Heute am Attler Herbstfest: Bewegender Festgottesdienst, Einzug und Oldtimer

Der Herbstfestsonntag wird traditionell vom Brauchtum in Attel bestimmt. So begannen der Schirmherr Schauspieler Sepp Schauer, Vorstand Dr. Jan Wiedemann sowie die Festwirte mit den Bewohnern und Besuchern den Tag mit einem Festgottesdienst in der gut gefüllten Attler Pfarrkirche Sankt Michael, den Pfarrer Rainer Maria Schießler zusammen mit  Pfarrvikar Franz Xaver Finkenzeller und der Attler Seelsorgerin Ann-Kathrin Lenz-Honervogt gestaltete. Der beliebte Münchner Geistliche sorgte dafür, dass die Kirche so voll war wie selten.

„Es ist immer ein Erlebnis, nach Attel zu kommen“, begrüßte Rainer Maria Schießler die Kirchengemeinde. Mit seinem Talent zum Entertainer führte er alle Anwesenden durch den 75 minütigen Gottesdienst, der nah am Menschen und gespickt mit vielen heiteren Anekdoten war. Doch auch seine Kritik über die politischen Entwicklungen im Land wollte er anbringen und appellierte an seine Zuhörer: „Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, dass ihr euch hinstellt und sagt, das diese Attler Gemeinschaft unermesslich wichtig ist. Wir werden der politischen Entwicklung widersprechen und unser Widerspruch findet hier in einer Gesellschaft statt, die Inklusion lebt. Denn nur dort, wo Barmherzigkeit gelebt wird, entsteht Leben.“ Gott ist Liebe, war Schießlers zentrale Botschaft, was er mit dem Thema Vergebung in seiner Predigt verknüpfte. Passend dazu hatten die Mitglieder des religiösen Attler Arche-Noah-Kreises eine szenische Darbietung vorbereitet.

Traditioneller Einzug mit Kutsche und Attler Sportlern

Angeführt von der Stadtkapelle Wasserburg fuhren anschließend der Schirmherr mit Vorstand Dr. Jan Wiedemann, Karin Keller als Vertreterin der Attler Bewohner, Wasserburgs 2. Bürgermeister Georg Machl sowie die Seelsorger zum Zelt, begleitet von den Fahnenabordnungen der Freiwilligen Feuerwehr Reitmehring-Attel, der Landjugend Attel und den Attler Veteranen, Vertretern der Attler Sportteams sowie mit den Hochradfahrern aus Albaching. Vor einem weiß-blauen Himmel wie aus dem Bilderbuch standen viele Gäste und Bewohner entlang der Attler Allee und gingen mit den Teilnehmenden vom Festzug anschließend ins Zelt zum Weißwurstfrühstück.

Oldtimerfans präsentierten ihre Schmuckstücke

Zeitgleich fand am Vormittag das traditionelle Oldtimer- und Bulldogtreffen auf dem Gelände des Attler Hofs statt. Traditionell veranstaltet der Verein Freunde alter Fahrzeuge Rott das Treffen seit mehr als einem Viertel Jahrhundert am Attler Herbstfest. Auf dem Gelände gegenüber dem Festzelt kamen gut 300 Fahrzeuge zusammen: Die Schmuckstücke waren herausgeputzt und poliert für den großen Auftritt. „Der Platz für die PKWs und die Motorräder auf dem Attler Hof wurde wieder knapp“, so Vorstand Stefan Köppelreiter. Überwiegend aus der Region um Wasserburg fuhren die Teilnehmenden an, aus einem Radius von Grafing bis Bad Aibling und Amerang. Auch das Gelände für die landwirtschaftlichen Nutzfahrzeuge auf der Wiese nebenan füllte sich bis oben hin. Gut 100 Mitglieder zählt der Rotter Verein mittlerweile, von denen auch etliche am Attler Oldtimertreffen vertreten waren. „Dass man als Gruppe selbst zu Veranstaltungen fahren kann, macht besonderen Spaß“, so der Köppelreiter.

BS / Fotos: Gottesdienst und Einzug: Birgit Schlinger / Oldtimer: Eva Haupt

 

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