Der Rufbus fährt weiter im Landkreis – Mit einigen Neuerungen ab April
Das flexible Mobilitätsangebot in der Region – der Rufbus „Rosi“ – bleibt auch künftig Bestandteil des öffentlichen Nahverkehrs im Landkreis Rosenheim. Nachdem alle beteiligten Gemeinden positive Beschlüsse gefasst haben, steht fest: Der On-Demand-Verkehr wird von
Bad Endorf, Bernau, Breitbrunn, Eggstätt, Frasdorf, Gstadt, Höslwang, Prien und Rimsting
weiter gemeinsam getragen. Gleichzeitig wird der On-Demand-Verkehr mit einigen Anpassungen fit gemacht für die Zukunft.
Zu den Neuerungen gehören zum einen eine kundenfreundlichere Preisgestaltung und die Abschaffung der Sektoren, um die Attraktivität der Rosi für die Fahrgäste zu erhöhen. Die Nutzungsdaten zeigen aber auch, dass die Einführung von Stornierungskosten unumgänglich ist.
Die Stornierungsquote von Rosi-Fahrten durch Kunden liegt bei etwa 20 Prozent.
Nicht darin aufgeführt sind die Fälle, in denen ein Fahrgast eine Fahrt ohne Stornierung nicht antritt. Das deutet darauf hin, dass viele Fahrten vorsorglich gebucht werden. Als Folge sind die Fahrzeuge blockiert und können oft nicht mehr kurzfristig von anderen Fahrgästen gebucht werden. Bislang mussten die Gemeinden diese Kosten tragen.
Die neuen Stornierungskosten gelten ab dem 1. April:
Direkt nach der Buchung können Kunden innerhalb von 30 Minuten kostenfrei stornieren.
Bei der Stornierung bis drei Stunden vor der Fahrt wird die Hälfte des Fahrpreises fällig, der für die Fahrt angefallen wäre.
Bei einer Stornierung weniger als drei Stunden vor der Fahrt oder Nichterscheinen, wird der volle Fahrpreis für die gebuchte Fahrt fällig.
Keine Stornogebühren fallen an, wenn eine Fahrt quasi durch die „Rosi“ selbst abgesagt wird.
Und auch bezüglich der Zahlung gibt es eine Neuerung:
Künftig muss bei einer Buchung zwingend ein Zahlungsmittel hinterlegt werden. Die Barzahlung im Auto fällt weg. Das spart Zeit und sichert den Einzug möglicher Stornierungsgebühren.
Kommunen sind sich einig
In den vergangenen Monaten wurde der On-Demand-Verkehr immer wieder kontrovers in den Gemeinderäten diskutiert.
Anlass zur Kritik gaben die Kostenentwicklung, die Auslastung und mehrere organisatorische Unstimmigkeiten. Die Rückmeldungen aus den Kommunen wurden vom Landratsamt aufgenommen und gemeinsam mit den Projektpartnern und der tatkräftigen Unterstützung des Logistik-Kompetenz-Zentrums Prien intensiv bearbeitet. Gemeinsam in Zusammenarbeit mit der Bürgermeisterin und den Bürgermeistern konnte man sich auf ein Ergebnis verständigen, das von allen mitgetragen wird.
Landrat Otto Lederer begrüßt die einheitliche Entscheidung der Kommunen: „Die positiven Beschlüsse zeigen, dass die Rosi ein wichtiger Baustein für die Mobilität vieler Bürgerinnen und Bürger ist und die Gemeinden hier Hand in Hand mit dem Landkreis arbeiten, um dieses Angebot aufrechtzuerhalten und zu verbessern.“ Auch die Landkreis-Verwaltung freue sich über das Ergebnis und bedanke sich bei allen Gemeinden für die offenen Gespräche und die konstruktive Zusammenarbeit.
Mit dem Angebot „Rosi“ wurde im Jahr 2022 eine moderne und bedarfsgerechte Ergänzung zum klassischen Linien- und Schienenverkehr geschaffen. Bürgerinnen und Bürger können Fahrten bequem per App oder Telefon buchen und werden ohne festen Fahrplan flexibel von Haltepunkt zu Haltepunkt befördert.
Die „Rosi“ stellt dabei gerade dort Mobilität sicher, wo es kaum regulären Linienverkehr gibt.
Foto: Chiemsee-Alpenland-Tourismus
Die Preise
Schaufenster



Waren da nicht schon mal mehr Gemeinden dabei?