Im Umweltausschuss Haag: Es ging um das Baugebiet „Südlich der Lerchenberger Straße II“


Das Baugebiet „Südlich der Lerchenberger Straße II“ führt bereits seit mehreren Monaten zu Diskussionen in den Gremien der Gemeinde Haag. Erneut ging es in der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses um die Erschließungsplanung, die zuletzt auch von mehreren Bürgern kritisiert wurde.


Bereits in der vorangegangenen Sitzung wurde die Befürchtung laut, das Regenrückhaltebecken reiche nicht aus, um Überflutungen zu verhindern. Dass das überschüssige Wasser in den Mühlbach in Altdorf eingeleitet werden soll, führte ebenfalls zu Diskussionen. Deshalb stellte Robert Behringer vom gleichnamigen Ingenieurbüro eine neue Variante vor. Mittels einer Pumpstation solle das Wasser umgeleitet und erst nach der Bebauung in Altdorf in den Bach eingeleitet werden. Die Kosten für diese Maßnahme halten sich laut seiner Aussage in Grenzen. Die dafür benötigten Flächen seien laut Bürgermeisterin Sissi Schätz Gemeindeeigentum. Das sei wichtig für die Planung dieser Variante, denn bei Grundstücksverhandlungen mit vielen Anwohnern wäre mit langen Verzögerungen zu rechnen gewesen.

Das Gremium wolle für stärker werdende Niederschläge gewappnet sein, bei der Planung werde laut Behringer der Klimawandel berücksichtigt. Dabei gehe es auch um Überlegungen „was passiert, wenn der Kanal übergeht“ oder wenn es, wie heuer, starke Hagelgewitter gibt. „Irgendwo muss das Wasser hin“, betonte er. Deshalb habe man bei dem Baugebiet „in die Zukunft vorausgedacht“, so die Rathaus-Chefin.

Welche Gefahren von Wassermassen ausgehen, werde spätestens seit diesem Jahr stark diskutiert. Deshalb appellierte Stefan Högenauer (CSU) an das Gremium, sich für die neu vorgestellte Variante zu entscheiden, in der das Regenwasser erst nach der Bebauung in Altdorf in den Mühlbach eingeleitet wird. Mit zwei Gegenstimmen billigte der Bau- und Umweltausschuss Haag die Erschließungsplanung und stimmte für die neue Variante zur Regenwasserableitung.