Tabellenführer Wasserburg entschärfte Stolpergefahr ohne Glanz, aber mit vier Treffern
Der gestrige Samstag war einer dieser Tage, der für den Favoriten gefährlich werden konnte. Das Wasserburger Landesliga-Gastspiel beim FC Wacker München lag eine Woche nach dem fulminanten 3:0-Erfolg vor über 800 Zuschauern gegen die SpVgg Unterhaching II – und eine Woche vor dem Lokalderby gegen den TSV 1860 Rosenheim.
Mit dem FC Wacker München haben die Innstädter keinerlei sportliche Berührungspunkte, so dass auch im Vorfeld der Partie das Interesse so gering war, dass es der Vorbericht nicht einmal in die Printausgabe der regionalen Gazetten schaffte.
Als die Löwen dann an der Bezirkssportanlage Demleitnerstraße ankamen, fanden sie einen Kunstrasen vor, der so alt und entsprechend steinhart war, dass dessen erste Erwähnung einhergeht mit der Gründung der Stadt Munichen im Jahr 1158.
Zu allem Überfluss wartete auch noch ein Gegner, der mit der Offensive Mohamad Awata und Jasmin Kadiric deutlich gefährlicher ist, als seine Tabellenposition es erahnen lässt. Die Stolpergefahr war entsprechend groß, doch die Mannschaft von Trainer Florian Heller entschärfte diese Falle mit einem 4:0-Sieg durchaus souverän, wenn auch ohne zu glänzen.
Vor allem die erste Hälfte war zäh und gefiel dem Wasserburger Trainer gar nicht. „Wir sind nur mit einer 1:0-Führung in die Halbzeit gegangen, weil wir viele Dinge vermissen haben lassen, die uns die letzten Wochen ausgezeichnet haben. Wir haben das in der Halbzeit versucht zu ändern. Die Jungs haben sich das dann zu Herzen genommen und versucht, es besser zu machen“, kritisierte und lobte Heller im gleichen Atemzug. Die Innstädter hatten in der Anfangsphase einige gute Gelegenheiten liegen gelassen, weshalb es in der 30. Minute einen Geniestreich von Danilo Dittrich brauchte, um doch in Führung zu gehen. Im Stile eines Quarterbacks durchschnitt Dittrich mit einem 50-Meter-Pass die Abwehr, Thomas Voglmaier überlupfte den herausstürzenden Keeper und der mitgelaufene Robin Ungerath drückte den Ball zum 1:0 über die Linie. Auf der Gegenseite wurde es immer wieder gefährlich, wenn Awata im Strafraum an den Ball kam.
Wacker eine Stunde lang nur zu Zehnt
In der 35. Minute sorgte jedoch Awata selbst dafür, dass diese Gefahr gebannt wurde, denn er bekam in einer Aktion aufgrund mehrfachen Reklamierens zwei Gelbe Karten und musste vorzeitig zum Duschen.
Hellers Pausenansprache zeigte Wirkung, „die Konsequenz daraus war, dass wir in der zweiten Halbzeit drei Tore nachgelegt haben.“
Thomas Voglmaier sorgte bereits in der 48. Minute für das vorentscheidende 2:0. Josef Stellner hatte von links geflankt, in der Mitte stieg Voglmaier am höchsten und köpfte den Ball ein. In Überzahl ließen die Innstädter Wacker nicht mehr zurück ins Spiel und erhöhten in der 66. Minute durch Ungerath auf 3:0. Erneut hatte Stellner geflankt, erneut übersprang ein Wasserburger Angreifer die gesamte Hintermannschaft und erneut landete der Ball unhaltbar im langen Eck. Den Schlusspunkt setzte Ungerath mit seinem dritten Treffer an diesem Nachmittag. Nach Balleroberung am gegnerischen Strafraum legte Leon Simeth quer und Ungerath schoss den Ball ins leere Tor (70.). „Wir hätten noch mehr Tore erzielen können. Somit sind wir aber am Ende des Tages zufrieden mit dem Ergebnis und den drei Punkten mehr auf dem Konto“, zeigte sich Heller nach Schlusspfiff versöhnlich. Mehr als eben jene drei Punkte waren am Samstag auf der BSA Demleitnerstraße nicht zu holen – und diesen Auftrag haben die Löwen erfüllt.
JAH
Wasserburg: Volkmer, Biegel, Lindner, Brich, Rauscher (72. Rudolph), Stellner, Dumitru (57. Kononenko), Dittrich, Rubio Gonzalez (67. Simeth), Ungerath (72. Vieregg), Voglmaier (81. Haunolder)
Tore: 0:1 Robin Ungerath (30.), 0:2 Thomas Voglmaier (48.), 0:3 Robin Ungerath (66.), 0:4 Robin Ungerath (70.)
Schiedsrichter: Sebastian Fleschhut (TSV Seeg-Hopferau-Eisenberg)
Zuschauer: 150
Schaufenster


Herzlichen Glückwunsch,
Aber jemand sollte den Löwen endlich mal ein paar Trikots sponsern…