44 neue Corona-Fälle

Landkreis Mühldorf: Inzidenz noch knapp über 200 - Die aktuellen Regelungen

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf gibt es seit der letzten Statusmeldung vom gestrigen Samstag 44 neue bestätigte Corona-Fälle. Unter den neuen Fällen sind 14 Mitarbeiter vom Schlachthof Waldkraiburg. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf 629 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell laut RKI bei 206,3. Aktuell gelten für den Landkreis Mühldorf folgende Regelungen:

·        Nächtliche Ausgangsperre von 21 bis 5 Uhr (Hinweis: in ganz Bayern sind anders als in der bundesgesetzlichen Notbremse keine sportlichen Aktivitäten alleine bis 24 Uhr möglich)

·        Beschränkungen bei Versammlungen unter freiem Himmel (Höchstdauer 45 Minuten, Mindestabstand von 2,50 Metern, ortsfest)

·        Beschränkungen bei Gottesdiensten und religiösen Zusammenkünften (unter anderem Abstand 2,5 Meter, kein Gesang, Höchstdauer 45 Minuten)

·        Besuchs-, Test-, Maskenregelungen bei stationären und ambulanten Einrichtungen der medizinischer, pflegerischer, REHA-Einrichtungen

·        Tägliche Testpflicht bei Schülerinnen und Schüler bei Teilnahme am Präsenzunterricht, an Präsenzphasen des Wechselunterrichts,  Notbetreuung und Mittagsbetreuung

·        Maskenpflicht und Alkoholverbot an den bekannt gemachten öffentlichen Plätzen im Landkreis

·        Maskenpflicht auf öffentlichen Spielplätzen für Personen ab 15 Jahren

·        NEU mit Wirkung zum 3. Mai per Allgemeinverfügung des Landkreises vom 2. Mai. Sportanlagen inklusive Bolzplätze können wieder öffnen, soweit auf der gesamten Anlage zu jeder Zeit (mit Ausnahme der direkten Sportausübung) ein Mund-Nasen-Schutz getragen wird. Die Nutzung von Sportanlagen zur Ausübung von kontaktfreien Individualsportarten ist allein, zu zweit oder mit Angehörigen des eigenen Hausstands grundsätzlich erlaubt. Außerdem ist die Ausübung von kontaktfreien Sport von Kindern unter 14 Jahren in Gruppen von bis zu 5 Personen erlaubt. Alle Infos zu den aktuellen Regelungen im Landkreis gibt es unter https://www.lra-mue.de/aktuelle-regelungen.html

 

Außerdem gelten folgende neuen Regelungen: 

·        Dienstleistungen der Friseure und Fußpflege sind erlaubt, jedoch NEU nur mit negativem Testergebnis. (höchstens 24 Stunden alte PCR-Tests, POC-Tests, Selbsttests vor Ort oder NEU mit Impfpass bei vollständigem Impfschutz ab Tag 15 nach der abschließenden Impfung ohne Test)

 

Zusätzlich inzidenzunabhängig geöffnet sind jetzt:

·        Autokinos, Autovermietstationen, Baumschulen, Blumenfachgeschäfte, Buchhandlungen, Copy-Shops, Fotostudios (Kein Verkauf von Waren nur Dienstleistung), Gärtnereien, Gartenmärkte, Gold- und Silberschmiede (Nur das Handwerk), Hundesalons, Kältestudios, Immobilienmakler (jetzt auch wieder das Geschäft), Reisebüros, Schneidereien (Nur das Handwerk), Schuhmacher (Nur das Handwerk), Telekommunikationsläden (Nur Beratung kein Verkauf), Uhrmacher, Verleih von Sportgeräten.

