Gegen 13 Uhr: Sirenenalarm in Wasserburg - Lage rasch unter Kontrolle
Sirenenalarm in der Wasserburger Altstadt: Gegen 13 Uhr rückte die Feuerwehr am heutigen Freitag in die Ledererzeile aus. Dort stand ein geparkter Roller in Flammen. Trotz des schnellen Eingreifens von Passanten und der Polizei, die als erste am Einsatzort war, brannte das Gefährt völlig aus. Verletzt wurde zum Glück niemand. In der ganzen Altstadt war allerdings der Brandgeruch wahrzunehmen. Fotos: WS/MS
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Super Einsatz der Passanten! Wenn Bürger in der Zwischenzeit selbst eingreifen müssen, wirft das zumindest Fragen auf – insbesondere bei räumlicher Nähe der Feuerwehr.
Gerne bei der Feuerwehr anfragen. Die Ehrenamtlichen freuen sich immer über Interessierte!
Rita,
klar, die sitzen alle ja im Feuerwehrhaus und schauen, wo eine Rauchsäule aufsteigt. Mein Gott!
Fragen wirft es nur auf, dass es inzwischen leider immer weniger Berufstätige und ehrenamtliche Menschen in diesen und ähnlichen Berufsfeldern gibt, aber immer mehr Bürger, die eine Vollkaskoversicherung vom Staat, vom Rettungsdienst oder freiwilligen Organisationen erwarten.
Den aufmerksamen und entschlossenen Passanten sei Dank, die haben wahrscheinlich nicht gefragt, wo bleibt die Feuerwehr, sondern einfach rasch gehandelt.
Was sie für Fragen aufwerfen, interessiert überhaupt niemanden.
In Wasserburg gibt es keine Berufsfeuerwehr. Die Feuerwehrler machen das alles ehrenamtlich. Die Feuerwehrler sind (im Gegensatz zu anderen Leuten) unter der Woche meist in der Arbeit und sitzen demgemäß nicht den ganzen Tagen im Feuerwehrhaus rum und warten auf Einsätze. Die haben zudem auch keine Zeit, unverschämte Kommentare zu schreiben.
Da kann die Feuerwehr nicht viel retten , wenn Benzin brennt geht das ruck zuck .
Liebe Leser,
Zum gestrigen Brandeinsatz in der Ledererzeile ein paar Erläuterungen von unserer Seite: die Alarmierung durch die integrierte Leitstelle Rosenheim erfolgte um 12.57 Uhr. Das erste Fahrzeug der Feuerwehr Wasserburg traf um 13.04 Uhr an der Einsatzstelle ein. Es handelte sich hierbei um den Kommandowagen, mit dem die Führungskraft vom Dienst ausrückt. Das Löschfahrzeug traf eine Minute später mit einer kompletten Löschgruppe (9 Einsatzkräfte) ein. Beide Fahrzeuge hielten die in Bayern geforderte Hilfsfrist von achteinhalb Minuten ein. Zu beachten ist bei diesem Einsatz die Örtlichkeit und der Alarmzeitpunkt. An einem Freitag ist die Altstadt zu dieser Uhrzeit quasi verstopft. Die Einsatzkräfte müssen aber erst das Gerätehaus Im Hag erreichen um ausrücken zu können. Da im ganzen Stadtbereich Schülerinnen und Schüler unterwegs sind, ist trotz der gebotenen Eile eine rücksichtsvolle Anfahrt von Nöten. Alleine der Schülerstrom über den Zebrastreifen am Heisererplatz hat unseren Einsatzkräften mehrerer Minuten gekostet. Wegen einem brennenden Roller wird aber kein Feuerwehrler in Kauf nehmen, dass Fussgänger oder andere Verkehrsteilnehmer zu Schaden kommen. Es ist also nicht maßgeblich, wie nahe der Einsatzort am Gerätehaus der Feuerwehr ist. Die Einsatzkräfte müssen dieses erstmal erreichen um dann zur Hilfe eilen zu können.
Über zusätzliche aktive Mitglieder freuen wir uns natürlich immer. Auch Quereinsteiger ohne Vorkenntnisse sind gern gesehen und werden entsprechend ausgebildet. Ein unverbindliches ‚reinschnuppern‘ ist jeden Dienstag Abend bei der wöchentlichen Übung möglich
Hilmar Zinke
Feuerwehr Wasserburg
Pressesprecher