Jonas Glonnegger beendete sein Amt als Vorstand der Stiftung Attl - Nachfolge bereits ausgeschrieben
Jonas Glonnegger hat sein Amt als Mitglied des Vorstands der Stiftung Attl zum 31. März in Abstimmung mit dem Stiftungsrat beendet. Nach langer Krankheit hat er sich für diesen Schritt entschieden und scheidet damit wenige Monate vor dem Ende seiner regulären Amtszeit aus.
Jonas Glonnegger kam am 1. Mai 2016 als Vorstand für den pädagogischen Bereich zur Stiftung Attl und übernahm am 1. August die Amtsgeschäfte von Friedrich Seipel, der sich damals in den Ruhestand verabschiedete.
In seiner Zeit als pädagogischer Vorstand legte Jonas Glonnegger einen besonderen Blick auf das Spannungsfeld zwischen Kostendruck und individuellen Bedürfnissen der betreuten Menschen. Unter seiner Vorstandschaft entwickelte er den Fachdienst, unter anderem durch die Schaffung einer Fachstelle für Assistenzplanung, weiter. Auch wurde die strategische Ausrichtung der Stiftung Attl in fachlicher Hinsicht weiterentwickelt und vorangetrieben. Die Bündelung und Erweiterung der Ambulanten Angebote, die Eröffnung des Therapiezentrums und der Ausstieg aus der Altenhilfe sind hier wesentliche Meilensteine. Seine Kolleginnen und Kollegen schätzen den Sozialpädagogen für den offenen und konstruktiven Austausch. Er diskutiere fachlich fundiert und wissenschaftlich, ohne dabei die Bedarfe der betreuten Menschen in der Stiftung Attl aus den Augen zu verlieren.
Glonnegger entwickelte ein Führungskonzept und initiierte federführend mit seinem damaligen Amtskollegen, Leitungskräften und der Mitarbeitervertretung die daraus resultierende Schulung aller Führungskräfte. Er vertrat die Stiftung Attl in zahlreichen Gremien und Ausschüssen nach außen. Als Mitglied im Vorstand der Diözesanarbeitsgemeinschaft Behindertenhilfe nahm er für alle an die Caritas angeschlossenen Einrichtungen Einfluss auf die sozialpolitischen Themenstellungen. Als pädagogischer Vorstand führte er außerdem die Stiftung Attl zusammen mit Franz Hartl durch die bewegten und anspruchsvollen Coronajahre.
Ein Höhepunkt war das Jubiläumsjahr 2023 zum 150-jährigen Bestehens der Stiftung Attl mit vielen freudigen Veranstaltungen. Damals übergab auch Franz Hartl im Rahmen eines Festakts seinen Vorstandsposten an Manuela Keml, die seither zusammen mit Jonas Glonnegger die Stiftung Attl leitet.
Gabriele Stark-Angermeier, Vorsitzende des Stiftungsrats, bedauert das Ausscheiden: „Mit Jonas Glonnegger hat die Stiftung Attl einen Vordenker für die Bedarfe von Menschen mit Assistenzbedarf in den Vorstand geholt. Ich bedanke mich im Namen des Stiftungsrats für die wertvolle gemeinsame Zeit und die Impulse, die noch lange nachwirken werden. Für seine Genesung wünsche ich Jonas Glonnegger von Herzen alles Gute.“
Auch Jonas Glonnegger betont die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Stiftungsrat. Seine Zeit in der Stiftung Attl habe ihn nachhaltig geprägt: „Besonders der gelebte Attler Geist und das aktive Miteinander hat mich zu Beginn meiner Amtszeit berührt. Ich bin dankbar, dass ich Teil dieser Gemeinschaft sein und die Stiftung führen durfte“, so Jonas Glonnegger.
Die Nachfolge im Vorstand ist bereits ausgeschrieben. Ziel ist es, die Position bis zum Ende des Jahres neu zu besetzen. Bis dahin führt Manuela Keml die Amtsgeschäfte alleine fort.
„Ich danke Jonas Glonnegger sehr für sein großes Engagement für die Stiftung Attl. Zusammen haben wir im Vorstand vertrauensvoll die Geschicke der Einrichtung geführt und die Weichen für die Zukunft gestellt“, so Vorständin Manuela Keml.
Foto: Glonnegger
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