Gebietsbetreuer tauschten sich über Schutz seltener Arten aus

Wie können seltene Wiesenbrüter und Raufußhühner gerettet und einzigartige Moorlandschaften dauerhaft bewahrt werden? Mit viel Engagement, Fachwissen und guter Kommunikation. Genau darum ging es beim diesjährigen Treffen der bayerischen Gebietsbetreuer an der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftsplanung in Laufen an der Salzach. Auch drei Fachleute aus dem Landkreis Rosenheim nahmen teil.

Für den Landkreis Rosenheim sind das Dirk Alfermann, der den Chiemsee und seine Verlandungsbereiche betreut, Katharina Amelung, die für den Rosenheimer Alpenraum zuständig ist und Patrick Guderitz für den Biotopverbund der Eggstätt-Hemhofer Seenplatte und Seeoner Seen.

Diese Gebiete beherbergen eine ganze Reihe von seltenen und gefährdeten Tier- und Pflanzenarten und machen sie, gerade im Verbund, zu einem absoluten Hotspot der Artenvielfalt in Bayern. Kiebitz, Großer Brachvogel, Steinadler, Birk- und Auerhuhn sind nur einige der Arten, die in den wertvollen Naturräumen des Landkreises letzte Rückzugsräume haben.

Die Gebietsbetreuung setzt sich vor Ort für die Umsetzung von Maßnahmen für diese sogenannten „Schirmarten“ ein. Von den Schutzmaßnahmen profitieren jedoch nicht nur Kiebitz und Co. Auch zahlreiche andere typische Arten der unterschiedlichen Lebensräume profitieren davon. Im Landkreis Rosenheim trägt diese Arbeit konkrete Früchte – hörbar bei der Balz des Birkhuhns und sichtbar in artenreichen Moorgebieten.

Die Gebietsbetreuung in Bayern gilt als Erfolgsmodell des bayerischen Naturschutzes. Seit über 20 Jahren setzen sich die engagierten, vom Bayerischen Naturschutzfonds geförderten Fachleute in ihren jeweiligen Regionen für die Erhaltung wertvoller Naturräume ein. Ihr Erfolgsrezept: Kontinuität, Fachkompetenz und eine enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Landwirten und Grundstückseigentümern. So konnten in vielen Gebieten bedrohte Arten gerettet und einzigartige Lebensräume langfristig gesichert werden.

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