Das Ensemble „Hackbrettivo" begeisterte im Gimplkeller

Es war ein in jeder Hinsicht ungewöhnlicher Abend im Gimplkeller in Wasserburg. Schon alleine, dass ein Hackbrettkonzert den Saal bis auf den letzten Platz füllt. Dazu das Versprechen eines Programms von Barock bis Rock’n’Roll, das das Ensemble Hackbrettivo ohne Einschränkungen gehalten hat.

Es waren große Namen dabei: Mozart, Purcell, Lehár, Beatles, Morricone, ABBA, um nur einige zu nennen. Dazu Volksweisen aus aller Welt, von Mongolei bis Alpenland. Mit genialen (meist eigenen) Arrangements und virtuosem, mal gefühlvollem, mal mitreißend spritzigem Spiel ließen die vier jungen Musikerinnen und Musiker vergessen, dass sie Stücke vortrugen, die ursprünglich für unterschiedlichste Besetzungen wie Blasensemble, Flöte und Orchester oder Klavier und Cello komponiert worden waren.

Alles funktionierte mit vier Hackbrettern und klang, als hätte es nie anders sein sollen. Die Beherrschung der Instrumente, das perfekte Zusammenspiel und die sichtliche Freude am Musizieren, in Kombination mit der charmanten Moderation, mit der die Vier durch den Abend führten, sicherten ihnen die Begeisterung des Publikums. Bei einem so vielseitigen und kurzweiligen Programm vergingen eineinhalb Stunden wie im Fluge, und nachdem das Publikum manche bekannte Melodie mitgesummt hatte, bei den peppigen Stücken am liebsten mitgetanzt hätte, wenn der Platz dafür gereicht hätte, gab es mit einem irischen Stück einen fulminanten und sprühenden „Rausschmeißer“, auch wenn das Publikum gerne noch mehr gehört hätte.

Es waren sich alle einig: Es soll ein nächstes Mal geben.

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