Straffes Programm steht den Eishockey-Cracks aus Rosenheim bevor - Berührende Geste
Drei Aufgaben unterschiedlicher Couleur warten auf die Starbulls Rosenheim in der DEL2 an den bevorstehenden Faschingsabenden. Los geht es mit dem Heimspiel am morgigen Freitag um 19.30 Uhr im ROFA-Stadion gegen die hart am Strich um die direkte Playoff-Qualifikation kämpfenden Lausitzer Füchse.
Am kommenden Sonntag treten die Grün-Weißen beim abgeschlagenen, aber keinesfalls ungefährlichen Tabellenschlusslicht in Kaufbeuren an.
Am Faschingsdienstag schließlich geben die zum Angriff auf die Tabellenspitze blasenden Kassel Huskies ihre Visitenkarte an der Mangfall ab. Die Rosenheimer Eishockeyspieler wollen Punkte einfahren, um den dritten Tabellenplatz zu verteidigen und im Hinblick auf das Playoff-Viertelfinale das Heimrecht abzusichern.
Am Dienstag ging in der DEL2 die 44. Runde über die Bühne – allerdings nur mit fünf von sieben Partien. Die Starbulls waren, wie auch ihr nächster Gegner aus Weißwasser, nur in der Zuschauerrolle. Denn die entsprechende Spieltagspartie der Lausitzer Füchse gegen Krefeld (3:4 nach Shootout) wurde bereits Mitte November ausgetragen, das Rosenheimer Heimspiel gegen Kassel hingegen findet eine Woche versetzt am Faschingsdienstag statt.
An Kleinigkeiten feilen
Die Ravensburg Towerstars (Tabellenrang vier) konnten dank eines 6:2-Heimerfolgs den Abstand auf die Starbulls in der Tabelle auf sechs Punkte verkürzen. Der Rosenheimer Vorsprung auf den Tabellenfünften Eisbären Regensburg (am Dienstag 6:2-Sieger gegen Bad Nauheim) ist mit elf Zählern noch sehr komfortabel. Die Grün-Weißen sind also in Richtung Playoff-Heimrecht auf Kurs.
Cheftrainer Jari Pasanens Aufmerksamkeit gilt allerdings nicht der Tabelle: „Viele Teams wollen das Heimrecht im Playoff. Für mich macht es jetzt keinen Sinn darauf zu schauen und zu rechnen. Wir müssen jetzt an den Kleinigkeiten feilen, insbesondere bei den Laufwegen und im Puck-Management. Gegen Krefeld sind alle vier Gegentore wegen solcher Kleinigkeiten gefallen, die nicht gepasst haben. Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden. Wir haben gut gespielt und die Mannschaft ist fit.“
Weiße Weste gegen Freitagsgegner Weißwasser
Die Lausitzer Füchse, die am Freitag im ROFA-Stadion zu Gast sind, haben ihren früheren Ruf als Rosenheimer Angstgegner in der laufenden Spielzeit bisher nicht bestätigen können. Die Starbulls haben gegen den Kontrahenten aus dem nordöstlichen Zipfel Sachsens bislang eine weiße Weste: 4:2 und 5:2 lauteten die beiden Auswärtsergebnisse aus Rosenheimer Sicht, 4:2 gewannen die Grün-Weißen das erste Heimspiel.
Der „DEL2-Dino“ aus Weißwasser holte aus den letzten drei Spielen allerdings alle neun möglichen Punkte und machte dabei echte „Big Points“ gegen die Konkurrenz aus Crimmitschau und Weiden. Mit elf Punkten Vorsprung ist das Polster auf die Playdown-Region inzwischen beruhigend dick, aber natürlich spekuliert das Team von Chefcoach Christof Kreuzer noch auf die direkte Playoff-Qualifikation. Der Rückstand auf Tabellenrang sechs beträgt momentan vier Zähler.
Sonntag in Kaufbeuren: Schlusslicht im Aufwind
Gegen den ESVK Kaufbeuren holten die Starbulls bisher acht von neun möglichen Punkten: Im ersten Heimspiel Mitte Oktober gab es ein 3:2 nach Verlängerung, auswärts gelang Ende November ein 8:2-Kantersieg und im zweiten Heimspiel Anfang Januar behielten die Grün-Weißen mit 3:0 die Oberhand.