Untersagt sind jetzt wieder:

·        Haarentfernung, Kosmetikbetriebe, Nagel- und Handpflege

Detaillierte Informationen zu Handel und Dienstleistung in der Positivliste unter www.lra-mue.de / Aktuelle Regelungen / FAQ Krise und Wirtschaft

Dank und Appell des Landrats

Landrat Max Heimerl zur aktuellen Corona-Lage: „Wir haben es gemeinsam geschafft, die 7-Tages-Inzidenz in den letzten zehn Tagen von über 340 auf gut 200 zu senken. Herzlichen Dank an alle, die sich konsequent an die Regelungen gehalten haben. Jetzt geht es darum, nicht zu früh aufzugeben und diesen Weg weiter fortzusetzen. Wir verlängern daher die Allgemeinverfügung des Landkreises nochmal um eine Woche. Mit Ausnahme der Sperrung der Sportstätten, die ab Montag mit Maskenpflicht (Ausnahme aktive sportliche Betätigung) wieder geöffnet sind. Wir brauchen noch deutlich niedrigere Infektionen, um zum Beispiel gemäß der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung auch die Schulen und Kitas wieder für mehr Kinder und Jugendliche öffnen zu können. Bitte helfen Sie mit!”

 

Die neu-Infektionen nach Kommunen:

Ampfing                      8

Aschau a. Inn             2

Buchbach                   1

Heldenstein                1

Kraiburg a. Inn           3

Mühldorf a. Inn           6

Neumarkt-Sankt Veit  1

Obertaufkirchen          1

Polling                         1

Reichertsheim            1

Waldkraiburg            19

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16 Kommentare zu “44 neue Corona-Fälle

  1. Ich verstehe es nicht.
    Das 4.mal der Schlachthof. Ich hoffe, diesmal wird schneller reagiert und der Betrieb sofort heruntergefahren.

    Weiterhin hoffe ich, da wird schnell geimpft und die Beschäftigten nutzen das bzw. der Betreiber schaut, dass da was vorwärts geht.

    Antworten
    1. Kopfschüttler

      Ich verstehe das auch nicht.
      Warum wird so ein Schlachthof nicht komplett geschlossen? Kinder dürfen nicht zur Schule gehen, Ladenbesitzer werden in die Insolvenz getrieben, die Bevölkerung darf nach 22 Uhr nicht mehr auf die Straße – aber die Massenschlächter dürfen einfach weiter machen. Der Betreiber sollte für all die Schäden gerade stehen und mit einer Millionenstrafe bedacht werden. Warum regen sich eigentlich so wenig Menschen darüber auf? Wo bleibt hier der Protest der Gwendolyns oder Sonias, die sonst immer für das Zusperren von Buchläden oder Schulen plädieren? Ich kann auch mal für ein paar Wochen auf Wurst verzichten. Verhungern werde ich deshalb bestimmt nicht. Wenn es denn nur endlich etwas fairer zugehen würde bei den Lockdownmaßnahmen.

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      1. Da gebe ich Ihnen absolut recht. Es wird sowieso zuviel Fleisch und Wurst konsumiert und auch zuviel produziert.Da würde es nicht schaden, wenn auch die Schlachthöfe einfach mal in den Lockdown gehen!

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      2. Anlässlich dieses Lockdowns werden hier die prekären Lebensbedingungen vieler Schlachthof Mitarbeiter sichtbar.

        Schon seit Jahrzehnten – schon bevor der Schlachthof von Vion übernommen wurde – gab es dort ausschließlich sehr schwere Arbeit für wenig Geld.
        (…) Ich würde mir sehr wünschen, dass der Betreiber verpflichtet wird, bessere Arbeitsbedingungen zu schaffen. Auch das Wohnen vieler dieser Arbeiter auf engstem Wohnraum müsste unterbunden werden. (…)
        Wie gesagt, ich weiß nicht, wie man so was verhindern kann, aber dass es bisher nicht verhindert wird, führt u. a. zu den hohen Inzidenzen, die wir hier im Landkreis Mühldorf haben und wofür viele büßen müssen.

