EU fördert Wasserburger Bürgerspiel!

Vorfreude auf 2020 steigt - Theaterkreis Wasserburg gestern mit positiver Bilanz

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Eine rundum positive Bilanz konnte der Vorsitzende Sepp Christandl (Foto) bei der gestrigen Jahreshauptversammlung des Theaterkreises in den Paulanerstuben in Wasserburg ziehen. Der Kassenbestand konnte durch die erfolgreiche Ausrichtung des Wasserburger Nachtflohmarktes mit Tausenden von Besuchern erneut erhöht werden. „Das Geld brauchen wir aber auch dringend. Nächstes Jahr ist das Bürgerspiel, da müssen wir was auf der hohen Kante haben”, so Christandl, der auch von einer Kooperation mit dem Bürgerkorps Mattighofen aus Oberösterreich berichten konnte.

Die Mattighofener, mit denen man seit dem Wallensteinfestival 2013 in Wasserburg eng verbunden ist, feiern nächstes Jahr ihr 400-jähriges Bestehen. Christandl: „Die Österreicher sand scho Hund. Die haben uns darauf hingewiesen, dass wir da mit dem Bürgerspiel in Bayern und Jubiläum in Österreich quasi ein gemeinsames Festjahr haben.” Gemeinsame, grenzübergreifende Aktionen würden von der EU gefördert.

Sepp Christandl und Spielleiter Christian Huber haben sich deshalb mit den Mattighofenern mehrmals bei der „Interreg” in Braunau getroffen.

„Das ist die Stelle, die die Mittel bewilligt. Wir haben eine Kooperation mit dem Bürgerkorps Mattighofen getroffen und bekommen jetzt fürs Bürgerspiel EU-Fördermittel”, freute sich Christandl. Die Kooperation sei mittlerweile so eng, dass die Österreicher schon heuer beim Festzug zum Frühlingsfest (6. Juni) in Wasserburg mit dabei seien.

Der Vorsitzende gab auch einen kleinen Ausblick auf das Bürgerspiel im kommenden Jahr, das turnusgemäß alle zehn Jahre stattfindet: „Wir werden diesmal kleinere Brötchen backen. Es wird nur mehr eine Spielstätte geben, nämlich hinter der Frauenkirche. Wir wollen 2020 kein finanzielles Risiko mehr eingehen.” Das Wallenstein-Festival mit seinem sechsstelligen Budget habe doch sehr an den Nerven gezerrt. Premiere zum Bürgerspiel 2020 soll am Freitag, 10. Juli, sein. „Wir planen insgesamt sechs Aufführungen, jeweils freitags und samstags, nur am Abend des Weinfestes weichen wir auf den Sonntag aus.“

Diesmal gehe es um den historischen Hochzeitszug. Christandl: „1637 reiste eine große Hochzeitsgesellschaft mit der Tochter des Bayerischen Kurfürsten, Maria Anna, über Wasserburg an den Kaiserhof von Wien. Die junge Frau sollte dort Kaiser Ferdinand II. von Österreich heiraten. Der ganze Tross lagerte tagelang in Wasserburg. Was dabei geschah, das ist im Juli 2020 zu sehen.”

Auch diesmal baut Autor und Spielleiter Christian Huber um den wahren, geschichtlichen Kern eine halbfiktive Geschichte, die komödiantische Züge haben soll.

Start für die Proben zum neuen Bürgerspiel soll im Januar oder Februar 2020 sein. Christian Huber will das neue Stück im Herbst der Vorstandschaft vorlegen. „So viel kann ich schon verraten: Wir werden wohl 20 Sprechrollen zu besetzen haben und brauchen wieder jede Menge Statisten”, so Huber.

Christandl und seine Vorstandschaft bekamen anschließend einstimmig die Entlastung durch die Versammlungs-Teilnehmer.

Obendrein gab’s ein Lob vom Zweiten Bürgermeister, Werner Gartner, selbst Bürgerspieler: „Auch wenn Wallenstein finanziell leider kein Erfolg gewesen ist – die Zeit am Innufer möchte ich nicht missen. Das Spiel, die Bühne, der Zusammenhalt unter den Teilnehmern – das war richtig toll.”

Er spreche der gesamten Vorstandschaft auch seine Anerkennung dafür aus, den Verein durch die schwierige Zeit danach wieder in ruhiges Fahrwasser gebracht zu haben. „Das war sicher nicht einfach. Meinen Respekt dafür.”

 

 

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