Streetart bei den Wendelstein-Werkstätten: „Supercooles“ Projekt generationen-übergreifend

Bunt und vor allem gemeinsam: Unter diesem Motto fand im Laufe des Sommers ein inklusives Kunstprojekt statt, das Schülerinnen und Schüler des Inntal-Gymnasiums in Raubling mit Beschäftigten des neuen Rosenheimer Werkstatt-Standorts am Oberfeld zusammengebracht hat. Gemeinsam wollten sie das neue Wendelstein-Werk ein Stück bunter machen und zugleich ein sichtbares Zeichen für Begegnung und Inklusion setzen. Es ist toll gelungen, wie die Fotos beweisen …

17 Schülerinnen und Schüler aus der Jahrgangs-übergreifenden Arbeitsgruppe Kunst entwickelten gemeinsam neun Entwürfe und brachten ihre Ideen mit zu den Wendelstein Werkstätten. Dort hatten zehn Beschäftigte die vorgesehenen Wandflächen entlang der Bahnlinie bereits vorbereitet und grundiert. So konnte es direkt losgehen.

An mehreren Montag-Nachmittagen trafen sich die inklusiven Teams, um die Entwürfe auf die großen Wandflächen zu übertragen. Es wurde gemeinsam gemalt und gelacht. „Es war ein wunderbares Miteinander und die Teams hatten sich sofort gefunden“, berichtet Petra Rohierse von den Werkstätten begeistert. „Jeder unserer Beschäftigten hatte von Anfang an sein Lieblingsmotiv und damit auch die passenden Schülerinnen oder Schüler gefunden.“

Für die Beschäftigten der Werkstätten war es etwas Besonderes, sich während der Arbeitszeit künstlerisch ausdrücken zu können und so manch einer war über seine Fähigkeiten überrascht. Alle waren besonders stolz auf das gemeinsam Erreichte und freuten sich über die neuen Begegnungen.

Mit großer Begeisterung waren auch die Schülerinnen und Schüler dabei. Gemeinsam mit Erwachsenen kreativ zu sein, empfanden sie als etwas Besonderes – kurz gesagt: „Supercool“. So wurde die Aktion zu einem generationen-übergreifenden Erlebnis, das Menschen von zwölf bis 60 Jahren zusammenbrachte.

Das Ergebnis ist entlang der Bahnlinie nun weithin sichtbar: Neun farbenfrohe, plakative Motive schmücken die Wände und erzählen von Gemeinschaft, Kreativität und dem Miteinander ganz unterschiedlicher Menschen.

„Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen“, meint Astrid Straßer vom Inntal-Gymnasium. „In kurzer Zeit sind so bunte, plakative Wände entstanden. Das hat uns alle erfüllt und glücklich gemacht.“

Auch das Wetter spielte mit. Trockene und sommerliche Bedingungen boten beste Voraussetzungen für die Streetart-Aktion und sorgten dafür, dass die Farben schnell gut trocknen konnten.

Unterstützt wurde das Projekt durch eine Sachspende von Farben Hoegner. Bei der Besichtigung der fertigen Kunstwerke zeigte sich Thomas Mühlbauer von Farben Hoegner beeindruckt: „Mit unserer Materialspende möchten wir ein Zeichen für gelebte Inklusion und Teilhabe setzen. Das wertvolle Engagement der Wendelstein-Werkstätten für unsere Region unterstützen wir dabei von Herzen gerne.“

Mit viel Farbe, Kreativität und gemeinschaftlichem Engagement ist so ein Kunstprojekt entstanden, das nicht nur die Wände entlang der Bahnlinie verschönert, sondern vor allem eine wichtige Botschaft vermittelt: Wenn Menschen gemeinsam etwas gestalten, kann daraus etwas ganz Besonderes entstehen – und Spaß machen.

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