Realschule Wasserburg macht am Marienplatz auf gefährliche Umweltverschmutzung aufmerksam

Zigarettenkippen wachsen zum Glück nicht auf Bäumen. Aber leider liegen sie zuhauf auf dem Pflaster in den Gassen der Altstadt herum. Achtlos weggeworfen sind sie eine echte Gefahr für die Umwelt (zum Beispiel: Eine Kippe kann bis zu 1.000 Liter Grundwasser verunreinigen). Darauf macht die Wasserburger Realschule seit gestern wieder auf dem Marienplatz mit ihrem bemerkenswerten Umweltprojekt aufmerksam. Fotos: Bodmeier
Schüler sammeln für ein sauberes Wasserburg: Mit Wäschklammern, Handschuhen und viel Engagement zogen die Achtklässler der Wasserburger Realschule durch die Stadt – und rufen nun auch die Bevölkerung zum Mitmachen auf.
Zigarettenstummel sind ein ernsthaftes Umweltproblem – und leider auch in der Stadt allgegenwärtig. Um darauf aufmerksam zu machen und aktiv etwas zu verändern, haben die Schülerinnen und Schüler der achten Jahrgangsstufe der Anton-Heilingbrunner Realschule eine große Sammelaktion durchgeführt.
Ausgestattet mit Wäschklammern, Arbeitshandschuhen und kleinen Plastiktüten machten sich die Jugendlichen auf den Weg durch das Stadtgebiet und sammelten zahlreiche achtlos weggeworfene Zigarettenkippen ein. Dabei wurde schnell deutlich, wie groß das Problem tatsächlich ist: Innerhalb kurzer Zeit kamen erschreckend viele Stummel zusammen.
Doch die Aktion sollte nicht nur kurzfristig wirken, sondern auch die Öffentlichkeit sensibilisieren. Deshalb gibt es aktuell am Rathaus eine kleine „Ausstellung“. Dort sind selbst gestaltete „Zigarettenstummel-Modelle“ der Fünftklässler zu sehen, die auf eindrucksvolle Weise auf die Problematik aufmerksam machen. Zusätzlich wurde eine große Sammelbox aufgestellt, in der die gesammelten Zigarettenstummel sichtbar aufbewahrt werden – als klares Zeichen dafür, wie viel Müll täglich in unserer Umwelt landet.
Ein besonderer Dank gilt der Wasserburger Backstube. Christine Deliano unterstützte die Aktion großzügig: Jeder teilnehmende Schüler erhielt als kleine Belohnung eine Breze, so dass insgesamt 147 Brezen verteilt wurden. Diese Geste sorgte nicht nur für Motivation, sondern zeigte auch, wie wichtig gemeinschaftliches Engagement in Wasserburg ist.
Hintergrundinformationen zu den Auswirkungen von Zigarettenstummeln auf Umwelt und Gewässer stellt auch die Stadt Wasserburg auf ihrer Internetseite
Mit dieser Aktion möchten die Schülerinnen und Schüler nicht nur aufklären, sondern auch die Wasserburger Bevölkerung zum Mitmachen aufrufen: Jeder einzelne kann etwas beitragen! Wer beim Spaziergang oder auf dem Weg zur Arbeit einen Zigarettenstummel aufhebt und richtig entsorgt, hilft aktiv dabei, unsere Stadt sauberer und unsere Umwelt gesünder zu machen.Denn eines ist klar: Zigarettenstummel gehören nicht auf die Straße – sondern in den Aschenbecher.
SW









Schaufenster

Besonders in der Nagelschmiedgasse und in der Friedhofgasse sind leider extrem viele Stummel zu finden.
Herzlichen Dank an die Realschule für diese Aktion.
Ich hoffe eure Aktion fruchtet.
Diese Initiative zeigt, dass Schule mehr ist als nur Noten und Lehrpläne – sie ist die Keimzelle für verantwortungsvolle Bürger, die ihre Welt aktiv mitgestalten wollen.
Traurig, dass Schulkinder den giftigen Dreck von Erwachsenen Zeitgenossen aufsammeln müssen.
Raucher sind in Sachen Umweltschutz anscheinend vollkommen degeneriert .
Herr Huber,
ja es ist traurig.
Aber eine Verallgemeinerung „Raucher“ ist genauso engstirnig und degeneriert.
Ich bin Raucher, habe stets einen mobilen Aschenbecher dabei, bin Umweltschutz zugetan, bestelle selten online, kaufe regional usw.
Es gibt eben auf allen Seiten schwarze Schafe. Man sollte nicht alle, wie im ihrem Beitrag über einen Kamm scheren.
Und die Aktion finde ich gut, denn auch ich, als Raucher ärgere mich, wenn ich Kippen auf der Straße sehe, aber genauso ärgere ich mich über anderen Abfall auf Straßen, am Innweg oder in der Natur, verursacht durch wahrscheinlich alle möglichen Gruppierungen, die ihrem Laster frönen.