Monika Tonte ist neue Schulleiterin an der Anton-Heilingbrunner-Realschule - Claudia Hoffmann ist Konrektorin

Neues Schuljahr, neue Schulleiterin. Seit August leitet Monika Tonte (im Bild links) offiziell die Geschicke der Anton-Heilingbrunner-Realschule in Wasserburg. Eine Unbekannte ist sie hier nicht, schließlich gestaltete sie das Schulleben bereits seit August 2018 als zweite Konrektorin mit.

„Es war noch einmal ein anderes Gefühl, als Schulleiterin ins Büro zu kommen“, so Monika Tonte im Gespräch mit der Wasserburger Stimme. „Jetzt ist es wirklich meine Schule, meine Lehrer, meine Verantwortung.“ Am ersten Schultag im neuen Büro überwog vor allem ein Gefühl der Dankbarkeit. „Ich hatte das Gefühl, angekommen zu sein. Und ich habe auch nicht vor, so schnell wieder zu gehen“, fügt sie mit einem Schmunzeln hinzu.

Wie sehr das Kollegium hinter der neuen Chefin steht, zeigte sich bei der offiziellen Ernennung. Es war ein Moment, der im Gedächtnis bleiben wird. „Die Reaktion der Kollegen war unglaublich. Der anhaltende Applaus trieb mir die Tränen in den Augen“, erinnert sich Tonte. Sie sei unheimlich stolz auf ihr Team, das in diesem Schuljahr 85 Lehrkräfte umfasst. Dass die Chemie stimmt, zeigt sich auch in der Schulleitung. Mit Claudia Hoffmann (rechts) weiß Tonte eine erfahrene Kollegin als Konrektorin an ihrer Seite, mit der sie bereits in den vergangenen anderthalb Jahren hervorragend als Team zusammengearbeitet hat. „Auf sie kann ich mich immer verlassen, genauso wie auf meine Lehrkräfte, die Sekretärinnen und die Hausmeister.“, so Monika Tonte. Auch die Schüler freuten sich über die Ernennung zur Schulleiterin. Bei manchen schwang im ersten Moment jedoch eine Sorge mit. Sie bangten darum, ob Monika Tonte trotz der vielen neuen Aufgaben weiterhin ihre Mathematiklehrerin bleiben würde. Doch die Sorge war unbegründet – den Mathematikunterricht lässt sich die neue Schulleiterin auch in Zukunft nicht nehmen.

Mit dem Wechsel verschieben sich die Prioritäten im Alltag der Schulleiterin. Während früher viel Verwaltung, Stunden- und Vertretungspläne auf der Tagesordnung standen, hat sie nun mehr Repräsentationsaufgaben sowie Nachmittags- und Abendveranstaltungen wahrzunehmen. Und auch ganz pragmatische Dinge gehören ab sofort dazu. „Jetzt darf ich mich auch um das Finanzielle kümmern, das durfte ich bisher nicht.“ Da Monika Tonte die Abläufe der Schule bestens kennt, profitiert die gesamte Schulfamilie von einem nahtlosen Übergang.

Etablierte und erfolgreiche Leitthemen wie der MINT-Bereich, die Leseförderung oder die Auszeichnung als „Umweltschule in Europa“ möchte sie unbedingt beibehalten. „Ich bin über die Jahre in die Schule reingewachsen und möchte nichts abschaffen. Wir haben viele Projekte, die gut sind, wie sie sind“, betont sie. Im ersten Jahr gehe es ihr vielmehr darum, sich einen umfassenden Überblick zu verschaffen, Kleinigkeiten anzupassen und mitzuprotokollieren, was besonders gut läuft oder wo noch Änderungen notwendig sind.

Die Anton-Heilingbrunner-Realschule ist für das laufende Schuljahr gut mit Personal versorgt, ein Lehrkräftemangel ist hier „glücklicherweise“ kein Thema. Obwohl die Klassen heuer etwas größer sind als sonst, ist der gesamte Unterricht, inklusive des Förder- und Wahlunterrichts mit sogar neuen Angeboten, komplett abgedeckt.

Das Fundament für ein gelingendes Lernen ist für Monika Tonte dabei stets das menschliche Miteinander. Ihr großes Ziel ist es, dass sich Eltern, Schüler und Lehrer gleichermaßen gehört und gesehen fühlen. „Mir ist sehr wichtig, dass für alle, vor allem für die Schüler, das Bestmögliche herauskommt. Die Schule soll ein Ort sein, an dem sich alle wohlfühlen. Nur so kann man gut lernen und sich weiterentwickeln“, bekräftigt sie. Dieses Wohlbefinden sei für sie auch untrennbar mit einem konsequenten Schutz vor Mobbing verbunden, einem absoluten Herzensthema der Schule. Durch ein spezielles Schutzkonzept und eine Selbstverpflichtung der Lehrkräfte werde an der Realschule eine klare „Kultur des Hinsehens, nicht des Wegschauens“ gelebt, bei der im Ernstfall genau nachgeforscht wird, um Betroffene bestmöglich zu schützen.

Für das neue Schuljahr und den weiteren Lebensweg möchte die Rektorin ihren Schützlingen vor allem Vertrauen und Mut mitgeben. „Ich wünsche den Schülern, dass sie die Ziele, die sie sich setzen, auch erreichen“, so Monika Tonte, „sie sollen gerne in die Schule gehen und mit ihren Problemen offen und ehrlich zu mir, den anderen Lehrern oder unserer Schulsozialarbeiterin Veronika Schuster kommen. Meine Tür steht immer offen.“

TANJA GEIDOBLER

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