Bauausschuss bewilligt temporäre Stellplätze an der Megglestraße

Die Firma Meggle darf im Bereich der Megglestraße eine vorübergehende Parkplatzanlage für 38 Kraftfahrzeuge errichten. Der  Wasserburger Bauausschusss stimmte dem Vorhaben in seiner gestrigen Sitzung unter der Bedingung einer zeitlichen Befristung einstimmig zu. Die Maßnahme dient der Überbrückung während der laufenden Umbauarbeiten am Verwaltungsgebäude, da ortsnahe Stellplätze derzeit durch Baustellen und Container belegt sind.

Bürgermeister Michael Kölbl erläuterte eingangs die aktuelle Situation auf dem Werksgelände. Aufgrund umfassender Umbaumaßnahmen seien zahlreiche Parkflächen weggefallen. Die Firma plane daher, auf einem gegenüberliegenden Grundstück für eine Übergangsphase von rund zweieinhalb Jahren einen Ausweichparkplatz zu schaffen.

Um den temporären Charakter der Anlage zu gewährleisten, wird der Oberboden lediglich in einer Höhe von 20 Zentimetern abgetragen. „Dass man merkt, dass dies ein vorübergehender, temporärer Parkplatz ist, erkennt man daran, dass der Oberboden abgetragen wird, dann ein Kiesbelag aufgebracht wird, aber unter dem Kiesbelag Schutzmatten sind“, so Kölbl. Nach Abschluss der Bauphase soll der Kies entfernt und der ursprüngliche Zustand des Grundstücks wiederhergestellt werden.

Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann ergänzte, dass die Zufahrt über das ehemalige Bahngelände erfolgen solle. Die Gestaltung bleibe schlicht: „Man sieht hier einfach die Anordnung der Stellplätze – natürlich ohne Baumbepflanzung, sondern einfach nur Kies, weil es ja auch nur temporär ist.“ Lediglich die Abgrenzung zum östlich angrenzenden Grundstücksbereich erfolge durch einen eingegrünten Böschungshügel.

Zunächst Bedenken hinsichtlich der genauen Definition der Laufzeit äußerte Christian Stadler (Bündnis 90/Die Grünen) und hinterfragte die im Raum stehende Bepflanzung. Er betonte: „Was mich aber ein bisschen zweifeln lässt, ist die Bepflanzung mit Tiefwurzlern. So etwas macht man normalerweise nicht, wenn man das nur vorübergehend macht.“ Zudem forderte er Klarheit darüber, ob der Antrag tatsächlich befristet gestellt wurde.

Thomas Rothmaier von der Bauverwaltung beruhigte die Ausschussmitglieder. Die Firma Meggle habe versichert, nach Fertigstellung des neuen Verwaltungsgebäudes im Nord-Osten ausreichend Tiefgaragenstellplätze nachzuweisen. Die nun beantragten Flächen würden im Anschluss dorthin umgesiedelt.

Hermann Budenhofer (FWRW) regte an, die Rückbauverpflichtung konkret in den Beschluss aufzunehmen, da die genaue Dauer der Bauarbeiten schwer abzuschätzen sei. Um rechtliche Eindeutigkeit zu schaffen, schlug der Bürgermeister eine feste Frist vor. Kölbl formulierte schließlich: „Das Einvernehmen wird nur für eine temporäre Parkplatznutzung bis zu vier Jahren erteilt.“

Dieser Vorschlag zur Befristung fand die geschlossene Zustimmung des Ausschusses.

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