Letztes Hauptrunden-Wochenende der zweithöchsten Eishockey-Liga Deutschlands
Das letzte Hauptrunden-Wochenende der zweithöchsten Eishockey-Liga Deutschlands steht an. Die Starbulls sind am morgigen Freitag zum Derby beim EV Landshut zu Gast und empfangen dann am späten Sonntag-Nachmittag die Blue Devils Weiden zum Heimspiel im ROFA-Stadion.
Für beide Gegner lief die Saison nach erfolgreichem Start alles andere als wunschgemäß – und beide Kontrahenten stehen zwei Spieltage vor Schluss nun unter Zugzwang.
Die Starbulls, die als Tabellendritter auf eine bislang herausragende Saison blicken, wollen sich mit seriösen Auftritten und weiteren Siegen ein gutes Gefühl für die am 17. März beginnenden Playoffs holen.
Der EV Landshut war am 16. Spieltag Mitte November noch Tabellenführer, danach ging es stetig nach unten bis auf Tabellenrang acht. Mit sechs Punkten am vergangenen Wochenende (6:3 in Bietigheim, 5:2 gegen Kaufbeuren) holten sich die Niederbayern noch einmal die kleine Chance auf die direkte Qualifikation für das Playoff-Viertelfinale. Der Rückstand auf Tabellenrang sechs und die Eisbären Regensburg beträgt fünf Zähler. Bei nur drei Punkten Vorsprung auf die Düsseldorfer EG muss die Mannschaft von Chefcoach Uwe Krupp aber wohl auch im Hinblick auf den Heimvorteil in den Pre-Playoffs noch punkten. Am letzten Spieltag ist der EVL beim Tabellenzweiten in Kassel zu Gast.
Rosenheimer Wochenend-Gegner brauchen Punkte
Die Blue Devils Weiden rangierten bis Weihnachten stabil in den Pre-Playoff-Rängen. Seither gab es in 26 Spielen aber nur noch fünf Siege. Über die gesamte Spielzeit kämpften die Oberpfälzer mit Verletzungspech. Ende Januar musste Cheftrainer Sebastian Buchwieser gehen, Sportdirektor Jürgen Rumrich übernahm interimsweise. Mitte Februar wurde Alan Letang als Trainer verpflichtet. Unter dem 50-jährigen Kanadier gab es 3:4-Shoutout-Niederlagen in Regensburg und gegen Düsseldorf und 2:5-Pleiten gegen Bietigheim und in Crimmitschau.
Weiden muss in die Ausscheidungsspiele um den Klassenerhalt und braucht trotzdem noch Punkte – zumindest für den Heimvorteil in der ersten Playdown-Runde. Denn die aktuell punktgleichen Bad Nauheimer haben das bessere Torverhältnis, der EHC Freiburg steht als Tabellenelfter vier Zähler besser da.
Zum Ende der Transferfrist Anfang März haben die Blue Devils jüngst noch drei Spieler aus der Oberliga Süd verpflichtet: Von den Erding Gladiators kam Stürmer Dennis Miller nach Weiden, vom SC Riessersee Stürmer Quirin Glas-Bader und Ex-Starbulls-Torhüter Patrik Mühlberger.
Starbulls nur noch mit Minimal-Chance auf Tabellenrang zwei
Die Starbulls sind seit Anfang November unter den Top Vier der Tabelle und seit nunmehr 21 Spieltagen durchgehend Dritter. Am letzten Sonntag waren sie drauf und dran, sogar noch einmal berechtigt auf den zweiten Platz in der Endabrechnung spekulieren zu können. Doch trotz hochkarätiger Rosenheimer Chancen in der Schlussphase blieb es im Topspiel bei den Kassel Huskies beim 2:2 – und in der Verlängerung holten sich die Nordhessen den Zusatzpunkt.
Bei einem Rückstand von fünf Punkten auf Kassel und dem schlechteren Torverhältnis (plus 42 gegenüber plus 54) sind die Huskies bei noch zwei ausstehenden Spieltagen von den Starbulls kaum noch einzuholen. Nur eine Kasseler Nullrunde in Bad Nauheim und gegen Landshut und gleichzeitig ein Rosenheimer Sechs-Punkte-Wochenende würden noch einen Machtwechsel im Klassement hinter Spitzenreiter Krefeld bedeuten.
