Diesmal bei Marquartstein: Hubschrauber der Polizei im Einsatz - Feuer unter Kontrolle

Die Feuerwehren im Nachbarlandkreis Traunstein kommen nicht zur Ruhe: Nachdem der Brand in einem Bergwald bei Oberwössen nach langwierigen Löscharbeiten unter Kontrolle ist (wir berichteten), brach am gestrigen Freitag gegen 17.30 Uhr nahe der Schnappenkirche bei Marquartstein ein Kleinbrand im Bergwald aus. Der konnte von 50 Einsatzkräften von Feuerwehr, Bergwacht und gemeindlichem Bauhof Marquartstein gelöscht werden. Die Einsatzkräfte mussten dann am heutigen Samstag erneut zur Brandbekämpfung ausrücken.

In den Morgenstunden kontrollierte ein mit Wärmebildtechnik ausgestatteter Hubschrauber der Polizei den Brandbereich. Dabei wurden erneut Wärmesignaturen festgestellt, weshalb die Einsatzkräfte ein weiteres Mal alarmiert wurden.

Vor Ort öffneten die Einsatzkräfte den Waldboden von Hand und leiteten gezielte Nachlöscharbeiten ein. Zur Unterstützung kam heute Nachmittag erneut ein Hubschrauber der Bayerischen Polizei mit Außenlastbehälter zum Einsatz, um mehrere Wasserabwürfe durchzuführen. Das nötige Löschwasser wurde dazu aus der Ache entnommen. Dazu wurde auch ein Behälter mit einem Fassungsvermögen von 15.000 Litern aufgebaut, der für den Hubschrauber als Entnahmestation diente. Rund 30 Einsatzkräfte waren vor Ort im Einsatz.

Wegen der laufenden Einsatzmaßnahmen sind die Wanderwege im unmittelbaren Bereich der Staudacher Alm und der Schnappenkirche gesperrt. Der Weg vom Wanderparkplatz „Hochgern“ zur Schnappenkirche ist ebenfalls gesperrt. Dies gilt insbesondere für Bergsportler und Wanderer. Die Einsatzkräfte bitten darüber hinaus, das Gebiet zu meiden, Sperrungen zu beachten und keine Drohnen fliegen lassen.

Der Brandbereich liegt unmittelbar auf der Gemeindegrenze zwischen Marquartstein und Staudach-Egerndach. Deshalb sind die Verantwortlichen beider Gemeinden in die Einsatzabwicklung eingebunden. Die Lage ist derzeit unter Kontrolle. Nach aktuellem Stand wird nicht mit einer weiteren Ausbreitung des Brandes gerechnet.

Was das Feuer ausgelöst hat, ist derzeit Bestandteil der polizeilichen Ermittlungen.

UPDATE: Am Samstagabend konnte der Brandbereich zwischen Schnappenkirche und Luchsfellwand bei Marquartstein erfolgreich abgelöscht und die Zahl der Einsatzkräfte reduziert werden. Aufgrund des abgelegenen und unwegsamen Geländes waren zeitweise bis zu 50 Einsatzkräfte gefordert, die Glutnester eines Bodenfeuers, die teilweise bis unter Baumwurzeln reichten, zu öffnen, gezielt abzulöschen und einzelne betroffene Bäume zu fällen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

„Wir hoffen, dass uns der Regen und die intensive Bearbeitung des Bodens in die Karten spielen und dadurch die Gefahr eines erneuten Aufflammens weiter reduziert wird“, so der Marquartsteiner Feuerwehr-Kommandant Johann Troibner. Eine erneute Lagebeurteilung wird am frühen Sonntagmorgen gemeinsam mit dem Kommandanten der Feuerwehr Staudach-Egerndach, Michael Sturm, sowie allen weiteren Verantwortlichen durchgeführt.

Die Bevölkerung wird weiterhin gebeten, den Bereich zwischen Staudacher Alm, Schnappenkirche und dem Wanderparkplatz „Hochgern“ zu meiden, die Sperrungen zu beachten und insbesondere keine Drohnen steigen zu lassen.

 

 

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