Als abgeschlagenes Tabellenschlusslicht kämpft der ESVK dennoch um jeden Punkt, um in der Endabrechnung nicht mehr als 20 Zähler hinter einem potenziellen Playdowngegner einzulaufen. Denn dann bräuchte der Kontrahent nur zwei Siege zum Rundengewinn, Kaufbeuren hingegen vier – ein gravierendes Handicap.
Am Dienstag setzten die Allgäuer trotz erneut zahlreicher Ausfälle ein Ausrufezeichen und schlugen den EV Landshut mit 6:4. Für viel Schwung und zwei Tore sorgte die „Münchner Reihe“ mit Nikolaus Heigl, Philipp Krening und Vadim Schreiner.
In Kaufbeuren hofft man nun auf weiteren Aufwind, auf die Rückkehr weiterer Leistungsträger und auf den vor drei Wochen erneut als Chefcoach installierten Leif Carlsson. Bereits in der Vorsaison stieß der 60-jährige Schwede im Januar zum Team und führte es zum Klassenerhalt – damals war die tabellarische Ausgangssituation allerdings weniger kritisch.
Heimspiel am Faschingsdienstag gegen starke Kassel Huskies
Mit den Kassel Huskies haben sich die Starbulls im bisherigen Saisonverlauf erst zwei Mal duelliert und jeweils nach einer 2:2-Punkteteilung die Verlängerung für sich entschieden. Spektakulär war dabei das „Fotofinish“ im ersten Heimspiel am 24. Oktober: Die Starbulls lagen 1:2 zurück und kassierten zehn Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit eine Strafzeit. Trotz Bully in der eigenen Zone schaffte Maximilian Adam das Kunststück, den Puck auf der anderen Seite noch zum 2:2-Ausgleich über die Linie zu bugsieren – eine Zehntelsekunde, bevor die Sirene ertönte. In der Overtime sorgte schließlich Shane Hanna für Ekstase unter den Rosenheimer Fans.
Huskies-Headcoach Woodcroft und Stürmer Daugavins bei Olympia
Die Huskies werden entsprechend motiviert sein, sich für dieses Drama nun am Faschingsdienstag an gleicher Stelle zu revanchieren – allerdings ohne Headcoach Todd Woodcroft. Der 53-jährige Kanadier ist im Trainerteam der slowakischen Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen aktiv und wird von Assistenz-Coach Petteri Väkiparta vertreten. Huskies-Stürmer Kaspars Daugavins, dem allerdings in 17 DEL2-Einsätzen erst drei Treffer gelangen, ist ebenfalls in Mailand. Er spielt im Eishockey-Nationalteam Lettlands beim olympischen Turnier.
Der Kasseler Kader hat wie stets in den letzten Jahren enorme Qualität und Breite. Die Nordhessen feierten zuletzt fünf Siege in Folge und stehen mit zehn Punkten Vorsprung auf die Starbulls auf dem zweiten Tabellenplatz. Der Aufstieg in die DEL ist das erklärte Ziel der Huskies, die auch noch gute Chancen haben, die Krefeld Pinguine in der Hauptrunde als Spitzenreiter abzufangen. Der Rückstand beträgt sechs Zähler, das aber bei noch einem Spiel weniger als der Kontrahent vom Niederrhein.
Zum Heimspiel gegen Kassel wird die Familie des im September 2025 im Alter von 38 Jahren verstorbenen Ex-Starbulls-Stürmers Wade McLeod im ROFA-Stadion zu Gast sein. Seine Kinder werden den Puck zur symbolischen Spieleröffnung einwerfen.
Eintrittskarten für die Rosenheimer Heimspiele sind am Spieltag jeweils ab 17.30 Uhr an der Stadionkasse erhältlich, können aber auch jederzeit bequem online auf www.starbulls.de/tickets gebucht werden.
Foto: Starbulls / Peter Lion
Schaufenster


Hinterlassen Sie einen Kommentar