Jahresrechnung: Gemeinde musste aus der Rücklage 3,3 Millionen Euro entnehmen

„… und nun zu den unerfreulichen Zahlen“: So leitete der Rotter Bürgermeister Daniel Wendrock in der jüngsten Gemeinderatssitzung auf die Bekanntgabe der Jahresrechnung 2025 über. Musste doch im vergangenen Jahr zur Finanzierung der Investitionen zusätzlich eine Entnahme aus der allgemeinen Rücklage in Höhe von 3,3 Millionen Euro erfolgen. Der Rotter Rücklagenstand betrug somit zum Jahreswechsel nur mehr insgesamt knapp 580.000 Euro. „Nicht toll, aber auch keine Überraschung“, bilanzierte der Rathauschef. Rott hängt finanziell weiterhin der große Schulhaus-Neubau extrem nach. Der Gemeinderat nahm das Ergebnis der Jahresrechnung 2025 zur Kenntnis. Die Prüfung der Jahresrechnung 2025 durch den Ausschuss des Rates soll zeitnah erfolgen.

Ein paar Details zur Bilanz 2025

Der Rotter Verwaltungshaushalt schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 11.014.713,48 Euro – der Vermögenshaushalt in Einnahmen und Ausgaben mit 4.517.587,19  Euro.
Auf der Einnahmenseite ergeben sich folgende größere Änderungen:

Gewerbesteuer 2.106.947,87 €  (+93.052,13 €),

Einkommensteuerbeteiligung 3.305.547 € (+65.547,- €),

Grunderwerbsteuerbeteiligung 78.173,33 € (+38.173,33 €),

Betriebskosten-Förderung für den gemeindlichen Kindergarten 545.597,45 € (+75.097,45 €),

Betriebskosten-Förderung für Gastkinder 456.938,- € (+27.538,- €),

Dienstleistungen des Bauhofes für Dritte 75.012,15 € (+15.012,15 €),

Städtebauliche Planungskosten 0,00 € (-67.000,- €).

Die Personalkosten betragen 2.389,127,35 € (+5.027,35 €).

Die Aufwendungen für die Betriebskoste-Förderung für Kindergärten betragen 843.012,67 € (+68.012,67 €).

Die Gewerbesteuer-Umlage beträgt 206.070,- € (+96.070,- €).

Für städtebauliche Planungskosten wurden 77.279,19 € (-122.720,81 €) aufgewendet.

Die Zuführung vom Vermögens- an den Verwaltungshaushalt beträgt 768.941,29 €. Geplant war eine Zuführung von 319.200 €.

In 2025 wurden neue Haushaltsreste in Höhe von 1.425.172,05 € gebildet und bereits bestehende Haushaltsreste in Höhe von 2.067.350,75 € auf das Jahr 2026 übertragen. Dadurch können unter anderem bereits begonnene Maßnahmen, jedoch noch nicht abgeschlossene Maßnahmen finanziert werden. In Abgang
gebracht wurden 69.087,74 €.

Am 2. Februar 2024 und auch am 30. September 2025 konnte Rott einen endfälligen Kredit mit 1,8 Millionen Euro sowie 1,1 Millionen Euro tilgen.

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