Wasserburg empfängt den TSV Buchbach zur zweiten Runde im Toto-Pokal

„Der Trend ist gerade nicht unser friend – wie man so schön sagt“, passt Florian Heller eine alte Börsenweisheit auf den TSV 1880 Wasserburg an. „Von dem her wäre natürlich toll, wenn wir ein Erfolgserlebnis bekommen könnten, sprich eine Runde im Pokal weiterkommen.“ Nach drei Niederlagen zum Saisonauftakt in der Bayernliga Süd – wie berichtet – erwartet die Löwen am morgigen Dienstag, 19 Uhr, eine noch größere Aufgabe. Denn mit dem TSV Buchbach gastiert eine „regionale Supermacht“ in der Altstadt. Als Gründungsmitglied der Regionalliga Bayern ist der selbsternannte Kultklub haushoher Favorit. Beim 5:1 am Freitag gegen Eichstätt ließ die Elf von Trainer Sven Zurawski ihre Muskeln spielen.

Angesichts der Buchbacher Stärke erinnern sich wahrscheinlich nur noch die Ältesten, dass der kleine Verein aus der Marktgemeinde einst in der Saison 2010/11 in der damals eingleisigen Bayernliga in einer ähnlichen Situation steckte wie die Innstädter heute. Damals konnte unter Trainerlegende Anton Bobenstetter erst am achten Spieltag der erste Sieg gefeiert werden. Ruhe und kontinuierliche Arbeit waren damals wie heute das oberste Gebot. Daran können sich die Löwen ein Beispiel nehmen.

Für den Bayernligisten ist das Pokalspiel eine Chance, sich weiter zu verbessern und sich an das in der Liga geforderte höhere Tempo zu gewöhnen. Dabei will Heller durchwechseln und auch Akteuren, die zuletzt weniger Spielzeit bekamen, eine Chance geben: „Durch eine personelle Rotation wollen wir Frische auf den Platz bringen und auch Jungs, die zuletzt etwas hinten dran standen, die Möglichkeit geben, sich in dem Wettbewerb zu zeigen, Spielpraxis zu sammeln und ein gutes Spiel hinzulegen. Dann werden wir sehen, was rauskommt.“

Die größte Wahrscheinlichkeit besteht, wenn auch der Regionalligist die Rotationsmaschine anwirft, doch Heller ist sich bewusst, dass seine Mannschaft vor Schwerstarbeit steht. Abschenken will er das Spiel aber mitnichten:

„Wir sind so weit gekommen und haben so viele Körner in dem Wettbewerb gelassen, dass wir natürlich mit einem guten Spiel für die Überraschung sorgen wollen. Wir sind der krasse Außenseiter – die Trauben hängen extrem hoch für uns, das wissen wir.“

Beim Aufeinandertreffen der beiden Vereine mit den höchsten Zuschauerzahlen in der Region wird mit vielen Fans gerechnet.

Hinweise für die Besucher:

Jahreskarten haben im Pokal keine Gültigkeit.

Die Innbrücke ist stadteinwärts gesperrt.

JAH

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