Herbstkonzert der Trachtenblaskapelle Ramsau begeisterte an zwei Abenden

An zwei stimmungsvollen Konzertabenden  lud die Trachtenblaskapelle Ramsau zu ihrem traditionellen Herbstkonzert in den Bürgersaal Haag ein. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher folgten der Einladung und erlebten ein musikalisch vielseitiges Programm, das sowohl durch klangliche Qualität als auch durch die starke Einbindung des musikalischen Nachwuchses überzeugte.

Den Auftakt gestalteten an beiden Abenden die Nachwuchsensembles des Vereins. Am Freitag eröffneten die Jungbläser, am Samstag die Jugendblaskapelle Ramsau – beide unter der Leitung von Verena Knollhuber – das Konzert mit jeweils zwei Stücken. Besonders das zweite Werk fand große Beachtung: Ein Lied aus dem diesjährigen Kindermusical „S’Katzerl is davo!“, das im Juni diesen Jahres aufgeführt worden war. Mit diesem musikalischen Rückblick zeigten die jungen Musikerinnen und Musiker, wie viel Spielfreude und Ausdruckskraft bereits im Nachwuchs vorhanden ist.

Im Hauptteil übernahm die Trachtenblaskapelle Ramsau unter der Leitung von Robert Liebl das musikalische Geschehen. Eröffnet wurde das Konzert mit dem kraftvollen Konzertmarsch „Sympatria“, der mit klarer Struktur und feierlichem Charakter einen gelungenen Einstieg bot. Mit „Slawischer Tanz“ von Antonín Dvořák folgte ein Werk voller rhythmischer Energie und folkloristischer Anklänge, bevor „A Ship in the Mist“ von Rossano Galante mit dichten Klangfarben und spannungsvollen Passagen eine eher mystische Atmosphäre erzeugte. Der „Panorama Marsch“ von Thomas G. Greiner überzeugte anschließend mit seiner ausgewogenen Mischung aus traditioneller Marschform und moderner Klangsprache.

Nach der Pause zeigte die Kapelle ihre Vielseitigkeit nochmals besonders eindrucksvoll. Mit „Centuria“ von James Swearingen erklang ein sinfonisches Werk voller Kontraste, das sowohl kraftvolle als auch lyrische Momente vereinte. Filmmusikalische Höhepunkte setzte anschließend „How To Train Your Dragon“ von John Powell. Die eindrucksvolle Auswahl mehrerer zentraler Themen aus „Drachen zähmen leicht gemacht“ überzeugte mit großen Klangbögen, rhythmischer Kraft und lyrischen Momenten und erfreute sich großer Beliebtheit im Publikum.

Ein besonderer musikalischer Höhepunkt des Abends war „Bugler’s Holiday“ von Leroy Anderson. Das bekannte Trompetenstück wurde von den drei Solisten Christoph Huber, Tobias Schwarzenbeck und Johannes Mitterer virtuos interpretiert und dabei vom gesamten Orchester begleitet – ein Zusammenspiel, das Präzision und Spielfreude vereinte und mit großem Applaus belohnt wurde. Den schwungvollen Abschluss bildeten Medleys von James Last sowie „Hands Up!“, die nochmals für spürbare Begeisterung beim Publikum sorgten.

Das Herbstkonzert 2025 machte einmal mehr deutlich, wie lebendig und hochwertig die musikalische Arbeit der Trachtenblaskapelle Ramsau ist – von der fundierten Nachwuchsarbeit bis hin zur souveränen Darbietung anspruchsvoller Orchesterliteratur. Mit langanhaltendem Applaus dankten die Zuhörerinnen und Zuhörer allen Mitwirkenden für zwei rundum gelungene Konzertabende.

tschw

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