Bürger sollen besser informiert werden: Stadtrat stimmt Begleitmedium zur Gestaltungssatzung zu
In der Septembersitzung des Vorjahres hatte der Bauausschuss der Stadt Wasserburg über ein Begleitmedium zur Gestaltungssatzung, in der Februarsitzung wurde zugestimmt. Die Stadt möchte die Richtlinie, die vor knapp zweieinhalb Jahren in Kraft trat, möglichst bei allen Bürgerinnen und Bürgern bekannt machen, denn von der Akzeptanz bei den Menschen hänge es ab, ob diese Satzung auch flächendeckend durchgesetzt werden kann.
In Wasserburg hat man sich nun auf die Erstellung einer „Microsite“ verständigt, die als Begleitmedium zur Satzung diesem Ziel dienen soll. Als „Microsite“ bezeichnet man eine schlanke Website mit wenigen Unterseiten und geringer Navigationstiefe innerhalb eines größeren Internet-Auftritts. Das Münchner Büro „Wangler & Abele“ stellte in der jüngsten Sitzung des Stadtrats die Umsetzung der „Microsite“ vor.
Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann informierte vorab, dass ein Förderbescheid der Städtebauförderung für die Umsetzung von Programmierung, Druck und Fotos vorliege. Eine Vorabstimmung mit den Denkmalschutzbehörden sei erfolgt. Der Bauausschuss empfehle dem Stadtrat, der Ausarbeitung der „Mico Site“ zuzustimmen. Die Texte und Bilder wurden nochmal auf Widersprüche zur Satzung geprüft.
Im Anschluss stellten Frank Abele und Martin Späth die ausgearbeitete Microsite und die Papierfassung der Broschüre und die textlichen Begleitmedien vor.
Als „plakativ, anschaulich und sehr gut gelungen“ bezeichnete Wolfgang Janeczka (SPD) die Seite. Es sei ein virtueller Reiseführer durch Wasserburg. Auch Heike Maas (CSU) schloss sich dem an, man bekomme richtig Lust, sich die Stadt anzuschauen. Norbert Buortesch (Bürgerforum) fand die Seite „toll“.
Christian Stadler (Bündnis 90/Die Grünen) fand die Gestaltung im Großen und Ganzen gelungen. Es käme immer darauf an, was man erreichen wolle. Wenn man ein Gespür für die Stadt vermitteln wolle, wurde das Ziel erreicht. Als Ergänzungsmedium müsse die Seite aber noch verständlicher gemacht werden.
Einstimmig stimmte der Stadtrat der ausgearbeiteten „Microsite“ zur Gestaltungssatzung, der Papierfassung der Broschüre und den textlichen Begleitmedien grundsätzlich zu, wobei Anpassungen auf dem Verwaltungsweg vorzunehmen sind.
TANJA GEIDOBLER / Bild: Präsentation von „Wangler & Abele“
Schaufenster


Bin auch der Meinung, Wasserburg braucht unbedingt ein „Begleitmedium“, um die Vorzüge der Stadt einem staunenden Publikum vorzustellen.
Der Spaß soll dann noch mit Fördermitteln (also vom Steuerzahler) mitfinanziert werden.
Und dies in einer Stadt, die bei den kürzlich durchgeführten Wahlen die geringste Wahlbeteiligung im Landkreis hatte …
Ist dies jetzt ein Grund zur Freude, oder sollten sich die Befürworter dieses Projektes schlicht und ergreifend ein bisschen schämen?