Polizeiinspektion Waldkraiburg: Besprechung mit den Bürgermeistern
Für die Dienstbereiche der Polizeiinspektion Waldkraiburg mit der Stadt Waldkraiburg, dem Markt Kraiburg sowie den Gemeinden Aschau, Jettenbach, Taufkirchen und Unterreit und der Polizeistation Haag mit dem Markt Haag sowie den Gemeinden Gars, Kirchdorf, Maitenbeth, Rechtmehring und Reichertsheim wurden im Jahr 2024 insgesamt 2.229 Straftaten in der Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) registriert. Im Vorjahr waren es 1.962 Taten. Das bedeutet einen Anstieg um 276 Fälle beziehungsweise 13,6 Prozent.
Die Sicherheitslage im Dienstbereich Waldkraiburg und Haag liegt dennoch weiterhin auf einem hohen Niveau. Von den 2.229 Straftaten konnten 1492 Taten aufgeklärt werden. Die Aufklärungsquote liegt somit insgesamt bei 66,9 Prozent.
Nach wie vor bilden die Diebstahlsdelikte mit 546 Fällen (Vorjahr 418) und einem Anteil von 24,5 Prozent den Schwerpunkt der Gesamtkriminalität. In diesem Bereich ergab sich eine Erhöhung der Fallzahlen um 3,2 Prozent. Insbesondere die Zahlen der Fahrrad- und der Ladendiebstähle sind gestiegen.
Außerdem tragen die steigenden Zahlen im Deliktsbereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte zu einer Erhöhung der Gesamtzahlen bei. Wurden 2023 noch 263 Straftaten verzeichnet, waren es im vergangenen Jahr 325 Fälle. Dieses Deliktsfeld spielt sich zu einem großen Teil im Zusammenhang mit der Nutzung des Internets ab. Dennoch lag die Aufklärungsquote bei 70,5 Prozent.
Die Palette der rund um das Internet begangenen Straftaten verteilt sich aber auf verschiedenste Deliktsgruppen. Hier können nicht nur Betrugsdelikte begangen werden, sondern beispielsweise auch Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, Beleidigungen oder Bedrohungen.
Insbesondere aber die unmittelbar mit Cybercrime im Zusammenhang stehenden Delikte wie Datenveränderungen, Computersabotage, Abfangen von Daten oder Callcenter-Betrug lassen sich in der Kriminalstatistik nur schwer abbilden, da viele Straftaten im Ausland begangen werden.
Die Straftaten gegen das Leben blieben wie im Vorjahr bei zwei Fällen. Beide Fälle konnten geklärt werden.
Bei der Bekämpfung der Betäubungsmittelkriminalität sanken die Fallzahlen weiter auf 51 (zuvor 144) Fälle mit einer Aufklärungsquote von 92,2 Prozent. Hier zeigt das Inkrafttreten des Cannabisgesetzes seinen Einfluss.
Auch die Gesamtzahl der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung stieg von 52 Fällen auf 110. Insbesondere der Anstieg im Bereich der Verbreitung pornografischer Inhalte ist deutlich (von 28 auf 58 Fälle). Leider gehen in diesem Bereich allzu oft Kinder und Jugendliche mit sensiblen Daten in sozialen Medien oder Gruppenchats sehr leichtfertig um. Hier sind es allein neun Kinder (unter 14 Jahre) und 15 Jugendliche (unter 18 Jahre), die als Tatverdächtige ermittelt werden konnten. Dies entspricht einem Anteil von 41,4 Prozent minderjähriger Tatverdächtiger.
Tatverdächtige
Die für den Dienstbereich Waldkraiburg und Haag ermittelten 1.215 Tatverdächtigen teilen sich in 886 Männer und 329 Frauen. Von den Verdächtigen waren zum Tatzeitpunkt 111 Personen unter 18 Jahre alt. 510 der 1215 ermittelten Personen besitzen keine deutsche Staatsangehörigkeit (ohne ausländerrechtliche Verstöße).
Die verzeichneten Anstiege bei den oben einzelnen Deliktsgruppen sind kein lokal auftretendes Problem des Dienstbereiches der Polizeiinspektion Waldkraiburg mit der nachgeordneten Polizeistation in Haag. Vielmehr stellt dies im kleineren Maßstab den bayernweit Trend dar.
Schaufenster


Hinterlassen Sie einen Kommentar