Von unserer Partner-Fahrschule Eggerl: Das Verkehrsthema der Woche (305)

Mit den ersten milden und feuchten Nächten beginnt vielerorts die Wanderzeit von Kröten, Fröschen, Molchen und Co. Sobald die Temperaturen dauerhaft über etwa fünf Grad liegen und es regnet, machen sich die Tiere auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Besonders aktiv sind sie dabei in den Abend- und Nachtstunden.
Auf ihrer Wanderung müssen Amphibien oft Straßen überqueren – für viele Tiere endet dieser Weg leider tödlich. Für Verkehrsteilnehmer ist das Risiko zunächst nicht immer offensichtlich, denn die Tiere sind klein, dunkel gefärbt und bei Nacht oder Regen schwer zu erkennen.
Wichtig: Geschwindigkeit anpassen
Eine wichtige Rolle spielt dabei die Geschwindigkeit. Viele Amphibien sterben nicht direkt durch das Überfahren mit den Reifen, sondern durch die Druckverhältnisse unter dem Fahrzeug. Während sich an der Fahrzeugfront ein Überdruck aufbaut, entsteht unter dem Auto ein Unterdruck. Fährt ein Fahrzeug mit höherer Geschwindigkeit über ein Tier hinweg, führt der schnelle Wechsel dieser Druckverhältnisse häufig zum Tod. Untersuchungen zeigen, dass bereits bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h ein Großteil der Tiere diese Belastung nicht überlebt.
Die wichtigste Maßnahme zum Schutz der Amphibien ist deshalb eine möglichst geringe Geschwindigkeit. Fachleute gehen davon aus, dass bei etwa 30 km/h oder weniger die Überlebenschancen deutlich steigen. Natürlich gilt dabei immer: Nur so stark abbremsen, wie es die Verkehrssituation gefahrlos zulässt.
Nicht nur Tiere, sondern auch Menschen schützen
Langsamer zu fahren, dient auch der eigenen Sicherheit. Dort, wo viele Tiere überfahren wurden, kann die Fahrbahn – besonders bei Regen – sehr rutschig werden. Gerade für Motorradfahrer besteht hier erhöhte Sturzgefahr.
An besonders bekannten Wanderstrecken werden Autofahrer mit dem Gefahrzeichen „Amphibienwanderung“ gewarnt. Oft sind dort auch freiwillige Helfer unterwegs, die Zäune aufstellen, Tiere in Sammelbehälter einsammeln und über die Straße tragen. Verkehrsteilnehmer sollten in solchen Bereichen besonders aufmerksam fahren und damit rechnen, dass sich Menschen am Fahrbahnrand oder sogar auf der Straße befinden.
Unser Tipp: Wenn Sie das Warnschild „Amphibienwanderung“ sehen oder wissen, dass eine Straße entlang eines Gewässers verläuft, sollten Sie die Geschwindigkeit angemessen reduzieren. Damit schützen Sie nicht nur Frösche und Kröten, sondern auch die freiwilligen Helfer, die vielerorts unterwegs sind.
Übrigens: Naturschutzverbände freuen sich während der Wanderzeit regelmäßig über Unterstützung. Wer helfen möchte, kann sich beispielsweise beim BUND Naturschutz oder NABU sowie bei der örtlichen Gemeinde informieren.
Foto: Eggerl
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