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  2. Die Wohnsituation der Arbeiter gehört überprüft. Zu viel, zu eng, zu nah wird gewohnt (…)

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  3. versteht niemand

    Präzensunterricht nur mit test, warum können dann nicht alle schüler abwechselnd in die schule?????????
    (…)

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  4. Geld regiert die Welt, deshalb macht der Schlachthof munter weiter.
    Die Kleinen haben keine Lobby.

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  5. Kopfschüttler, wir sind es die das unterstützen. Immer billiger Fleisch und Wurst. Die Industrie bedient nur das was der Konsument vordert. Vorallem weil wir einen Schlachtkörperstau auch noch in unserem Land haben. Also würde wir wahrscheinlich locker zwei Wochen auf Schlachthöfe verzichten können.
    Nun das große ABER: weißt du wie viel Geld da dahinter steckt?! Wie behalten ja auch das Zeug nicht bei uns sondern fahren ja unsere Schweinehälften nach China, z.B. Das ist wie mit dem Fussball. Das kann man nicht stoppen. Zu große, zu geldige Menschen dahinter. Geld regiert die Welt und nichts anderes. Was ist da ein Menschenleben wert oder die Zukunft der Kinder und Jugendlichen……….🤷🏼‍♀️ Nix genau. Deswegen läuft sowas einfach weiter und die Politik würde sich hüten da auch nur einen Bremsklotz reinzuhauen. Denn auch die profitieren natürlich von dieser Wirtschaft.
    ABER, würde wir diesen Markt nicht bedienen, würde sich wahrscheinlich auch was ändern. Zwar langsam aber immerhin. Denn das denken der Menschen hier, ich kann ja nix ausrichten, alleine, doch gerade jeder einzelne Konsument bestimmt was auf den Markt kommt. (Siehe Hölle der Löwen, wo gerade ein Perioden Produkte in sozialen Medien auseinander genommen wurde und jetzt wieder vom Markt genommen wurde.)
    Nur ist es halt so wunderbar einfach sich einfach aus der Kühlung beim Aldi die 500g Hack für 2,40 zu nehmen.
    Deswegen Kopfschüttler beschwert sich keiner weil dann müssten wir uns ja mit unserer Nahrung auseinander setzten und könnten vielleicht nicht mehr im Februar die Erdbeeren aus Marokko kaufen. 😜

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    1. Julia R.: Ich gebe dir in vielen Punkten recht, aber:

      Bei Lidl und Aldi gibt es kein Schlachthof Fleisch.
      Das Schlachthof Fleisch gibt es bei Globus und in vielen Metzgereien.

      Und vieles wird wie von dir geschrieben exportiert.

      Das sind die Folgen des weltweiten Handels !
      Selbst wenn wir in Deutschland kein Fleisch mehr konsumieren würden, könnte der Betrieb weiterlaufen, dank des Exportes.
      Der läuft nämlich so gut, da die deutschen Bauern beste Nutztiere zu sehr günstigen Preisen produzieren.
      Dieses günstige Produzieren ist nur dank der EU Flächenzuschüsse und vieler anderer (aber nicht so gewichtigen Zuschüssen) möglich.

      D. h. wir Bürger subventionieren mit unseren Steuergeldern das billige Fleisch zum Konsum hier in D, aber auch für den Export !
      Ohne diese Zuschüsse wäre das Fleisch für den Export gar nicht konkurrenzfähig – was für ein Betrug am Steuerzahler ! Nur gut, dass kaum ein Steuerzahler weiß, für was seine erarbeiteten Gelder ausgegeben werden !
      Hier liegt so vieles im Argen, aber all das wurde von den Politikern so gewollt !