Wer wird Rosenheims Playoff-Gegner im Viertelfinale?
Als zu erwartender Tabellendritter würden die Starbulls im Playoff-Viertelfinale (Beginn der Best-of-Seven-Serie am Dienstag, 17. März, im ROFA-Stadion) auf den Tabellensechsten treffen – momentan sind dies die Eisbären Regensburg. In der „Verlosung“ sind aber auch noch die vier Zähler besser als Regensburg dastehenden Bietigheim Steelers sowie die drei Punkte dahinter lauernden Lausitzer Füchse.
Theoretisch könnte auch der fünf Punkte hinter Regensburg rangierende EV Landshut noch Sechster werden – aber nur, wenn die Konkurrenz mächtig patzen und die Starbulls am Freitag in der VR-Bank Landshut Arena leer ausgehen würden. Der Rosenheimer Plan ist aber natürlich eine Fortsetzung der positiven Derby-Serie. Alle drei bisherigen Saisonvergleiche mit dem EVL gewannen die Starbulls: 4:3 nach Verlängerung und 3:0 zuhause, 4:3 nach regulärer Spielzeit auswärts.
„Wir wollen auch das vierte Derby gewinnen – keine Frage. Aber Landshut ist jetzt deutlich stärker als in den vergangenen Duellen. Sie brauchen Punkte. Es wird hart und ich erwarte ein Spiel auf Playoff-Niveau“, blickt Starbulls-Cheftrainer Jari Pasanen auf das letzte Auswärtsspiel der Hauptrunde am Freitag voraus, bei dem die Starbulls einmal mehr auf stimmgewaltige grün-weiße Fanunterstützung am Landshuter Gutenbergweg zählen können.
Keine neuen, personellen Optionen für Jari Pasanen
Bei den Starbulls fehlen weiterhin die verletzten Stürmer Lewis Zerter-Gossage, Jordan Taupert und Johannes Achatz sowie Verteidiger Maximilian Vollmayer (krank). Topscorer Scott Feser musste krankheitsbedingt ebenfalls mit dem Training aussetzen, wird aber wohl spielen können. Die Premiere des jüngst noch lizensierten Wyatt Schingoethe im Starbulls-Trikot wird es am Wochenende nicht geben, der Trainingsrückstand des 23-jährigen US-Amerikaner ist laut Jari Pasanen noch zu groß.
Beim Derby in Landshut setzt der Rosenheimer Headcoach aller Voraussicht nach auf Oskar Autio im Tor und würde dann auf den finnischen Stürmer Teemu Pulkkinen verzichten.
Liveübertragungen von den beiden letzten Hauptrundenspielen der Starbulls am Freitag beim EV Landshut (19:30 Uhr) und am Sonntag zuhause gegen die Blue Devils Weiden sind bei www.sporteurope.tv buchbar. Eintrittskarten für das Rosenheimer Heimspiel am Sonntag um 17 Uhr sind online auf www.starbulls.de/tickets und ab 15 Uhr an der Kasse am ROFA-Stadion erhältlich.
Playoff-Start für die Starbulls voraussichtlich am 17. März
Da alle sieben DEL2-Partien des letzten Hauptrundenspieltags einheitlich um 17 Uhr beginnen, sollte das für die Playoff-Paarungen relevante Abschlussklassement am Sonntagabend schon kurz nach Spielende im ROFA-Stadion bekannt sein. Der bereits feststehende Hauptrunden-Gewinner Krefeld und der Tabellenzweite, mutmaßlich Kassel, müssen auf ihre Viertelfinalgegner dann aber noch warten, bis die auf den Rängen sieben bis zehn platzierten Teams die Pre-Playoff-Runden (Modus Best of Three) absolviert haben.
Die Viertelfinal-Duelle, an denen die beiden Pre-Playoff-Sieger beteiligt sind, beginnen erst am Mittwoch, 18. März, die Serien des Tabellendritten gegen den Sechsten und des Vierten gegen den Fünften bereits einen Tag davor am 17. März.
Fotos: Starbulls Presse vom Landshut-Match in Rosenheim im Dezember
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