Aber: Starke zweite Hälfte reicht nicht gegen den Favoriten aus Rosenheim

Bei besten äußeren Bedingungen und auf einem hervorragend präparierten Platz in Unterreith empfing der FC Grünthal den TSV 1860 Rosenheim. Die Gäste wurden von Beginn an ihrer Favoritenrolle gerecht, während die Hausherren mit viel Einsatz und einer kompakten Defensivleistung dagegenhielten.

Rosenheim übernahm früh die Kontrolle und erspielte sich bereits in der Anfangsphase mehrere gute Möglichkeiten. Nach zehn Minuten schoss Audai Elghatous aus aussichtsreicher Position Phillipp Asenbeck an der richtig stand, wenig später verhinderte der starke Niklas Schmid bei einer Großchance von Luis Lehmann mit einer beherzten Rettungstat die Führung der Gäste. Grünthal setzte offensiv immer wieder Nadelstiche. Jakob Schuster prüfte den Rosenheimer Keeper mit einem abgefälschten Distanzschuss, ehe die Gäste in der 29. Minute erstmals zuschlugen. Audai Elghatous drang mit Tempo über die linke Seite in den Strafraum ein, ließ einen Gegenspieler stehen und schob den Ball präzise ins lange Eck zum 0:1.

Der FCG blieb jedoch im Spiel und kam durch Matthias Huber sowie eine beinahe ins Tor gesegelte Flanke von Niklas Schmid selbst zu gefährlichen Aktionen. Kurz vor der Pause erhöhte Rosenheim dennoch verdient auf 0:2. Tobias Bensch traf nach einer Hereingabe aus kurzer Distanz ins lange Eck. Weitere Möglichkeiten der Gäste vereitelte die kompakte Grünthaler Mannschaft und 2-mal Grünthal-Keeper Stephan Kumpfmüller, der zunächst in einem Eins-gegen-Eins-Duell gegen Tobias Bensch parierte und wenig später nach einer Ecke, die er nicht festhalten konnte, auch den Nachschuss aus kürzester Distanz entschärfte. Zur Halbzeit entsprach die Führung dem Spielverlauf, auch wenn die Heimelf kämpferisch überzeugte und selbst für offensive Akzente sorgte.

Mit Beginn des zweiten Durchgangs brachte Trainer und Team frische Kräfte ins Spiel. Ahmed Sabic, Mitza Smajlovic und Bastian Eßer kamen zur Halbzeit in die Partie und sorgten für neuen Schwung. Grünthal trat nun deutlich griffiger auf, gewann mehr Zweikämpfe und ließ erkennen, dass man alles daransetzen wollte, den Anschlusstreffer zu erzielen.

Ahmed Sabic eröffnete die zweite Halbzeit mit einem Freistoß aus rund 22 Metern, der knapp über das Tor strich. Auf der Gegenseite ließen Bensch und Lehmann im 1:1 gute Möglichkeiten auf die Vorentscheidung liegen. Grünthal wurde nun mutiger und kam zu seinen besten Chancen des Spiels. Tim Schmid erlief einen zu kurzen Rückpass, verfehlte jedoch das verwaiste Tor knapp. Wenig später setzte Matthias Huber nach starker Vorarbeit von Sabic seinen Abschluss aus aussichtsreicher Position direkt auf den Gästetorhüter.

Die Gastgeber blieben auch in der Schlussphase am Drücker und suchten weiterhin den Weg nach vorne. Rosenheim verteidigte die Führung mit seiner individuellen Klasse, doch der FCG hielt die Begegnung offen und hätte mit etwas mehr Zielstrebigkeit durchaus zum Anschlusstreffer kommen können.

Für Aufregung sorgte schließlich die Nachspielzeit. Nach einer umstrittenen Situation im Strafraum entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter für Rosenheim. Stephan Kumpfmüller war aus seinem Tor geeilt und hatte seinen Gegenspieler, wenn überhaupt, nur leicht berührt. Den fälligen Strafstoß von Leonardo Papapicco parierte der Grünthaler Schlussmann jedoch stark. Unmittelbar danach sah Kumpfmüller wegen Reklamierens die Gelb-Rote Karte.

Kurz darauf beendete der Schiedsrichter die Begegnung. In einer insgesamt ausgeglichenen zweiten Halbzeit hatte der FC Grünthal mehrfach die Chance auf den Anschlusstreffer und damit vielleicht noch einmal neue Spannung ins Spiel zu bringen. Unter dem Strich geht der 2:0-Erfolg des TSV 1860 Rosenheim aufgrund der starken ersten Hälfte jedoch in Ordnung. Die Grünthaler zeigten trotz der Niederlage eine engagierte Leistung und verkauften sich gegen den Favoriten insgesamt sehr ordentlich.

Weiter geht es bereits am kommenden Freitag um 17:30 Uhr auswärts in Söchtenau. Mit Blick auf die Tabelle wartet auf den FC Grünthal ein richtungsweisendes Spiel gegen einen direkten Konkurrenten, der nach seinem bisherigen Saisonverlauf bereits fast zum Siegen verdammt ist. Für den FCG bietet sich damit die Gelegenheit, wichtige Punkte einzufahren und den Abstand zu den Mannschaften im Tabellenkeller weiter zu vergrößern

 

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