Jetzt bleiben Wasserburg noch vier Spiele, um die Chance auf die Playoffs zu wahren

Im direkten Duell zweier unmittelbarer Tabellennachbarn der 2. Bundesliga mussten sich Wasserburgs Basket-Damen bei den Sharks Würzburg knapp mit 66:71 geschlagen geben. Vor der Partie rangierten die Innstädterinnen auf Platz vier, Würzburg direkt dahinter auf Rang fünf – entsprechend groß war die Bedeutung des Aufeinandertreffens im Kampf um die Playoff-Plätze.

Dabei erwischten zunächst die Gastgeberinnen aus Würzburg den deutlich besseren Start. Wasserburg wirkte in den ersten Minuten noch nicht richtig im Spiel und sah sich nach zwei Minuten mit einem 0:7-Rückstand konfrontiert. Doch danach änderte sich das Bild schlagartig. Die Gäste fanden ihren Rhythmus, verteidigten aggressiver und nutzten ihre Chancen im Angriff konsequent. In der sechsten Minute gelang beim 9:8 erstmals die Führung. Bis zum Ende des ersten Viertels entwickelte sich daraus ein beeindruckender Lauf: Nach dem frühen Rückstand legte Wasserburg ab Minute zwei einen 21:3-Run hin und ging mit einer verdienten 21:10-Führung in die erste Pause.

Im zweiten Abschnitt entwickelte sich dann ein deutlich ausgeglicheneres Spiel. Beide Teams fanden immer wieder gute Lösungen in der Offensive, während die Verteidigungsreihen phasenweise Schwierigkeiten hatten, den Rhythmus des Gegners zu brechen. Würzburg hatte in einigen Phasen leichte Vorteile und konnte den Rückstand zwischenzeitlich verkürzen, doch Wasserburg hielt dagegen und bewahrte die Kontrolle über das Spiel. Zur Halbzeit stand ein 39:30 aus Sicht der Gäste auf der Anzeigetafel.

Nach dem Seitenwechsel begann Würzburg jedoch, den Druck merklich zu erhöhen. Die Gastgeberinnen verteidigten nun deutlich intensiver, zwangen Wasserburg häufiger zu schwierigen Abschlüssen und arbeiteten sich Punkt für Punkt näher heran. Der Vorsprung der Gäste schmolz langsam, während Würzburg offensiv zunehmend Selbstvertrauen gewann. Wasserburg stemmte sich zwar gegen das Momentum, konnte den Lauf der Sharks aber nicht dauerhaft stoppen.

So ging es mit nur noch vier Punkten Vorsprung für die Gäste in die letzte Viertelpause – 48:44.

Im Schlussabschnitt kippte die Partie schließlich. In der 32. Minute übernahmen die Würzburgerinnen beim 49:48 erstmals seit der Anfangsphase wieder die Führung. Wasserburg hatte nun Mühe, offensiv den gleichen Rhythmus wie zu Beginn der Partie zu finden, während Würzburg immer wieder wichtige Treffer landete und den Vorsprung zwischenzeitlich auf bis zu sieben Punkte ausbaute.

Doch entschieden war das Spiel damit noch nicht. Wasserburg kämpfte sich in einer spannenden Schlussphase noch einmal zurück und verkürzte in der 39. Minute auf 66:67. Die Chance auf die erneute Führung war da, doch sie blieb ungenutzt. Stattdessen behielt Würzburg in den entscheidenden Momenten die Nerven und zeigte sich vor allem von der Freiwurflinie äußerst treffsicher. Mit sicher verwandelten Freiwürfen machten die Gastgeberinnen schließlich den Deckel auf die Partie und sicherten sich den 71:66-Endstand.

Durch die Niederlage wird die Situation im Kampf um die oberen Tabellenplätze nun enger. Würzburg zieht mit einem Sieg Vorsprung an Wasserburg vorbei und übernimmt Rang vier. Ein kleiner Trost bleibt jedoch: Sollten beide Teams nach den insgesamt 22 Spieltagen punktgleich abschließen, würde Wasserburg den direkten Vergleich für sich entscheiden.

Noch vier Spiele bleiben in der Hauptrunde, um die Chancen auf die Playoffs zu wahren. Am kommenden Wochenende hat Wasserburg zunächst spielfrei, bevor danach eine besonders schwierige Aufgabe wartet: Auswärts beim Tabellenführer in Bad Homburg. Dort haben die Innstädterinnen noch eine Rechnung offen – und werden alles daran setzen, mit einem Sieg im Kampf um die Playoffplätze weiter ein gewichtiges Wort mitzureden.

Es spielten:

Neseya Parker-Williams (17 Punkte, 15 Rebounds),

Manuela Scholzgart (17 Punkte, 2 Rebounds, 2 Assists),

Tess Santos (12 Punkte, 6 Rebounds),

Hayley Smith (11 Punkte, 4 Rebounds),

Alejandra Mastral (9 Punkte, 8 Rebounds, 5 Assists, 5 Steals),

Marlene Stechl (2 Assists),

Ira Weymar (4 Rebounds).

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