Sein Team vom FC Grünthal mehrfach vor Gegentreffern der Gäste aus Au bewahrt: 3:1-Sieg
Der FC Grünthal hat am 3. Spieltag der Kreisliga einen 3:1-Heimsieg gegen den ASV Au eingefahren. Das Ergebnis fällt dabei deutlicher aus, als es der Spielverlauf vermuten lässt. Über weite Strecken waren die Gäste keineswegs die schlechtere Mannschaft, ließen jedoch zu viele gute Möglichkeiten liegen. Auf der anderen Seite erwies sich Grünthals Torhüter Stephan Kumpfmüller (im Bild rechts) als überragender Rückhalt und bewahrte seine Mannschaft mehrfach vor weiteren Gegentreffern. Vor dem gegnerischen Tor waren die Hausherren am Ende einfach konsequenter.
Dabei erwischten die Gastgeber einen Start nach Maß. Bereits in der 8. Minute brachte eine scharf getretene Ecke von Stefan Köbinger Gefahr vor das Auer Tor. Manuel Drescher wollte klären, beförderte den Ball dabei aber unglücklich über die eigene Torlinie – 1:0 für den FC Grünthal.
Die Gäste zeigten sich davon allerdings wenig beeindruckt und übernahmen zunehmend die Initiative. In der 11. Minute hatte Sebastian Grad nach Unordnung in der Grünthaler Defensive die erste große Möglichkeit, traf aus spitzem Winkel jedoch nur den Außenpfosten. Wenig später war es erneut Grad, der nach einer schnellen Kombination aus rund zehn Metern zentraler Position an Kumpfmüller scheiterte. Der Grünthaler Schlussmann entwickelte sich bereits früh zum entscheidenden Faktor.
Auch der FCG kam zu Chancen. In der 18. Minute parierte Kumpfmüller allerdings erneut glänzend gegen Martin Rauscher, der nach einer Hereingabe vom linken Flügel aus kurzer Distanz zum Abschluss kam. Auf der Gegenseite erkannte Sebastian Eßer in der 21. Minute, dass der Auer Torhüter weit vor seinem Tor stand, und versuchte es aus rund 30 Metern. Der Ball ging knapp vorbei – wäre der Versuch gelungen, hätte der Keeper wohl keine Chance gehabt.
In der 24. Minute war erneut Kumpfmüller gefordert. Sebastian Grad scheiterte in aussichtsreicher Position am Grünthaler Torhüter, der zur Ecke klären konnte. Doch in der 31. Minute war auch er machtlos: Nach einem schnellen Spielzug über den rechten Flügel wurde Grad freigespielt, lief alleine auf Kumpfmüller zu und schob den Ball an ihm vorbei ins lange Eck zum 1:1.
Zum Foto oben:
Kurz darauf bot sich Au sogar die große Chance zur Führung. Nach einem Foulspiel von Philipp Asenbeck zeigte der Schiedsrichter in der 35. Minute auf den Elfmeterpunkt. Martin Rauscher trat an, scheiterte mit seinem halbhoch geschossenen Strafstoß jedoch am glänzend reagierenden Kumpfmüller, der den Ball zur Ecke abwehren konnte.
Die Grünthaler waren mit ihrem Auftritt zu diesem Zeitpunkt offensichtlich nicht zufrieden. Trainer Mario Sinicki reagierte bereits nach gut einer halben Stunde mit zwei Wechseln: Stefan Köbinger und Jakob Schuster verließen den Platz, Ahmed Sabic und Fabian Mörwald kamen neu in die Partie.
Die Wechsel stabilisierten das Spiel des FC Grünthal etwas, jedoch war weiterhin der Gast die aktivere Mannschaft.
Kurz waren die Hausherren um Matthias Huber gefährlich, als er in der 38. Minute gleich zweimal die Möglichkeit, den Ball nach einem Freistoß aus kurzer Distanz über die Linie zu drücken. Beide Male brachten die Grünthaler den Ball jedoch nicht im Tor unter.
