Ein fröhliches, berührendes Fest war's zum großen Jubiläum des Theater- und Musikvereins
Was Gemeinschaft ausmacht – Gemeinschaft in einem Verein – dafür sind die Theaterer in Albaching ein ganz besonderes Beispiel. Und das seit nun genau 40 Jahren. Am Wochenende wurde deshalb im Bürgersaal gefeiert. Fröhlich und berührend, mit viel Zuversicht für die Zukunft und mit stolzem Blick zurück auf großartige Bühnenprojekte Jahr für Jahr. Vorstand Herbert Binsteiner berichtete über so manche Anekdote aus all der Zeit rund ums Bühnenleben und er berichtete von Quantensprüngen des Vereins: Vom Gasthaus-Dasein ging’s 1994 in eine neu erbaute Alpicha-Halle mit viel Höhe zum Bühnenspiel und Publikumsweite sowieso. „Oibich brennt“ – erstmals führte hier Christian Huber Regie – wurde am neuen Spielort ein Riesenerfolg. Aber auch das Musical „Jonas“ in Zusammenarbeit mit der Rhythmusgruppe „Neues Leben” (2000) und „Heimatfront“ (2009) haben sich besonders in den Köpfen der Zuschauer festgesetzt. Vor genau 30 Jahren war 1996 aus dem Theaterverein ein Theater-und Musikverein geworden. Und vor zehn Jahren wurde in den neu erbauten Bürgersaal umgezogen.
Sie setzen jeden Abend eine Maske auf.
Und sie spielen wie die Rolle es verlangt.
An das Theater haben sie ihr Herz verkauft.
Sie stehen oben und die unten schauen sie an.
Sie sind König, Bettler, Clown im Rampenlicht.
Doch wie’s tief in ihnen aussieht, sieht man nicht.
Theater, Theater, der Vorhang geht auf.
Dann wird die Bühne zur Welt.
Theater, Theater, das ist wie ein Rausch.
Und nur der Augenblick zählt.
Theater, Theater – der Hit von Katja Ebstein, den sangen Ronja (rechts) und Paula Langer im Duett mit eigener Gitarren-Begleitung. Viel Applaus für sie …
Fotos: Renate Drax
So manches Gründungsmitglied saß jetzt im Saal zur 40-jährigen Jubiläumsfeier. Eine tolle Bilder-Show vom stellvertretenden Vorsitzenden Wasti Friesinger in Zusammenarbeit mit Michael Binsteiner ließ viele Erinnerungen wachwerden. Bereits vor der Vereinsgründung waren Albachinger Laienschauspieler im Rahmen der Landjugend aktiv gewesen, die damals im Gasthaus Edhofer spielten. 1986 fasste man dann um den jetzigen Ehrenvorstand Wast Friesinger den Entschluss, einen Verein zu gründen. Man hatte es sich zur Aufgabe gemacht, das Laientheater vom verstaubten „Schenkelklopfer-Kömodien“-Image zu lösen. Ein Blick in die Vergangenheit zeigte nicht nur jetzt am Festabend die Vielfalt der Genres, die die Albachinger in den letzten vier Jahrzehnten auf die Bühne gebracht haben.
Chapeau.
Immer wieder betonte Vorstand Herbert Binsteiner (Foto) in seiner Fest-Ansprache, wie gut die Zusammenarbeit für solche Projekte sein müsse und in Albaching zum großen Glück sei. Auf, vor und neben der Bühne alles Hand in Hand – mit einer Vielzahl an Engagierten und das Jahr für Jahr. Und neben Theateraufführungen und Musikunterricht war und ist der Verein auch noch bekannt für Events wie den Theaterball im Fasching oder Vereins-Aktivitäten wie das Kini-Kegeln, jährliche Wochenend-Ausflüge, Faschingsumzug-Beteiligungen, Sommerfeste und nicht zuletzt schöne Spenden-Aktionen für Hilfsprojekte.
Und die Zukunft ist auch schon angebrochen quasi: Es wird nämlich schon einstudiert fürs neue Stückl im Herbst – erstmals unter der Regie von Magdalena Haneberg. Und zwar wird’s „der Talisman“ werden – ein Meisterwerk der Posse frei nach Johann Nestroy.
Zurück zum Jubiläum: Sie sorgte am Festabend für viele Lacher – einen lustigen Text trug Bärbel Pfitzmaier in der Rolle einer neu an die Schule gekommenen Musiklehrerin vor. In Reimform wohlgemerkt.
Der Verein hatte sich unter der Federführung des stellvertretenden Vorsitzenden Pit Pfitzmaier 1996 um die Abteilung Musik erweitert. Diese fördert das Interesse an Musik und bietet Unterricht für verschiedene Instrumente für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an. Die Lehrer waren zahlreich vertreten beim Festabend. Jedes Jahr zeigt der Musik-Nachwuchs im Frühling bei einem Schülerkonzert übrigens sein Können.
Besonders emotional wurde es, als Ehrenvorstand Wast Friesinger (Foto) seine Ansprache hielt. Er verwies nicht nur eindrücklich auf die Besonderheit eines Ehrenamtes hin, das so viel tue für einen selbst und für die Allgemeinheit – er erinnerte auch an all diejenigen, von denen sich der Verein bereits für immer hat verabschieden müssen.
Und nicht zuletzt stellte er die großartige Arbeit von seinem Nachfolger seit vielen Jahren – Vorstand Herbert Binsteiner – in den Mittelpunkt.
Spontan skandierte der ganze Saal „Herbert-Herbert-Herbert“. Was diesen in seinen Schlussworten mit Blick auf die so tolle Albachinger Theater-Familie sichtlich bewegte. Mit einem Wort sagte er alles: „Danke.“
RD
Ein paar weitere Impressionen
Besonders freute sich der Theaterverein Albaching auch über den Besuch zum Jubiläum von Prof. Janusz Lekan aus Polen, der Pfarrer Josef Huber den ganzen Sommer über vertrat. Das Foto zeigt Prof. Janusz Lekan rechts mit Annemarie und Herbert Binsteiner.
Bild unten:
Die „Pfendildrugga“ spielten zum 40-Jährigen auf – ganz rechts der Vereins-Co-Vorsitzende Pit Pfitzmaier in Aktion …
Er sprach ein Gruß- und Dankeswort der Gemeinde für so viel Engagement seit Jahrzehnten in Albaching: Der stellvertretende Bürgermeister Helmut Walpertinger …

Siehe auch
Ehre, wem Ehre gebührt: Danke, Christa Schwimmer! – Wasserburger Stimme
Schaufenster











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