IG Bau: Ärzte im Landkreis sollen Parkinson-Patienten über Berufserkrankung aufklären

Die „Jobs im Grünen“ stehen nicht immer nur für frische Luft. „Wer im Landkreis Rosenheim auf den Feldern oder in Gewächshäusern arbeitet, den kann es treffen: Ein erhöhtes Risiko, Parkinson zu bekommen. Und zwar immer dann, wenn er über Jahre häufig mit Pflanzenschutzmitteln zu tun hatte“, sagt Dieter Pangerl von der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau).
Das Parkinson-Syndrom durch Pestizide sei als Berufskrankheit anerkannt. Betroffene müssten allerdings nachweisen, dass sie in ihrem Berufsleben mindestens 100 Tage mit chemischen Pflanzenschutzmitteln gearbeitet hätten – also jeweils entweder mit Fungiziden (zur Bekämpfung von Pilzkrankheiten), Insektiziden (zur Bekämpfung von Insekten) oder Herbiziden (zur Bekämpfung von Unkraut), so die IG Bau Oberbayern.
„Dann bekommen Beschäftigte, die an Schüttellähmung erkrankt sind, Unterstützung von der gesetzlichen Unfallversicherung: Die Hilfe der Berufsgenossenschaft reicht von guter medizinischer Versorgung bis zu Geldleistungen“, so Dieter Pangerl. Das gelte neben Menschen, die in der Landwirtschaft gearbeitet haben, beispielsweise auch für Beschäftigte im Gartenbau und im Forst.
Gefahren lauerten allerdings auch in der Floristik. Und sogar auf dem Bau: „Denn auch bei Sanierungsarbeiten wird mit Pestiziden gearbeitet. Vielen ist gar nicht bewusst, wo überall Pestizide zu finden sind. Gerade im Sanitärbereich kommen häufig Baustoffe mit Anti-Schimmelmitteln zum Einsatz. Und die enthalten oft Pestizide“, erklärt Dieter Pangerl von der IG Bau Oberbayern.
An die niedergelassenen Ärzte im Landkreis Rosenheim appelliert die Agrar-Gewerkschaft, Parkinson-Patienten gezielt anzusprechen, um abzuklären, ob es sich um eine Berufskrankheit handele. Die gesetzlichen Krankenversicherungen fordert die IG Bau Oberbayern auf, Parkinson-Patienten anzuschreiben und zu informieren. „Immerhin haben Patienten, wenn es um eine Berufserkrankung geht, die Chance auf eine intensive Betreuung und gute medizinische Versorgung, für die die Berufsgenossenschaft steht“, so Dieter Pangerl.
Der IG Bau-Bezirkschef kündigt außerdem an, dass sich die Agrar-Gewerkschaft auch dafür einsetzen werde, dass mehr Betroffene die Anerkennung als Berufskrankheit bekommen: „Es geht vor allem um die, die nicht selbst Pflanzenschutzmittel gespritzt haben, die aber zum Beispiel in Gewächshäusern den Pestiziden ausgesetzt waren“, so Pangerl.
Der Gewerkschafter rät Menschen, die in gefährdeten Branchen arbeiten, sich bei Fragen an ihre jeweilige Berufsgenossenschaft zu wenden.
Schaufenster

grüne Jobs ?
Wohl eher giftgrüne und sicher nicht nur im Landkreis Rosenheim ^ ^
Der wissenschaftlich gesicherte Zusammenhang zwischen Pestiziden und der Entstehung des Parkinson-Syndroms ist seit den 1980er-Jahren bekannt …
Seit über 40 Jahren … super mehr davon
schönen Gruß an die Lobby
Ihr (Landwirte und Co ) hättet es wissen können/müssen
Aber der Welthunger muss doch gestillt werden……….🤔
Dafür braucht man Agrochemiekalien war doch immer das Credo🤨
Dazu kommt noch die Gen-Technik wo die EU die Bedingungen für die Lockerung der Anwendung geschaffen hat, übrigens auch mit den Stimmen der sogenannten „Grünen“.
Es ist ein Skandal, dass diese Pestizide immer noch nicht verboten sind, obwohl längst erwiesen ist, dass sie diese schlimme Krankheit begünstigen. Nicht zu fassen…