiter verwies in seiner Ansprache darauf, dass das Motto „schneller, höher, weiter“ und die ständige Selbstoptimierung nicht Ziel des Sozialpreises seien, sondern eine Haltung der Selbstlosigkeit, die nicht nach dem eigenen Gewinn und Vorteil frage. Diese Haltung habe in herausragender und beständiger Weise der Schüler Evan Christandl gezeigt, der sich seit Jahren um einen auf ständige Hilfe angewiesenen Mitschüler gekümmert und diesen im Schulleben begleitet habe.

Sebastian Weger, der Vorsitzende des Elternbeirates, verwies darauf, dass die Schulverfassung die Übernahme von Verantwortung innerhalb der Schulgemeinschaft fordere, was der Preisträger dieses Jahres in besonderem Maße leiste, aber auch Verantwortung für die Umwelt. Dies sehe er am Luitpold-Gymnasium in vielfältigen Aktionen verwirklicht. Weger hob auch das über den Rahmen der Schule hinausgehende Engagement für die Umwelt hervor im Rahmen der „Fridays for future“ hervor.

 

Der Schülersprecher Jakob Schmid betonte, die seit zwölf Jahren bestehende Schulverfassung fordere jeden dazu auf, sich mit offenen Ohren und Augen nicht nur innerhalb der Schulgemeinschaft für andere verantwortlich zu fühlen, sondern auch für die Umwelt. Neben  Aktionen zum Beispiel zur Müllvermeidung könne da auch die Teilnahme am „Friday for future“ in Wasserburg außerhalb der Schulzeit stehen!

 

Am Ende der Feierstunde bedankte sich Evan Christandl für den Sozialpreis. Die Verleihung habe ihn überrascht, da er sein Verhalten immer als Selbstverständlichkeit empfunden habe. Einen Teil des Preisgeldes werde er spenden.

 

 

 

 

 

 

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