Platz eins gegen Platz drei: Aufstiegs-Favorit Krefeld zu Gast bei den Starbulls

Noch elf Spiele absolvieren die Starbulls Rosenheim in der DEL2 bis zum Ende der Hauptrunde. Am kommenden Sonntag messen sich die Grün-Weißen im heimischen ROFA-Stadion mit dem Aufstiegs-Favoriten Krefeld Pinguine. Das Topspiel zwischen dem Tabellendritten und dem Spitzenreiter beginnt um 17 Uhr.

Starbulls-Cheftrainer Jari Pasanen bezeichnet es als schöne und wichtige Standortbestimmung, fordert aber zunächst vollen Fokus auf Freitag und einen seriösen Auswärtsauftritt seiner Mannschaft gegen die Eispiraten Crimmitschau am morgigen Freitag.

Das erste Gastspiel im Kunsteisstadion Crimmitschau Ende November gewannen die Starbulls 3:0. In den beiden Heimspielen gegen die Westsachsen ging es knapper zu (1:2 und 4:3, jeweils nach regulärer Spielzeit). Die Eispiraten standen über Weihnachten und Neujahr souverän auf Tabellenrang fünf, ehe es im Januar nach unten ging. Aus den bisher zehn Spielen im neuen Jahr holte das Team von Cheftrainer Jussi Toures nur acht Punkte.

Die Eispiraten kämpfen seit Saisonbeginn mit verletzungsbedingten Ausfällen und mussten auch in den vergangenen Wochen abwechselnd auf wichtige Spieler verzichten. Zuletzt traf es Topscorer Corey Mackin und Kapitän Dominic Walsh.

Pasanen fordert vollen Fokus auf Auswärtsspiel in Crimmitschau

Nach der 2:6-Derbyniederlage letzten Sonntag sind die Crimmitschauer auf dem zehnten Tabellenrang angekommen – der Vorsprung auf die Playdownzone beträgt noch fünf Zähler. „Sie haben zwar verloren, aber richtig gut gespielt. Sie haben Ausfälle, aber sie brauchen Punkte. Wir müssen konzentriert und fokussiert auf das Spiel am Freitag sein und brauchen an Sonntag überhaupt noch nicht zu denken“, fordert Starbulls-Cheftrainer Jari Pasanen einen rundum seriösen Auftritt seiner Mannschaft in Crimmitschau ein, nachdem sein Team zuletzt auswärts zweimal ohne Punkte blieb (0:1 in Regenburg, 1:3 in Weiden).

Richtig große Abstände in der Tabelle haben die Starbulls sowohl über sich (Platz zwei, Kassel, zehn Punkte) als auch unter sich (Rang vier, Ravensburg, zehn Punkte). Geht da noch was nach vorne oder ist das ungefährdete Einlaufen hinter dem Spitzenduo in der Endabrechnung das erklärte Ziel? Die Frage lässt den Rosenheimer Chefcoach Jari Pasanen kalt: „Wir konzentrieren uns darauf, unser Spiel weiter zu verbessern und Defizite abzustellen. Nur darum geht es in der jetzigen Phase. Ob ein Team hinter uns einen super Lauf bekommt und alles gewinnt oder jemand vor uns schwächelt, können wir eh nicht beeinflussen“.

Sonntags-Gegner Krefeld seit 16 Partien in regulärer Spielzeit unbesiegt

Auf das Topspiel am Sonntag zuhause gegen den DEL2-Spitzenreiter freut sich Pasanen: „Es ist immer eine schöne und tolle Sache, sich mit dem Besten messen zu dürfen. Krefeld ist die Crème de la Crème der Liga, das ist zehn Spieltage vor Schluss eine echte Standortbestimmung für uns.“

Seit Anfang Dezember und inzwischen 21 Spieltage lang sind die Krefeld Pinguine Tabellenführer der DEL2. Derzeit haben die Samt- und Seidenstädter eine Ausbeute von 2,26 Zählern pro Partie im Schnitt, einen Vorsprung von neun Punkten auf Verfolger Kassel Huskies und von 18 Zählern auf die drittplatzierten Starbulls. Die bisher erzielten 163 Krefelder Treffer (Rosenheim 127) sind Ligabestwert, bisher kassierte 97 Gegentreffer werden dagegen von den Starbulls (94 Gegentore) noch leicht unterboten.

Krefeld ohne Dybowski und ohne Headcoach Popiesch

Seit 16 Spielen bzw. seit 19. Dezember (1:2 gegen Bietigheim) ging der Spitzenreiter kein einziges Mal ohne Punkte vom Eis. In diesem Zeitraum gab es lediglich zwei Shootout-Niederlagen – 3:4 gegen die Starbulls am zweiten Weihnachtsfeiertag und 2:3 in Bad Nauheim am vergangenen Freitag. Bei der Partie in der hessischen Kurstadt kassierte Krefelds Headcoach Thomas Popiesch wegen Schiedsrichterbeleidigung eine Spieldauer-Disziplinarstrafe, in deren Folge er für drei Meisterschaftsspiele gesperrt wurde. Er wird daher auch beim Spitzenspiel im ROFA-Stadion von seinem Co-Trainer Steffen Ziesche vertreten.

Pinguins-Verteidiger Zack Dybowski, vergangenen Saison noch im Trikot der Starbulls, fehlt am Sonntag ebenfalls. Er bekam für einen Check gegen den Kopf an Weidens Fabian Voit im letzten Krefelder Heimspiel eine Sperre für zwei Partien auferlegt.

Laub kehrt ins Team zurück, Autio hütet das Rosenheimer Tor

Im Line-up der Starbulls ist nur eine einzige Änderung im Vergleich zur Vorwoche geplant: Lukas Laub kehrt endlich ins Team zurück auf die Position neben C.J. Stretch und Ville Järvelainen (Sebastian Zwickl ist mit dem U19-Nationalteam beim Fünf-Nationen-Turnier in Finnland). Christopher Kolarz konnte noch nicht trainieren, sodass Oskar Autio das Rosenheimer Tor hüten wird. Joel Keussen war im Training wieder mit auf dem Eis, für ein Comeback aber ist es wohl noch zu früh.

Unter dem Motto Nachhaltigkeit

Im Rahmen des Heimspiels gegen die Krefeld Pinguine beteiligen sich die Starbulls Rosenheim am ligaweiten Nachhaltigkeitswochenende. Im Fokus steht verantwortungsvolles Handeln im Profisport. Bereits im Vorfeld ruft eine „Carpool-Challenge“ Fans dazu auf, Fahrgemeinschaften zu bilden und Emissionen zu reduzieren. Im Stadion können sich alle Zuschauer an einer spannenden QR-Code-Rallye mit Gewinnspiel beteiligen und an verschiedenen Stationen Nachhaltigkeit interaktiv erleben.

Unter dem Motto „Herzblut für das Eishockey – Leidenschaft für die Zukunft“ setzen die Starbulls und die DEL2 ein klares Zeichen für nachhaltiges Engagement, passend zur langfristigen Strategie der Starbulls mit Ressourcen schonenden Maßnahmen wie Mehrwegbechern, E-Tickets, LED-Beleuchtung, recycelten Stadionsitzen und Elektrofahrzeugen.

Eintrittskarten für das Topspiel gegen die Krefeld Pinguine sind auf www.starbulls.de/tickets erhältlich, hier können stets auch kurzfristig noch einzelne Sitzplatzkarten aus dem Resale verfüg- und buchbar werden.

Letzte Stehplatz-Karten für Kurzentschlossene gibt es ab 15 Uhr an der Tageskasse am ROFA-Stadion.

Foto: Starbulls / Schirmer

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