Tourismusverein will sich auflösen - Mitgliederversammlung am 23. September

 

Ist das das Ende eines der ältesten Wasserburger Vereine und eines der ältesten Fremdenverkehrsvereine in ganz Bayern? Am 23. September soll die Mitgliederversammlung des Tourismusvereins Wasserburg dessen Auflösung beschließen – zumindest nach dem Willen der aktuellen Vorstandschaft. Die lud heute per Mail zur Mitgliederversammlung am 23. September in den Gimplkeller ein. Wichtigster Tagesordnungspunkt: Die Einleitung eines Liquidationsjahres für 2027.

Im kommenden Jahr ist es 17 Jahre her, als Wolfgang Helmdach damals als scheidender Vorstand an seinen Nachfolger einen intakten und aktiven Verein übergab – die Mitgliederzahlen waren seiner Zeit auf dem Höhepunkt, die Kassen prall gefüllt. Doch seither ging es Jahr für Jahr bergab. Die Folge: „Der Vorstand schlägt vor, den Tourismusverein Wasserburg e. V. (TouWas) aufzulösen, da sich die Aufgaben und Rahmenbedingungen des Vereins in den vergangenen Jahren deutlich verändert haben. Viele der ursprünglichen Aufgaben werden inzwischen von anderen Akteuren der Stadt wahrgenommen, während die Mitgliederzahl stetig zurückgegangen ist. Eine Fortführung von TouWas in seiner bisherigen Form erscheint daher nicht mehr sinnvoll“, so Aline Müller, die aktuelle Vorsitzende im Einladungsschreiben an die Mitglieder.

Die bereits im vergangenen Jahr beschlossene Zusammenarbeit mit dem gemeinnützigen Verein „MovInn Forward“ habe sich sehr bewährt. „MovInn Forward“ verbinde Jugendarbeit, Kultur und Inklusion und setze mit kreativen Ideen neue Impulse für das gesellschaftliche und kulturelle Leben in Wasserburg. Die erfolgreiche Zusammenarbeit biete zugleich eine gute Grundlage dafür, das TouWas-Jahresprogramm „Besondere Erlebnisse in und um Wasserburg“ in geeigneter Form weiterzuführen und weiterzuentwickeln. „Der bisherige Vorstand wird MovInn Forward dabei mit seiner Erfahrung unterstützend zur Seite stehen.“

Der Apotheker Josef Palmano hatten den damaligen Fremdenverkehrsverein 1889 ins Leben gerufen, um den damals aufkommenden Fremdenverkehr und Ausflugsverkehr in die malerische Innstadt zu fördern. Jetzt, 137 Jahre später, könnte eine der ältesten Wasserburger Institutionen für immer begraben werden.

Ausführlicher Bericht folgt.

Foto: Archiv Alex Heck

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