Gestern Mittag auf der A8: Am Irschenberg prallen zwei Busse zusammen - Großeinsatz der Feuerwehren

Gestern Mittag ereignete sich auf der A8 im Bereich Irschenberg, Fahrtrichtung Salzburg, ein schwerer Verkehrsunfall. Beteiligt waren zwei Reisebusse aus Hessen sowie ein Pkw. Ersten Erkenntnissen zufolge befuhren die beiden Reisebusse die A8 von München herkommend in Richtung Salzburg auf dem rechten Fahrstreifen. Ein Pkw mit niederländischer Zulassung wollte an der Anschlussstelle Irschenberg in Fahrtrichtung Salzburg auf die BAB einfahren. Auf dem Beschleunigungsstreifen fuhr vor dem Niederländer vermutlich ein weißer Pkw. Dieser bremste und in der Folge zog der Niederländer nach links auf die durchgängige Fahrbahn.

Von hinten näherte sich der erste Reisebus. Dieser konnte einen Zusammenstoß mit dem Niederländer mittels Bremsvorgangs abmildern, touchierte jedoch den Niederländer im Heckbereich.

Aufgrund der Vollbremsung des ersten Reisebusses konnte der nachfolgende, zweite Reisebus eine Kollision mit dem vorausfahrenden Bus nicht mehr verhindern und es kam zum Zusammenstoß.

Hierbei wurde ein minderjähriger Businsasse des auffahrenden Reisebusses eingeklemmt und musste durch die Feuerwehr befreit werden. Der Junge wurde durch einen Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus verbracht.

Bei dem Unfall wurde ebenfalls der Busfahrer des auffahrenden Busses schwer verletzt und ins nächstgelegene Krankenhaus zur stationären Behandlung gebracht. Ambulant wurden zwei weitere Schüler in umliegende Krankenhäuser gebracht und dort versorgt, aber am selben Tag noch entlassen.

Vor Ort wurden durch den Rettungsdienst mindestens zwei weitere Personen behandelt.

Die BAB A8 war in dem Bereich für dreieinhalb Stunden teilweise komplett gesperrt.

Die beiden beschädigten Busse wurden geborgen und abgeschleppt. Die Businsassen wurden durch die Feuerwehr mit einem Bus nach Irschenberg in die örtliche Turnhalle gebracht und dort durch den Rettungsdienst versorgt und betreut.

Im Anschluss wurden durch das Busunternehmen Ersatzbusse organisiert, welche die Schüler und Lehrer wieder abholten und mit denen sie die Reise fortsetzen konnten.

Der niederländische Fahrzeugführer fuhr zunächst weiter und konnte im Zuge einer Fahndung von Kräften der Polizei Brannenburg im Bereich Kiefersfelden angetroffen werden.

Ermittlungen zur genauen Unfallursache laufen aktuell noch.

An beiden Bussen entstand Totalschaden. Die Schadenssumme wird auf zirka 500.000 Euro geschätzt. Im Einsatz befanden sich zahlreiche Rettungsdienstkräfte, Feuerwehrkräfte der umliegenden Feuerwehren, zwei Rettungshubschrauber, ein Polizeihubschrauber, Streifen der Polizei Miesbach, der Autobahnpolizei Holzkirchen und der Verkehrspolizei Rosenheim.

Sollte jemand Beobachtungen zu dem Unfallhergang gemacht haben, bittet die Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim um Mitteilung unter 08035/9068-110.

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