Die Familie in Corona-Zeiten … und der Sport!

Gedanken eines Papas aus Rott - Und die Frage: Was ist heute schon noch sicher?

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Papa, mir ist langweilig, was soll ich machen …? Wer von den Eltern kennt das gerade nicht? Corona hat auch das Leben der Kinder verändert. Einen Blick in seine Familie gewährt uns ein Vater aus Rott. Kind Nummer 1 hat sich arrangiert. Zehnte Klasse Realschule, da stehen die Prüfungen an. Lernen, lernen, lernen und dann noch Zeit für Individualsport wie Radfahren, Laufen, Inlineskaten und nicht zuletzt: Online-Athletiktraining als Angebot der Rotter Basketball-Abteilung. Corona hat ihr schon was weggenommen: EIN Sieg wäre noch nötig gewesen und sie wäre mit ihrer Truppe der Rotter Damen III Meister und Aufsteiger. Nach der Schule hätte sie ein Auslandsjahr über den Rotary Club Wasserburg sicher gehabt. Aber was ist heute schon noch sicher?

Willst du nicht zu Corona und Basketball was schreiben? Der 1. Vorstand Basketball – ich nenne ihn mal hier: „M“ – hat sich vor ein paar Tagen per WhatsApp mit diesem Anliegen bei mir gemeldet. Ist gar nicht so leicht, wenn es nichts zu berichten gibt zum so geliebten Sport. Und über Corona schreiben schon alle Anderen.

Wär‘ schon nicht schlecht, mal wieder ein Wochenende in der Schulturnhalle zu verbringen, wie VOR Corona. Nur ernährt von Wurstsemmel und Kaffee. Oder mit den U12-Kids nach Traunstein zu fahren und anschließend in die entgegengesetzte Richtung mit Damen III nach Waldram Wolfratshausen. Sonntage sind seit Wochen komplett autofrei.

Kind Nummer 2 hat seine „landschaftstechnische“ Ader entdeckt. Bäume, Sträucher, Stauden werden von ihr zugeschnitten und wenn nötig entwurzelt …

Da tun schon mal Knochen und Muskeln weh, wo man vorher keine Knochen und Muskeln erwartet hätte. Ein alter Basketball ist auch wieder zu Ehren gekommen: Etwas Dribbling auf der Straße vor dem Haus … natürlich nur sonntags.

„Ballhandling Online“ steht demnächst als weiteres Angebot auf der Agenda. Vielleicht kann ich damit Kind Nummer 3 und Kind Nummer 4 motivieren. Athletiktraining ist irgendwie nicht so ihr Ding. Spätestens nach 15 Minuten geben sie auf, wie ich schon etliche Male von meiner Couch aus bequem beobachten konnte.

Meine Ehefrau und bessere Hälfte hat es anfangs schon genossen, am Abend alle vier Kinder um den Tisch versammelt zu haben. Normalerweise gibt es trainingsbedingt hier unter der Woche immer ein bis zwei Lücken. Jetzt, da den Kindern die Möglichkeit fehlt, sich körperlich abzureagieren, werden die Gesichter immer länger … bei allen Fünf.

Letzten Mittwoch war wieder Basketball-Vorstandssitzung. Selbstverständlich: Online. Ich gebe zu, ohne technischen Support (und Handy) von Kind Nummer 1 wäre ich aufgeschmissen. Kennen Sie das, grundsätzlich auf den falschen Knopf zu drücken? Die analogen Vorstandssitzungen bei unseren Rotter Wirten gehen mir überraschenderweise ab. Jetzt tropft schon mal eine Träne in ein einsames Bier.

Wie wird es jetzt weitergehen? Gerade hab‘ ich von „M“ eine Mitteilung erhalten: Trainingsbetrieb im Freien soll bald wieder möglich sein. Individuell und unter Auflagen. Ein kleiner Schritt? Im Moment und unter den Vorzeichen von Corona und Basketball, würde ich sagen: Ein Jump!

 … von einem Papa aus Rott

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