So ging es mit einem 1:1 in die Halbzeitpause – aus Sicht der Gastgeber eher glücklich. Die Gäste gewannen die Mehrzahl der Zweikämpfe, waren im Spiel mit dem Ball sauberer und hatten sich die besseren Möglichkeiten erspielt. Grünthal konnte sich vor allem bei seinem Schlussmann bedanken, dass die Partie nicht bereits zur Pause zugunsten der Auer gekippt war.
Blitzstart nach der Pause
Die zweite Halbzeit begann dann mit einem Paukenschlag – und erneut hatte Grünthal das Glück auf seiner Seite. Nur wenige Sekunden nach Wiederanpfiff führte ein kurioser Fehler der Gäste zur erneuten FCG-Führung. Der Auer Torhüter schoss bei einem Klärungsversuch seinen eigenen Innenverteidiger an. Der Abpraller landete direkt bei Michael Hochrinner, der den Ball beinahe von der Seitenauslinie aus gut 40 Metern ins leere Tor setzte. Ein Treffer, den man erst einmal so machen muss, denn einfach war dieser Abschluss keineswegs. Grünthal führte wieder mit 2:1.
Die Heimelf war nun etwas frischer als im ersten Spielabschnitt und suchte umgehend nach einer Entscheidung. In der 48. Minute setzte Philipp Asenbeck einen Kopfball nach einem Freistoß von Ahmed Sabic über die Querlatte – hier wäre durchaus mehr drin gewesen.
Auf der anderen Seite blieb der ASV Au offensiv gefährlich. In der 54. Minute kam Martin Rauscher nach einer Ecke zum Kopfball, doch Anton Manhart stand goldrichtig und konnte den Ball auf der eigenen Torlinie klären.
Vier Minuten später war wieder Kumpfmüller gefragt. Stephan Schlemer zog nach einer Hereingabe vom rechten Flügel ungefähr vom kurzen Fünfereck flach ab. Doch erneut war der Grünthaler Keeper zur Stelle und verhinderte den Ausgleich.
Auch Grünthal hatte seine Möglichkeiten. In der 64. Minute lief Sebastian Eßer auf den Auer Keeper zu, wurde jedoch von einem zurückeilenden Verteidiger im letzten Moment fair abgegrätscht.
Zwei Minuten später bot sich den Gastgebern eine weitere gute Gelegenheit. Wieder stand der Auer Torhüter weit vor seinem eigenen Tor. Bastian Schmid erkannte die Situation und setzte aus rund 40 Metern zu einem Heber an. Der Keeper kam gerade noch mit den Fingerspitzen an den Ball und lenkte ihn soeben am Pfosten vorbei.
Au drängte weiter auf den Ausgleich. In der 72. Minute kam Matthias Poschenrieder nach einer Hereingabe von rechts aus kurzer Distanz völlig frei zum Abschluss. Doch wieder fand er in Stephan Kumpfmüller seinen Meister.
Die Vorentscheidung fiel schließlich in der 80. Minute. Nach einer Ecke von Stefan Köbinger stieg Matthias Huber am höchsten und köpfte den Ball zum 3:1 in die Maschen. Damit belohnte sich Grünthal für seine konsequentere Chancenverwertung und verschaffte sich eine komfortable Ausgangslage für die Schlussphase.
Doch der ASV Au gab sich noch nicht geschlagen. Manuel Drescher prüfte Kumpfmüller in der 83. Minute mit einem Dropkick nach einer Ecke. Der Schuss kam gefährlich aufs Tor, doch Kumpfmüller war im bedrohten Eck zur Stelle und klärte erneut zur Ecke.
Auch in der 89. Minute war Drescher noch einmal zur Stelle. Sein gefährlicher Schuss aus rund 25 Metern zwang Kumpfmüller erneut zu einer Parade. Der Keeper lenkte den Ball zur Ecke.
In der Schlussphase wurde es noch einmal hektisch. Martin Rauscher sah in der 91. Minute die rote Karte, nachdem er den Grünthaler Torwart am Hals angegangen war. Damit war die Partie endgültig entschieden.
Nach fünf Minuten Nachspielzeit pfiff der Schiedsrichter die Begegnung ab.
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