Entsetzen bei Anwohnern über Pfaffinger Genehmigung von zwölf Lkw-Containern
Dieses Forstinger Thema ist nun durch für die Gemeinde Pfaffing, die dafür vor knapp zwei Jahren eigens eine Veränderungssperre erlassen hatte – auch mit der Begründung, dass das Zukunfts-Ziel schon lange in Forsting sei, der Ort solle schöner werden und nicht häßlicher. Die Rede ist von einem von Klaus Wagenstetter geplanten Lagerplatz mit zwölf Wechselbrücken-Containern für Lkw im Forstinger Ortszentrum an der B304. Dieser hat mit dem gemeindlichen Einvernehmen in der jüngsten Bauausschuss-Sitzung nun endgültig grünes Licht für sein Vorhaben bekommen.
Der Lagerplatz sei „mischgebietsverträglich”, sofern als Auflage die Betriebszeit an sechs Tagen die Woche – von Montag bis einschließlich Samstag von 7 bis 17 Uhr – eingehalten werde. Hier schloss man sich im Ausschuss mit einem Ja zum Bauantrag Wagenstetters mehrheitlich der Meinung des Landratsamtes an.
Zum Entsetzen einiger Forstinger Anwohner, die ihre Argumente an dieser Stelle noch einmal öffentlich darlegen wollen. Eine Familie, die seit Generationen dort lebt, hat jetzt nämlich bereits Klage beim Freistaat Bayern fristgerecht eingereicht – gegen diese Genehmigung von zwölf Lkw-Containern plus vier Stellplätzen an dieser Stelle (siehe Foto oben).
Das ist der Plan für die Lkw-Container – oben schräg verlaufend die B304 …
Die Anwohner betonen ausdrücklich: Nein, man sei nicht gegen ein Bauvorhaben auf dieser kleinen, grünen Insel mit altem, erhaltenswerten Baumbestand – ein passendes Holzhaus oder zwei Tiny-Häuser oder ein kleiner Dorfladen – ja, gerne. Es gäbe doch so viele verträgliche Möglichkeiten.
Aber zwölf große Lkw-Container, die womöglich Tag für Tag in irgendeiner Art beladen und entleert werden. Und das auf engstem Raum mit Lastwagen-Verkehr von morgens bis abends je nach Anfahrts-Vorhaben? Das könne man einfach nicht verstehen. Dagegen wehre man sich massiv, so unmittelbar betroffene Nachbarn gegenüber der Wasserburger Stimme.
Schließlich habe der Antragsteller doch so manche Alternative, diese Container woanders im Forstinger Gewerbe-Bereich aufzustellen. Da würden diese doch hingehören, so die Meinung der Nachbarn …
Diese kleine, grüne Insel an der B304 aber sei umzingelt von Wohnbebauung mit Einfamilienhäusern, einem Fünf-Spänner und einem Mehrfamilienhaus – selbst zudem auch noch unmittelbar gegenüber auf der anderen Seite der B304.
Man könne gar nicht glauben, dass die Worte „man würde sich schämen für so ein Vorhaben“ aus dem Pfaffinger Gemeinderat im Dezember 2023 nun nichts mehr zählen würden. Sogar von einem „Schandfleck“ sei die Rede in der damaligen Sitzung gewesen (wir berichteten), so die Anwohner kopfschüttelnd.
Die Gemeinde Pfaffing habe die Veränderungssperre doch anberaumt gehabt, weil Forsting im Zentrum schöner, ansprechender werden sollte. Und nun werde die letzte Natur im Ortszentrum einfach geopfert einschließlich der Planungshoheit einer Kommune.
Als abschließenden Wunsch wolle man deshalb noch einmal nachdrücklich äußern, so die Nachbarn, die Gemeinde möge dieses betroffene Areal rund um das Grundstück in ein Wohngebiet verwandeln, da es sich hier um Wohnungen im Bestand handele.
Gemeint ist von den Anwohnern die oberhalb im Bild gekennzeichnete Fläche – die rote ist ein bereits bestehendes Wohngebiet der dahinter liegenden Fürstenstraße in Forsting.
Natürlich wolle man dem Antragsteller sein Baurecht nicht absprechen, betonten die Anwohner abschließend noch einmal ausdrücklich. Es könne doch so viel schöner werden, lebensfreundlicher in Forsting. Es wäre doch auch eine Chance für die Gemeinde Pfaffing, nicht wieder eine Fläche zu versiegeln – geplantes Versickerungspflaster hin oder her. Und vor allem auch nicht wieder Bäume zu opfern.
In einer Zeit, in der Bäume fürs Klima in einer Ortschaft mehr denn je gebraucht würden …
Schaufenster





Da kann ich die Anwohner völlig verstehen!
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Ich hoffe, diese Schnapsidee wird nicht umgesetzt. Die Gemeinde sollte sich in die Lage der Anwohner versetzen!
Mich würde interessieren, ob Herr Klaus Wagenstetter schön ruhig im Grünen wohnt …
Das ist keine Schnapsidee, das hat Methode und das schon über 50 Jahre. Dieses Vorgehen hat die Firma Wagenstetter groß gemacht.
Ein Unternehmen mit diesem Flächenbedarf und diesem massiven Druck auf die Randzonen hat in einem Gewerbegebiet keine Berechtigung, ganz zu schweigen von der Überversiegelung.
Wo bleibt der Gestaltungswille der Gemeinde Pfaffing?
Das Problem ist ein Anwohner, der in einem Mischgebiet wohnt und sich vermutlich nicht einmal in einem Wohngebiet wohl fühlt.
Vor Jahren hatten ihn die Funkmasten auf dem Baywa-Turm gestört und vor 2 Jahren wollte er seine 3 Meter überwuchernde Hecke per Klage nicht zurückschneiden, ohne Erfolg.
Sein Ansinnen, ein Wohngebiet zu schaffen, ist von den Gegebenheiten fast unmöglich, das hätte auch Auswirkungen auf den Brauerei-Biergarten.
Es steht ihm frei, in einem einsamen Haus in der Filzen zu wohnen, wo ihn kein Nachbar in 2 Kilometern Umkreis stört.
Forsting ist überwiegend Gewerbe und es gäbe noch viele andere Stellen, die zu verschönern wären.
Hallo ‚Herr Nikolaus‘, Sie wissen, dass Sie polemisieren, um von der Tatsache, die ich benannt habe, abzulenken.
Es geht in Ihrem Vorhaben um Container, die hier nicht hingehören.
In einem Mischgebiet sollten sich Wohnen und Gewerbe vertragen und zusammenpassen,
das was Sie als Unternehmer vorhaben, das ist das Zerstören der Ortsmitte von Forsting – gestalterisch wie funktional.
Gehen Sie doch mit guten Beispiel voraus und geben dem Ort als Ausgleich für Überversiegelung ein Stück lebenswertes Grün!
(…)