Jugendtreff-Team stellt im Stadtrat Wasserburg die vergangenen Aktivitäten vor


Viel ging nicht in den vergangenen Corona-Jahren. Trotzdem ist das Team des Jugendtreffs „Innsekt“ nicht untätig geblieben. Dabei nutzten sie auch die Zeiten von Lockdown und Kontaktbeschränkungen, um den Wasserburger Jugendlichen Abwechslung zu bieten. Was in der pandemiegeprägten Zeit möglich war, stellten Lena Lerpscher und Jana Steffinger in der jüngsten Stadtratssitzung vor.


Auch für den Jugendtreff ist die aktuelle Lage nicht ganz einfach. Im Sommer vergangenen Jahres wurden im Jugendbüro Burgau im Mehrgenerationenhaus noch Spiele nach draußen verlagert, im Herbst mussten einige Jugendliche sogar coronabedingt weggeschickt werden, damit es in den Räumen nicht zu voll wurde, berichtete Lerpscher. Inzwischen sei der Treff wieder für alle Besucher geschlossen.

Weil Kickern und Billardspielen im Jugendtreff „Innsekt“ in der Altstadt während des Lockdowns nicht möglich war, hat das Team die Zeit genutzt und in den Räumen ausgemistet und ihre Social-Media-Präsenz weiter ausgebaut. Über den Instagram-Account, der inzwischen über 500 Follower zählt, konnten die Jugendlichen am Geschehen teilhaben und beispielsweise auf diesem Weg über die Renovierung abstimmen. Auch gab es hier „Tipps und Tricks, was man so machen kann während des Lockdowns“, erzählte Steffinger.

Einige Neuanschaffungen waren in den vergangenen Jahren möglich. So gibt es nun eine Tischtennisplatte für drinnen und neue PCs (wir berichteten), denn „wir haben eine Gruppe, die regelmäßig bei uns Minecraft spielt“.

Nicht alle Aktivitäten mussten über die vergangenen Jahre eingestellt werden. Beispielsweise stellte das Jugendtreff-Team im Rahmen des Ferienprogramms gemeinsam mit dem AK68 ein Graffitiprojekt auf die Beine. „Erstmals haben wir im Sommer vergangenen Jahres an der Essigfabrik gesprayt“, so Lerpscher. Dafür habe der AWO-Ortsverband eine Fuhre Graffitidosen gesponsort. Anschließend folgte die Gestaltung eines Graffitibusses, mit dem das Team zeigen will: „Jugendarbeit ist bunt.“ Dieser werde demnächst foliert und stehe dann Vereinen zur Verfügung, die Jugendarbeit leisten.

Auch die U18-Wahl zur Bundestagswahl konnte durchgeführt werden und die Beratung und Unterstützung zu „allem, was für Jugendliche Thema ist“, fand weiterhin statt. Dabei gehe es nicht nur um Freundschaft und Freizeitgestaltung, auch Zukunftspläne, Bewerbungen oder aktuell die Corona-Pandemie mit Kontaktbeschränkungen und Homeschooling sind Thema. Wann es möglich war, lud das Team außerdem Schulklassen ein, dass die Jugendlichen die Möglichkeit haben, den Jugendtreff kennenzulernen.

„Es waren zwei herausfordernde Jahre mit vielen Aufs und Abs. Wir haben viel dazugelernt“, fasste Steffinger die vergangene Zeit zusammen. Außerdem weiß sie: „Corona bleibt vorerst Teil des Treffalltags.“ Beispielsweise könne das Jubiläum für das 25-jährige Bestehen des Jugendtreffs nicht wie geplant heuer im Dezember stattfinden.

Besonders gelobt wurde aus dem Gremium, dass das Jugendtreff-Team auf Schulen zugeht. Das sei ein wichtiger Schritt, „damit die Schüler wissen, dass es euch gibt“, betonte Edith Stürmlinger (BF). Auch Heike Maas (CSU) sah darin die Chance, dass Jugendliche „wissen, wo es einen Platz für sie gibt“. Außerdem sehe sie mit der U18-Wahl eine Möglichkeit, „junge Leute für Politik zu begeistern“.

Mit ihren neuen Ideen, trotz Lockdown und Kontaktbeschränkungen nah an den Jugendlichen zu bleiben, habe das Jugendtreff-Team „Pionierarbeit geleistet“, lobte Bürgermeister Michael Kölbl. Sie haben sich viel einfallen lassen, um der Wasserburger Jugend etwas zu bieten.