Vor 4.425 Zuschauern im ausverkauften ROFA-Stadion: Bitteres 2:3 gegen Regensburg
Die Starbulls Rosenheim sind gestern Abend mit einer Niederlage ins Playoff-Viertelfinale der DEL2 gestartet. Im ersten Spiel der „Best-of-Seven-Serie“ unterlagen die Grün-Weißen vor 4.425 Zuschauern im ausverkauften ROFA-Stadion den Eisbären Regensburg 2:3. Die zweimalige Führung durch Powerplay-Tore von Luigi Calce und Scott Feser reichte am Ende nicht: Die Starbulls luden die Gäste kurz vor und kurz nach der zweiten Pause zu einfachen Toren ein, präsentierten sich danach zu lange ideenlos und konnten sich für die Schlussoffensive nicht mehr belohnen.
Die spannende Rosenheimer Aufstellungsfrage zum ersten Playoff-Spiel beantwortete Cheftrainer Jari Pasanen mit Oskar Autio im Tor, Christopher Kolarz als Back-up und dem US-Amerikaner C.J. Stretch sowie dem Kanadier Charlie Sarault im Sturm. Die Angreifer Wyatt Schingoethe und Teemu Pulkkinen sowie Verteidiger Lars Bosecker blieben in der Zuschauerrolle. Die Stürmer Jorden Taupert und Lewis Zerter Gossage, die in den letzten Spielen der Hauptrunde verletzungsbedingt aussetzen mussten, waren wieder mit dabei, konnten aber kaum Akzente setzten.
Peter Flache, Headcoach der Gäste, durfte ebenfalls aus dem Vollen schöpfen. Für Bryce Kindopp, Yuma Grimm und Maximilian Merkl hatte er keinen Platz im Line-up.
Die Starbulls starteten gut in die Partie. Der sehr auffällige Luigi Calce traf nach knapp zwei Minuten mit einem gefährlichen Schuss das Außennetz – und brachte die Hausherren beim ersten Powerplay in Führung. Die Scheibe lief gut durch die Rosenheimer Reihen, Ville Järveläinen zog direkt ab, Gästekeeper Jonas Neffin konnte, irritiert durch seinen Verteidiger Guillaume Naud, den Puck nicht festmachen und Calce staubte reaktionsschnell per Rückhand zum 1:0 ab (5.).
Die Eisbären machten es den Starbulls nach. Auch ihr erstes Überzahlspiel war zielstrebig – und erfolgreich. David Morley versenkte die Hartgummischeibe aus dem linken Bullykreis per Direktabnahme hoch im kurzen Eck – 1:1 (11.). Die Rosenheimer Überlegenheit der ersten 20 Minuten zeigte sich zwar im Chancen- und Torschussverhältnis, nicht aber im Spielstand.
Gleich zu Beginn des zweiten Spielabschnitts aber nutzten die Grün-Weißen auch ihr zweites – und gleichzeitig letztes – Überzahlspiel. Wieder kombinierten die Starbulls zielstrebig und diesmal war es Scott Feser, der den Puck aus dem rechten Anspielkreis satt halbhoch im linken Eck zum 2:1 versenkte; Fabian Dietz nahm Eisbären-Keeper Neffin die Sicht (22.)
Regensburg präsentierte sich gallig, brachte Playoff-Härte in die Partie – und die Starbulls hatten Glück, dass Morley nur die Latte traf (25.). Trotzdem schienen die Gastgeber das Spiel im Griff zu haben und ließen nur wenige gefährliche Abschlüsse der Gäste zu. Und dennoch endete auch Abschnitt zwei 1:1, weil sich die Starbulls nach einem an der Bande im gegnerischen Drittel hängen gebliebenen Angriff viel zu pomadig präsentierten. Cory Trivino bediente Alex Berardinelli, der zu viel Platz hatte und aus halblinker Position schoss. Starbulls-Torwart Oskar Autio, der freie Sicht hatte, ließ den Puck unter den Schonern hindurch passieren – 2:2 (37.).
Das zweite und letzte Unterzahlspiel der Partie verteidigten die Gastgeber erfolgreich, um danach aber ein weiteres einfaches Gegentor zu kassieren. Drei Regensburger Angreifer kombinierten vier Starbulls-Spieler im Slot so auseinander, dass Berardinelli aus kurzer Distanz problemlos einschieben und seinen zweiten Treffer feiern durfte (44.).
Zunächst fiel den Starbulls nun gegen solide verteidigende Oberpfälzer nicht mehr viel ein – bis Jari Pasanen fünf Minuten vor der Schlusssirene eine Auszeit nahm. Danach drückten die Grün-Weißen, ließen Regensburg kaum noch aus der eigenen Zone kommen, versuchten es mit sechstem Feldspieler und ohne Torwart, kamen zu gefährlichen Schüssen und zu einer großartigen allerletzten Ausgleichschance: Nach Rückhandzuspiel von Stretch hatte Lukas Laub eigentlich das leere Tor vor sich, aber Sean Giles und Pierre Preto arbeiteten mit vereinten Kräften die Scheibe noch irgendwie neben das Gehäuse. Sekunden später stand die fünfte Rosenheimer Niederlage gegen Regensburg nach vier Pleiten in den vier Duellen der Hauptrunde fest.
„Es war ein tolles Playoff-Spiel mit toller Stimmung. Aber es war wie die letzten vier Spiele gegen Regensburg. Viele Schüsse, nicht genug Verkehr vor dem Tor und nicht hungrig genug für die Rebounds. Und dann haben wir zwei Gegentore fast selbst gemacht“, lautete das nüchterne Fazit von Starbulls-Cheftrainer Jari Pasanen zur Rosenheimer Auftakt-Niederlage in den Playoffs.
Weiter geht’s in der Viertelfinalserie zwischen den Starbulls Rosenheim und den Eisbären Regensburg am kommenden Freitag mit Spiel zwei in Regensburg (20 Uhr, „das Stadtwerk.Donau-Arena“, Liveübertragung bei www.sporteurope.tv).
Zwei Tage später treffen sich die Mannschaften zum dritten – von mindestens vier und maximal sieben Duellen – wieder im ROFA-Stadion (Sonntag, 17 Uhr). Dieses Spiel ist bereits ausverkauft, auf www.starbulls.de/tickets können aber jederzeit noch Eintrittskarten – auch Sitzplätze – aus dem Re-Sale buchbar werden.
Schaufenster


Hinterlassen Sie einen Kommentar