Und viel wichtiger: Was nicht? - Workshop an der Mittelschule Wasserburg war ein großer Erfolg
128 neue Nachrichten in einer Stunde, Beleidigungen, Fotos und Sticker ohne Ende.. das alles geht auf die Nerven und ist zum Teil auch einfach verboten. Heiß wurde diskutiert und miteinander gerungen. Und am Ende kamen bei dem Workshop, den der Sozialpädagoge Martin Seidl mit den 5. Klassen durchführte, sinnvolle, „selbstauferlegte“ Regeln heraus, die auf Plakaten festgehalten wurden. Nach Aussagen der Schüler läuft es seitdem besser im Klassenchat.
Kürzlich wurden die Ergebnisse dann bei einem Elternabend vorgestellt. Die Kinder begrüßten die vielen Eltern mit einem fröhlichen Lied und einem Tanz. Mit lebensnahen Spielszenen wurde deutlich gemacht, wie sehr das Handy den Alltag bestimmt.
Martin Seidl hielt im Anschluss einen Vortrag über die Gefahren der Handynutzung und das Suchtpotenzial. Er zeigte aber auch Lösungswege auf und gab hilfreiche Tipps, beispielsweise solle man einen Abstand zwischen sich und das Smartphone bringen, damit man aufkommende Langeweile nicht ständig mit verschiedenen Apps füllt.
Ins Kinderzimmer gehören Smartphones auch eher nicht, Sicherheitseinstellungen sind dringend nötig und er forderte dazu auf viel mehr Zeit im echten Leben miteinander zu verbringen, als Eltern selbst Vorbild sein und mit den Kindern im Gespräch über die Handynutzung zu bleiben.
Schaufenster


Ein absolut sinnvolles und begrüßenswertes Projekt. Und andererseits erschreckend, dass es solche Hinweise und Verhaltenstipps in unserer Gesellschaft überhaupt braucht. In der (Erziehungs-)Verantwortung stehen in erster Linie wir Eltern als Vorbilder!