Bauausschuss Haag beschließt Erschließungsvertrag für Baugebiet „Südlich der Lerchenberger Straße II“


Das Baugebiet „Südlich der Lerchenberger Straße II“ beschäftigt den Bau- und Umweltausschuss Haag bereits seit einiger Zeit intensiv. Zuletzt stellte Robert Behringer vom gleichnamigen Ingenieurbüro die neue Variante zur Regenwasserableitung vor (wir berichteten), nun ging es in der jüngsten Sitzung um den Erschließungsvertrag. Claus Deißler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Verwaltungsrecht, ging dabei auf die Kostenverteilung ein. 


„Wer trägt welchen Anteil an den Erschließungskosten?“, lautete eine der wichtigsten Fragen für den Erschließungsvertrag. Die Gemeinde Haag habe einen Flächenanteil von 30 Prozent, allerdings weiche das Verhältnis von Grundstücksflächen und Geschossflächen laut Rechtsanwalt Deißler deutlich voneinander ab. Deshalb laute der Vorschlag der Verwaltung, eine Kostenverteilung von 25 zu 75 zugunsten der Gemeinde anzusetzen. Dies sei auch mit dem Erschließungsträger besprochen worden.

„Je weniger der Markt trägt, umso weniger muss an die Bauwilligen des Ansiedlungsmodell umgelegt werden“, stellte zweiter Bürgermeister Stefan Högenauer (CSU) klar.

Auch die Ableitung des Regenwassers war nochmal Thema. Hans Urban (CSU) wollte wissen, ob es überhaupt eine Pumpstation brauche, um das Abwasser nach der Bebauung in den Mühlbach in Altdorf einzuleiten. Dabei gehe es ihm nicht nur um den möglicherweise zu vermeidenden Energieverbrauch, sondern befürchte er, dass Stromausfälle bei Starkregenereignissen zu Problem führen können. Behringer sagte dazu, dass noch geprüft werde, ob es auch ohne Pumpstation funktioniere.

Der Beschluss zum Erschließungsvertrag fand mehrheitliche Zustimmung im Gremium. Dabei wurde die Kostenverteilung nach dem Verhältnis der Geschossflächen der künftigen Grundstücke auf 25 zu 75 festgesetzt. Der Antrag von Urban, die Notwendigkeit einer Pumpstation zu überprüfen, wurde einstimmig beschlossen.