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      1. Lidl und Aldi

        Ohne Fleisch vom Großschlächter Tönnies würden die Kühltheken bei diesen beiden Diskountern mehr oder weniger leer bleiben. Was in Sachen Qualität und Bewußtsein nicht die schlechteste Perspektive wäre. Und damit künftig nicht mehr exportiert werden muß, wird der chinesische Markt demnächst durch ein Joint Venture, abgeschlossen im November 2020, bedient. Es entsteht ein Großschlachthof mit einem Schlachtvolumen von bis zu 6 Millionen Schweinen jährlich. Der stellvertretende Geschäftsführer Finanzen und Internationalisierung bei Tönnies sagt, daß damit der Bedarf nach “professioneller Lebensmittelgewinnung auf europäischem Standard” gedeckt wird. 2019 kamen bei der Tönniesholding in Deutschland 16,6 Millionen Schweine an den Haken. Mit den ausländischen Firmenteilen waren es 21,2 Millionen.

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  6. Ich verstehe das auch nicht das dort nicht besser durchgegriffen wird und an den Hygienemaßnahmen nicht besser gearbeitet wird kleine Unterkünfte zuviel in einem Raum könnte man anders organisieren wahrscheinlich Sparmaßnahmen und das in der Coronazeit die Regierung sollte da mal besser hinschauen was da alles besser gemacht werden könnte . Wenn das mal geregelt werden würde dann würden die Zahlen besser und schneller fallen und unsere Kinder hätten dann die Möglichkeit wieder normal zur Schule und Kita zu gehen

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  7. Kopfschüttler

    So viel Zustimmung hier? Ist wahrscheinlich nicht repräsentativ. Aber ein Thema wäre es trotzdem für den Wahlkampf. Vielleicht etwas für die Grünen. Weniger Fleisch wäre ja auch gut fürs Klima. Oder für Söder – er sagt doch ihm wäre die Umwelt so wichtig. Und bei Corona ist er im Team Vorsicht. Dann müsste er doch auch für die Schließung der Schlachthöfe sein, oder?

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    1. Meiner Meinung nach wäre es so einfach:
      Wenn die Landwirte keine Zuschüsse mehr für die Produktion von Nutztieren mehr erhalten würden, würde das Fleisch seinen wahren Preis kosten.
      Allein dadurch würde sich der Konsum schon verringern.
      Ist aber leider von staatlicher Seite nicht gewollt.
      Der Staat will diese Umverteilung – da er überall mitkassiert – durch die Mehrwertsteuer u. a.

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  8. Ja Franz ich stimme ihnen in allem zu.
    Aber wie sie schreiben, es ist so gewollt und doch denke ich, oder die Hoffnung stirbt zuletzt, ich als kleiner Konsument könne doch etwas Ändern.
    Ach und die Wurst kommt meist nur von großen. Tönnies z.B. steht halt nicht explizit darauf. Und die Wurst ist eines der fast größeren Probleme als das Fleisch an sich. Und leider steht bei Edeka=Südfleisch jedes Wochenende die Schlange bis zur Mitte des Ladens. (Anmerkung es gibt auch Edekas die mit klein Fleischereien Zusammenarbeiten)

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  9. (…) Zum Thema Schlachthof möchte ich mal was entgegensetzen: Es wird im ganzen landkreis keinen 2. Betreib geben der seit einem jahr seine mitarbeiter so konsequent testet und die Auflagen des Gesundheitsamt so konsequent umsetzt. Auch werden Coronaausbrüche in anderen Betrieben mangels betrieblichen Reihentestungen meistens auch gar nicht aufgedeckt . @ Gernot. Du hast wohl übersehen, dass der Gesetzgeber die Fleischverarbeitenden Betriebe dazu vedonnert hat die Mitarbeiter in feste Arbeitsverträge zu übernehmen. @ Franz. natürlich kaufst du auch bei Lidl und Aldi Fleisch genauso fleisch von vion wie das “ökologisch unbedenklichere aus Übersee”

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  10. Meine Rede, es liegt an der Wohnsituation. Nur das interessiert niemand. An diesen WGs muss man ansetzen sonst wird es nie besser

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