Bergwacht-Bereitschaften Wasserburg und Aschau heute Nachmittag im Einsatz

Am heutigen Ostermontag gegen 13.30 Uhr wurde die Dienstmannschaft der Bergwacht Wasserburg von der Integrierten Leitstell alarmiert – zu zwei blockierten Wanderern an der Südseite der Kampenwand. Die beiden waren unverletzt, kamen jedoch im tiefen, nassen Schnee nicht mehr weiter und setzten einen Notruf ab.
Ein 30-jähriger Mann aus Frankfurt war gemeinsam mit seiner Begleitung aus dem Raum Heidelberg bereits am Sonntag zu einer zweitägigen Wanderung aufgebrochen. Die Nacht verbrachten die gut ausgerüsteten Bergwanderer an der Hochplatte. Beim Übergang in Richtung Kampenwand gerieten sie südseitig unterhalb des sogenannten Raffen in tiefen Nassschnee und erschöpften zunehmend. Da ein eigenständiger Abstieg nicht mehr möglich war, entschieden sie sich, die Bergwacht zu alarmieren.
In der Erstmeldung deuteten die übermittelten Koordinaten zunächst auf einen Einsatzort nördlich unterhalb der Scheibenwand hin. Daraufhin machten sich fünf Einsatzkräfte der Bergwacht Wasserburg mit Tourenski und ATV auf den Weg in dieses Gebiet. Nach einem erneuten telefonischen Kontakt mit den Betroffenen stellte sich jedoch heraus, dass sich die Wanderer tatsächlich südseitig zwischen der Piesenhausener Hochalm und dem Kampenwand-Ostgipfel befanden.
Zwei Einsatzkräfte der Bergwacht Wasserburg kehrten daraufhin um und stiegen mit Tourenski in die entgegengesetzte Richtung zu den Wanderern auf. Parallel unterstützten zwei Bergretter der Bergwacht Aschau-Sachrang, die mit Schneeschuhen von der Kampenwand-Seilbahn über den südseitigen Panoramaweg zu den Betroffenen aufstiegen.
Aufgrund der Erschöpfung der Wanderer sowie der schwierigen Schneeverhältnisse hätte ein Abstieg ohne Ski nur unter erheblichem Zeitaufwand erfolgen können. Daher entschieden sich die Einsatzkräfte für eine Luftrettung. Der Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ nahm an der Rettungswache in Aschau zwei Luftretter der Bergwacht Aschau auf und flog die beiden Wanderer in zwei Flügen sicher ins Tal nach Aschau.
Insgesamt waren neun Einsatzkräfte rund vier Stunden im Einsatz. Die beiden Wanderer blieben zum Glück unverletzt.
WH

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