Berufsberater informieren: Offene Sprechstunde ohne Anmeldung beim Arbeitsamt

Michael Preisendanz, der Geschäftsführer operativ der Agentur für Arbeit Rosenheim, sagt: „Die Berufsberater warten dort, um mit Euch über Eure Stärken und Interessen zu sprechen und Euch dabei zu helfen, den richtigen beruflichen Weg zu finden. Sie unterstützen dabei den passenden Ausbildungsberuf oder Studiengang zu finden und geben Tipps und Ratschläge für die Bewerbung. Eure Bewerbungs-Unterlagen könnt Ihr gerne mitbringen. Zudem halten sie noch viele Ausbildungsplatz-Angebote mit sofortigem Starttermin bereit.“
Diese gehen
von der Arzt- und Praxishilfe über die
Kaufleute für Groß- und Außenhandels
sowie Büromanagement und Fachkräfte Lagerlogistik
bis hin zu verschiedenen Stellen im Verkauf und in weiteren Berufsfeldern.
Zudem informieren die Berater über Unterstützungs-Möglichkeiten wie Nachhilfeunterricht zum Berufsschulstoff und sozialpädagogischer Betreuung während der Ausbildung.
Schaufenster

Angesichts einer kürzlich genannten Zahl von 600000 jungen Menschen zwischen 18 und 24 Jahren, die nicht nur ohne Job sind, sondern in der jetzt Grundsicherung genannten staatlichen Alimente „festhängen“, frage ich mich schon, welche Wirkung hier eine „last Minute“ Beratung entfalten soll?
Die Zahl derer, die schlicht und ergreifend keinen Bock haben, sich in dieser Gesellschaft einzubringen, wächst (leider).
Genau wie die Zahl derer, die mit allem möglichen unzufrieden sind, ohne zu bemerken, dass sie Teil der Ursache dieser Entwicklung sind.
An dieser Stelle sollte ein verpflichtendes soziales Jahr (oder Wehrdienst) wieder eingeführt werden, anstatt anhand eines Fragebogens die jungen Männer (warum nur die Männer) zu bitten, sich zu äußern, ob sie eventuell Zeit und Lust hätten, sich für den Dienst am Vaterland aufzuraffen???
Manchmal überkommt mich das Gefühl, wir machen uns die Probleme selbst – und beklagen uns nachher darüber.
Man könnte diese Vorgehensweise auch als Masochismus bezeichnen.