Ein Zeichen für mehr Klimaschutz am 28. März - Feuerschalen und Live-Musik

Am Samstag, 28. März, wird es weltweit für eine Stunde dunkler: Um 20.30 Uhr schalten Menschen, Städte und Unternehmen rund um den Globus für 60 Minuten das Licht aus. Die Earth Hour ist eine weltweite Aktion der Umweltstiftung WWF – und auch Wasserburg beteiligt sich daran.
Gemeinsam entsteht ein starkes Zeichen für den Schutz der Lebensgrundlagen. Auch in Wasserburg wird dieses Zeichen sichtbar, wenn zur Earth Hour die Beleuchtung in der Hofstatt sowie der Wasserburger Wahrzeichen ausgeschaltet wird. Unter dem diesjährigen Motto „Wir machen’s aus“ lädt die Stadt Wasserburg und die Fraktionen des Wasserburger Stadtrates alle Bürgerinnen und Bürger ein.
„Lassen Sie uns gemeinsam bei veganer Suppe und heißem Apfelsaft/Tee an den Feuerschalen verweilen, die Hofstatt in Kerzenlicht erleuchten, den Klängen des Chors Zappndudapp lauschen und für eine Stunde ein Zeichen setzten“, so die Organisatoren.
Schaufenster

Recht viel besser als bei uns in Wasserburg können die Bedingungen für engagierten Klimaschutz kaum sein. Unsere Stadt verfügt über sehr große Potentiale zur Erzeugung von Strom und Wärme aus erneuerbaren Quellen. Für die Umsetzung gibt es mit den Stadtwerken schon ein kommunales Unternehmen und für die Finanzierung mit der Stadtsparkasse eine eigene Bank. Es wäre also naheliegend, für die Wasserburger Bürger und Unternehmen zügig eine kostengünstige, klimaneutrale Energieversorgung aufzubauen. Dadurch entstünden zahlreiche qualifizierte Arbeitsplätze und die Wirtschaftskraft der Region würde gestärkt.
Und doch soll das nach dem Willen unseres Stadtrats nicht sein.. Erst vor wenigen Wochen hat er erneut einstimmig beschlossen, in den nächsten 5 Jahren kaum in erneuerbare Energien zu investieren. Auch der überfällige Aufbau einer Nahwärmeversorgung steht nicht auf der Tagesordnung. Lobbyisten der Öl- und Gasindustrie hätten sich wohl kaum anders verhalten.
Statt in den Aufbau einer klimaneutralen Energieversorgung zu setzen, hält man uns dauerhaft in Abhängigkeit von fossiler Energie, multinationalen Konzernen und Schurkenstaaten.
Zur Earth Hour ein Zeichen für den Erhalt der Lebensgrundlagen zu setzen, ist eine gute Sache.. Noch besser wäre aber, der Wasserburger Stadtrat würde seinen Gestaltungsspielraum nutzen und entschlossen handeln.
Genau, Wasserburg rettet das Weltklima. Nur das „wie“ ist mir noch nicht klar. Das einzige, das fossile Energieträger im großen Stil ersetzen kann ist die Geothermie. Und da ist man dran. Problem ist halt die Finanzierung. Millionenprojekte sind momentan für die Stadt genug zu stemmen. Als kommunalpolitisch interessierter Leser kann ich die permanenten gebetsmühlenartigen Hofstattangriffe gegen den Stadtrat und den Bürgermeister nicht mehr nachvollziehen. Für mich ist das reines Nachtreten, vielleicht deshalb, weil man in der eigenen Mandatszeit nicht viel erreichen konnte und ohne Not sein Stadtratsamt zurückgegeben hat.
Das sind Alibi-Aktionen, die unser Herr Noch-Bürgermeister und unser Noch-Stadtrat mehrheitlich seit Jahrzehnten gerne sehen: Wasserburg steht schön in der Presse, aber wirklich etwas für den Umweltschutz machen und Geld investieren durch die Stadt: Fehlanzeige!
Stattdessen werden „essbare Gärten“, Telefonhäuschen mit Büchern und Fahrradboxen mit Leihrädern aufgestellt. Basst scho!
Gratulation an den Bürgermeister und seinen Stadtrat für sein jahrzehntelanges Durchhaltevermögen beim Abschieben der Verantwortung und Verlagerung der Probleme auf deren Kinder und Enkelkinder! Andere werden´s scho richten. So schlimm weads scho ned wearn, oder?^^
@ Aufmerksamer Leser
Du hast es auf den Punkt gebracht.
Herr Hofstatt ist als gescheiterter Stadtrat ein ewiger Nachtreter, beim Sport hätte er die rote Karte auf Lebenszeit.
Der Exstadrat weiß natürlich, dass das Gremium Stadtrat rechtlich verpflichtet ist, die Verwaltung auch hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit ihres Handelns zu kontrollieren. Da vor Ort erzeugter Strom aus erneuerbaren Energien seit Jahren der mit Abstand günstigste ist, sollte die Eigenstromerzeugung entsprechend ausgebaut werden. Besonders sinnvoll ist das dort, wo große Strommengen verbraucht werden, wie z.B. in der Kläranlage. Oder wenn aus anderen Gründen in ein Gebäude investiert wird, wie z.B. bei der Sanierung des Parkhauses Überfuhrstraße.. Bei der Kläranlage liegt eine Freiflächen-PV-Anlage nahe, beim Parkhaus ist eine Verdoppelung der Leistung der bestehenden Dachanlage möglich. Und ja, beide Vorschläge liegen der Verwaltung seit Jahren vor. Umgesetzt wurden sie bisher nicht. Oberste Priorität sollte aber die Sanierung der Stadtwerke haben, die schon viel zu lange in einem traurigen Zustand vor sich hin dümpeln. Dass unser kommunales Unternehmen es erneut nicht schafft, zeitgerecht seine Jahresabschlüsse zu erstellen, ist mehr als ärgerlich. Und ein Kontrollversagen des Stadtrats ist es auch.
Dass die Freiflächen-PV an der Kläranlage in Planung ist, weiß der Herr Hofstatt selbstverständlich, schließlich hat er den entsprechenden Artikel in seiner unnachahmlichen Art damals sofort kommentiert. Dass andere Anlagen zur Eigenstromerzeugung (z.B. auf dem Rathausdach) noch im Jahr 2026 umgesetzt werden, sollte er ebenfalls wissen, weil er in der Haushaltssitzung zugegen war. Dass er das hier aber nicht erwähnt, liegt an seiner gewohnt selektiven Wahrnehmung.
Vorschlag: Der Ex-Stadtrat und der Herr Stadler treffen sich zur Earth Hour in der „Hofstatt“, entzünden eine Kerze, trinken ein stilles Wasser und rauchen eine Friedenspfeife. Tauschen sich über Freiflächen, Haushalte, Gestaltungssatzungen oder den vom Stadtrat vergessenen Klima-Notstand aus. Ziehen an einem gemeinsamen Strang. Das sollte unter Grünen – (Ex-) Parteifreunden doch machbar sein. Und nachdem die Mehrheit im neuen Stadtrat einen gemeinsamen Bürgermeister hat, ist alles möglich. Deal😉?
Feuer in der Feuerschale statt Licht mit Steckdosenstrom. Ich zermatere mir das Hirn, aber ich komm nicht drauf, warum Holzverbrennung für die Welt besser ist als LED Birnen.
Nicht besser, aber romantischer!