Aktionstag gegen Leukämie

Größte Typisierung in Bayern: Das Landratsamt Rosenheim informiert

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Die größte Typisierungsaktion Bayerns findet am kommenden Mittwoch, 22. Mai, statt. Zum „Aktionstag Bayern gegen Leukämie“ rufen die Stiftung Knochenmarkspende Bayern (AKB) und der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes auf. Schirmherrin der Aktion ist die frühere Landtagspräsidentin Barbara Stamm und das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim beteiligt sich.

Dessen Leiter Dr. Wolfgang Hierl appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, mitzumachen: „Lassen Sie sich typisieren und schenken dadurch einem schwerkranken Menschen die Chance auf ein gesundes Leben.“ In Deutschland erkranken nach Schätzung des Robert-Koch-Instituts in Berlin rund 13.000 Menschen jedes Jahr neu an der Blutkrebserkrankung Leukämie. Obwohl sich bereits mehr als 33 Millionen Menschen weltweit in ein vernetztes Spendenregister aufnehmen ließen, gibt es für jeden siebten Patienten immer noch keinen passenden Spender.

Typisieren ist ganz einfach: Für Gesunde sind nur wenige Tropfen Blut oder einige Zellen der Mundschleimhaut und ein paar Minuten Zeit notwendig. Typisieren lassen kann sich jeder zwischen 17 und 45 Jahren, der gesund und in körperlich guter Verfassung ist. Die Blutabnahme oder der Abstrich an der Wangenschleimhaut ist im Gesundheitsamt Rosenheim möglich. Danach nimmt jeder seine Probe in der Lebensretter-Set-Versandbox mit, lässt sich anschließend mit der Probennummer online unter www.akb.de registrieren und sendet das Lebensretter-Set an die Stiftung Knochenmarkspende Bayern. Alle Interessierten können am Mittwoch, 22. Mai, zwischen 8 Uhr und 12 Uhr zur Blutabnahme oder zum Abstrich der Wangenschleimhaut in das Gesundheitsamt in der Prinzregentenstraße 19 in Rosenheim kommen.

Die Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern ist mit fast 320.000 registrierten Stammzellspendern eine der größten Spenderdateien weltweit. Bei der Typisierung werden aus einer geringen Menge Blut oder aus einem Wangenabstrich die Gewebemerkmale eines möglichen Spenders analysiert. Die Ergebnisse werden in pseudonymer Form, also ohne Rückverfolgbarkeit der persönlichen Daten, von der Datenbank weltweit für Suchzentren und Transplanteure zur Verfügung gestellt. Eine Stammzellspende findet immer mit persönlicher Betreuung und einer umfassenden Aufklärung und Beratung durch die Ärztinnen und Ärzte und das Ambulanzteam der Stiftung Knochenmarkspende Bayern in Gauting bei München oder beim Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes in München statt. Auf der Internetseite www.akb.de gibt es zudem weitere Informationen zur Stammzellenspende.

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Ein Kommentar zu “Aktionstag gegen Leukämie

  1. Bitte, bitte, laßt Euch registrieren!!!!!!!!!!!! Ein kleiner Umweg zum Gesundheitsamt nach Rosenheim kann Leben retten!
    Und es ist wirklich SO einfach……..
    Mein Neffe (28) ist vor 1 1/2 Jahren an akuter Leukämie erkrankt. Nur der Erfahrung des Hausarztes war es zu verdanken, daß er überlebte. Es war Freitag, es ging im sehr, sehr schlecht und die Mama fuhr mit ihm zum Hausarzt. Blut-Schnelltest. Ab ins Traunsteiner Krankenhaus. Nach 3 – 4 Stunden die Diagnose: akute Leukämie. Ohne die Krankenhauseinweisung hätte er das Wochenende nicht überlebt. Schon am Montag ging es mit den ersten Chemos los. Traunstein arbeitet mit der Uni-Klinik Rechts der Isar in München zusammen.
    Der Spender kommt aus Italien. Mittlerweile mußte mein Neffe “nachtransplantiert” werden. Aber es sieht gut aus!!!!!!!!
    In der Regel muß der Spender keine Knochenmarksspende (Beckenkamm – kleine Operation) mehr abgeben, sondern es reicht eine Art Blutspende. Aus diesem Blut werden dann die Stammzellen gewonnen.
    Wenn ich hier medizinisch etwas nicht richtig berichtet habe, bitte gerne um Korrektur.
    Leider bin ich schon über die Altersgrenze und kann mich als Spender nicht mehr registrieren lassen. Das hat einerseits mit dem Alter zu tun, andererseits auch damit, daß ein Spender unter Umständen für viele Jahre als Spender (für Nachtransplantationen) zur Verfügung stehen sollte.
    Mein Neffe will seinen Spender unbedingt einmal kennenlernen. Hierzu gab es früher eine Frist von ein paar Jahren und es mußten beide einverstanden sein. Aufgrund neuer Datenschutzbestimmungen machen die Ärzte meinem Neffen kaum Hoffnung, daß er den Spender jemals kennenlernen kann. Das beschäftigt ihn sehr……

    Macht mit! Es kann jeden treffen………. ohne Spender bedeutet akute Leukämie ein sicheres Todesurteil!

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