Großes Interesse am ersten Wasserburger Einzelhandelsdialog
„In(n)spire“ – eine Austauschplattform für den Wasserburger Einzelhandel. Wie groß das Interesse ist, zeigte die gestrige Auftaktveranstaltung beim Wasserburger Bohnenröster. Mehr als 50 Einzelhändler waren der Einladung von Stadtmanager Simon Arnold gefolgt – mit der Zielsetzung, sich auszutauschen, besser miteinander zu vernetzen und über Ideen zu sprechen.
„Die Herausforderungen, aber auch die Möglichkeiten des Handels werden immer vielfältiger und umfangreicher“, so Simon Arnold. Wasserburg sei das wirtschaftliche Zentrum der Region. Während vor allem die Altstadt von zahlreichen Geschäften, Lokalen und Handwerksbetrieben geprägt ist, haben sich vor den Toren der Stadt weltweit bekannte Großunternehmen angesiedelt und entwickelt. Sie seien, so Arnold, zusammen mit den vielen Dienstleistern sowie den beiden Kliniken heute ein Garant für den Wohlstand der Stadt und des Umlandes.
„Im Stadtgebiet von Wasserburg mit seinen gerade einmal rund 13.000 Einwohnern sind sage und schreibe 1.200 Gewerbetriebe angemeldet“, so Simon Arnold.
Als Beispiel für eine gute Vernetzung nannte Arnold als Beispiel Österreich, wo nie Einzelwerbung für einzelne Hotels oder Gaststätten gemacht werden, sondern immer für die gesamte Region. Dies sehe er auch für Wasserburg als sehr wichtig an. Deshalb sei es von enormer Wichtigkeit, sich untereinander auszutauschen und zu vernetzen. Hierbei könne man auch viel voneinander lernen. „Schön wäre es, wenn es zwei Mal im Jahr solche Treffen geben könnte“, erklärte der Stadtmanager.

Simon Arnold informierte über das Ladenschlussgesetz und die Möglichkeit von langen Einkaufsnächten. Einige Einzelhändler berichteten, dass sie hier schon gute Erfahrungen gemacht haben, allerdings wäre es für die Kunden besser, wenn mehr Läden gleichzeitig geöffnet haben und nicht nur einer. Als Vorschlag wurde eine „lange Verkaufsnacht“ genannt – diese sollte aber, so die mehrheitliche Meinung, nicht mit einem Event wie dem Nachtflohmarkt oder „Wasserburg leuchtet“ zusammenfallen. Gute Monate für solche Events wären beispielsweise August und November.
Grundsätzlich waren sich alle einig, dass die Vernetzung und das Kennenlernen untereinander noch besser werden müssen. Events wie das Arkadenfest oder der Hofstatt-Strand seien bereits durch gute Zusammenschlüsse einiger Geschäfte sehr erfolgreich. „Schön wäre es, wenn alle zusammenkommen würden“.
Ein Anfang ist gemacht, der erste Wasserburger Einzelhandelsdialog endete mit angeregten Gesprächen untereinander. Ein sehr positives Fazit zog Stadtmanager Simon Arnold: „Es war ein guter Austausch auf fachspezifischer Ebene in angenehmer Atmosphäre und mit wunderbaren Impulsen. Das sollte auf jeden Fall wiederholt werden.“
TANJA GEIDOBLER
Schaufenster



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