Aus der ersten Sitzung - Mit wem die Ausschüsse ab sofort besetzt sind

Zu Beginn der konstituierenden Sitzung am gestrigen Montag-Abend in Rott (wir berichteten bereits über einige Ergebnisse) hatte Bürgermeister Daniel Wendrock einige Worte an das neue Gremium gerichtet, das fast zur Hälfte neu besetzt ist. Er bedankte sich mit Blick in den Zuhörerraum – bei dem kaum ein Stuhl mehr frei war (Foto) – für das entgegengebrachte, so überwältigende Vertrauen laut Wahlergebnis. Es sei offenbar das beste ganz Bayerns eines Bürgermeisters mit einem Gegenkandidaten gewesen.

Ernste Worte folgten: Denn eine Schonzeit werde es nicht geben für die Gemeinderäte. Zu groß seien die Herausforderungen und Projekte, die anstehen in Rott. Aber er schaue mit viel Optimismus in die Zukunft und er wolle ein Bürgermeister für alle sein in Rott. Er sei da voller Pläne …

Ein paar Beispiele: Ein völlig neuer Familienbeirat schwebe ihm vor. Ebenso ein Jugend- und Kinder-Gemeinderat …

Und seine festen Bürgersprechstunden wolle er sogar noch ausbauen. Er wolle alles daransetzen, einen Lidl-Markt und einen Rossmann-Drogeriemarkt nach Rott zu holen – nicht zu vergessen ein Ärztehaus (wir berichteten).

Es gehe ihm um die Gemeinsamkeit in Rott. Transparenz sei ihm wichtig und er wolle ein Zusammenspiel, ein Miteinander aus Vernunft und Sachkompetenz in den Entscheidungen. Niemals dürfe dabei ein respektvoller Umgangston verloren gehen, so Wendrock abschließend. Er freue sich auf die Zusammenarbeit.

Nach den Vereidigungen und den Stellvertreter-Wahlen zum Bürgermeister-Amt (wie jeweils berichtet) stand die Besetzung der Ausschüsse und die Ernennung der Referenten an. 

Zu den Ausschüssen

Für die Ausschüsse gab Wendrock bekannt, dass es einen Haupt- und Finanzausschuss nicht mehr geben werde, nachdem dieser nur den Haushalt vorzuberaten hatte.

Für die weiteren standen folgende Verfahren zur Besetzung an:

Das d’Hondt-Verfahren – ein Höchstzahlverfahren entsprechend der erhaltenen Wählerstimmen oder

das Hare-Niemeyer-Verfahren – ein Quotenverfahren – oder

das Sainte-Laguë/Schepers-Verfahren – ähnlich wie d’Hondt, aber andere Divisoren.

Alfred Zimpel meldete sich für die Bürger für Rott zu Wort: Man habe von den Rotter Bürgern alleine 48 Prozent aller Stimmen erhalten. Deshalb sehe die Fraktion das D’Hondt-Verfahren als fair an nach dem Willen der Bevölkerung. Man käme auf drei Sitze im Vergleich zu jeweils zwei bei den anderen Verfahren.

Die CSU mit ihrem Sprecher Matthias Eggerl schloss sich dem an.

Tobias Valier von der AfD war wegen der fehlenden Berücksichtigung aller Parteien nicht einverstanden mit d’Hondt – ebenso lehnte das d’Hondt-Verfahren Nepomuk Poschenrieder für die Freien Wähler ab.

Der Gemeinderat entschied sich dann mehrheitlich aber für das d’Hondt-Verfahren – mit 12:4 Stimmen.

So gingen auch die Beschlüsse zu den ernannten Räten für die Ausschüsse aus – nur beim Bauausschuss war das Ergebnis 14:2 (Gegenstimmen nur von der AfD).

Demnach sitzen ab sofort im Bauausschuss von Rott folgende Räte – mit Bürgermeister Daniel Wendrock:

Für die Bürger für Rott

Andreas Heinzl (Vertreter Matthias Ganslmaier),

Josef Kirchlechner (Vertreter Tom Altinger),

Max Zangerl (Vertreter Christoph Sewald).

Für die CSU

Sebastian Mühlhuber (Vertreterin Marie-Luise Saller),

Martin Ametsbichler (Vertreter Matthias Eggerl).

Für die Freien Wähler

Günther Hein (Vertreter Nepomuk Poschenrieder).

Im Rechnungsprüfungsausschuss sitzen

für die Bürger für Rott

als Vorsitzender Andreas Heinzl (Vertreter Christoph Sewald),

Tom Altinger (Vertreter Josef Kirchlechner).

Und für die CSU

Martin Ametsbichler (Vertreter Matthias Eggerl).

An der Gemeinschaftsversammlung zur VG mit Ramerberg nehmen ab sofort teil – mit Bürgermeister Daniel Wendrock:

Für die Bürger für Rott

Alfred Zimpel (Vertreter Andreas Heinzl),

Christoph Sewald (Matthias Ganslmaier),

Max Zangerl (Josef Kirchlechner).

Für die CSU

Annalena-Springer (Martin Ametsbichler),

Marie-Luise Saller (Sebastian Mühlhuber).

Im Schulverband sitzen mit Bürgermeister Daniel Wendrock

für die Bürger für Rott

Matthias Ganslmaier (Vertreter Josef Kirchlechner),

Christoph Sewald (Andreas Heinzl).

Für die CSU

Annalena Springer (Marie-Luise Saller).

Zu den Referenten

Die Benennung der verschiedenen Referenten in Rott lief dann wiederum einstimmig vom ganzen Gremium ab:

Jugend: Nepomuk Poschenrieder von den Freien Wählern – Besonderheit: Nach Vorschlag von Alfred Zimpel von den Bürgern für Rott.

Schule: Annalena Springer von der CSU.

Senioren: Christoph Sewald von den Bürgern für Rott.

Kultur/Vereine: Tom Altinger von den Bürgern für Rott – nachdem sich Fraktionskollege Alfred Zimpel nach zwölf Jahren in diesem Amt aus zeitlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stellte (aber gerne trotzdem weiter unterstützen wolle, wenn gewünscht).

Umwelt: Matthias Eggerl von der CSU.

Fotos: Renate Drax

Besonders schön: Auch ehemalige Gemeinderäte waren gestern im Zuhörerraum eigens dabei:

Im Bild von links Hans Gilg, Josef Riedl, Max Gilg und Hans Kirschbaum.

Siehe auch (bitte anklicken):

„So wahr mir Gott helfe“ in Rott – Wasserburger Stimme – 

Alfred Zimpel bleibt Bürgermeister-Vize in Rott – Wasserburger Stimme –  

 

 

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