„Atmen“: Morgen mit dem Metropol

Die Wasserburger Theatertage am Feiertag - Unser Platz in der Liebe und der Welt

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Am heutigen Mittwoch beginnen die Wasserburger Theatertage – traditionell mit einer Lesung von Udo Samel (wir berichteten). Sie dauern bis zum Sonntag, 9. Juni, mit der abschließenden Preisverleihung als Höhepunkt. Hier nun unsere Vorschau auf den morgigen Feiertag: Zu Gast ist um 20 Uhr das Metropoltheater München mit dem Werk „Atmen“. CO2-Ausstoß, Klimawandel, Umweltkatastrophen, Überbevölkerung, Welthunger: In der IKEA-Schlange wartend trifft es ein modernes, umweltbewusst-reflektiertes Großstadt-Paar um die 30 plötzlich aus heiterem Himmel …

Sollte man angesichts dieser globalen Großprobleme ein Kind in die Welt setzen oder lieber nicht? Ein Kind, das einen größeren, ökologischen Fußabdruck hinterlässt, als sieben Jahre lang täglich nach New York und zurück zu fliegen, andererseits ja aber irgendwann einmal auch zum Retter genau dieser Welt werden könnte?
Der Konflikt reißt beide Figuren schnell in einen anhaltenden Strudel aus Distanz und Nähe – es beginnt eine emotionale Achterbahnfahrt, die ihren Lebensentwurf auf den Kopf stellt und von missglückten Empfängnisversuchen über Fehlgeburt und Trennung bis zur Versöhnung und weiter führt.

In rasantem Tempo gleitet „Atmen“ wie ein filmisches Close-Up voller Humor und warmherziger Ironie durch ein ganzes Menschendasein, überspringt zwischen zwei Repliken immer wieder mehrere Tage, Wochen, Jahre und reiht in schnellen, cineastischen Schnitten alle wichtigen Stationen des Lebens vom Verliebtsein bis zum Tod naht- und übergangslos aneinander.

Ein atemloser Dialog über Liebesbeziehungen, den Zustand der Welt und die Suche nach unserem Platz in Beidem.

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Von Duncan Macmillan; deutsch von Corinna Brocher.
Regie: Domagoj Maslov.
Es spielen: Agnes Decker und Benedikt Zimmermann.

HOMEPAGE METROPOLTHEATER MÜNCHEN

Die Schirmherrschaft für die 15. Wasserburger Theatertage liegt beim Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, vertreten durch Staatsminister Bernd Sibler. Durch eine Jury werden zwei Preise vergeben:

Für die beste Inszenierung und den besten Darsteller. Auch das Publikum erhält eine Jury-Stimme.

Den Preis für die beste Inszenierung (dotiert mit 4.000 Euro) vergibt der Verband Freie Darstellende Künste Bayern e.V., den Preis für die beste darstellerische Leistung (1.500 Euro) der Landkreis Rosenheim. Die als „beste Inszenierung“ gekürte Produktion wird außerdem zu weiteren Spielterminen ins Theater Wasserburg eingeladen. Die Eröffnungsveranstaltung sowie der Beitrag des Gastgebers laufen dabei außer Konkurrenz.

Wer vier Vorstellungen der diesjährigen Theatertage in Wasserburg besucht, bekommt den Eintritt zur fünften Vorstellung geschenkt!

Foto: Theater Wasserburg / Jean-Marc Turmes

 

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