Wasserburg feiert Kantersieg und gewinnt auswärts mit 9:2 – Ungerath mit Fünferpack
Der Wetterbericht am Sonntagnachmittag für die Region Aubing und Umgebung lag gehörig daneben, denn er sagte grau und bewölkt voraus. Besser wäre gewesen, die Meteorologen hätten Sturmwarnung gegeben, denn es hagelte – und zwar Tore. Im übertragenen Sinne ähnelte die Landesliga-Partie zwischen dem SV Aubing und dem TSV 1880 Wasserburg Aprilwetter im März.
Nach drei schnellen Toren schien den Innstädtern 30 Minuten lang die Sonne, Alexander Rojek ließ durch seinen Doppelpack noch vor der Pause dunkle Wolken aufziehen, die sich in Form eines Wasserburger-Hagelsturms in der zweiten Halbzeit entluden. Der fünffache Robin Ungerath, der doppelte Vinzenz Egger sowie Josef Stellner und Janik Vieregg schossen einen 9:2-Auswärtssieg heraus, der zugleich den höchsten Wasserburger Landesligasieg in der Geschichte darstellt.
„Wir waren unabhängig vom Ergebnis über 90 Minuten in unserem Spiel. Den Jungs war die Torfolge egal, sie haben das gesamte Spiel über unseren Plan durchgezogen“, berichtete Florian Heller, der ergänzte: „Die Art und Weise, wie wir gespielt haben, hat sich bis zum Abpfiff nicht verändert. Und so kommt dann auch ein für die Landesliga untypisches 9:2 zustande.“ Auf Kunstrasen in Aubing begannen die Innstädter schwungvoll und führten nach knapp einer halben Stunde „verdient mit 3:0“, wie der Coach analysierte. Vinzenz Egger mit einem Doppelschlag (12. und 24.) und Robin Ungerath (32.) schossen einen scheinbar komfortablen Vorsprung heraus. Dass Aubing aber eine spielstarke Mannschaft ist und keine, die Woche für Woche auseinanderfällt, zeigte sich in einer Phase vor der Halbzeit, als die Löwen „zu sehr in ein Sicherheitsdenken verfallen waren“, aber zugleich Räume vor der letzten Kette hergaben. „Aubing darf man keinen Raum geben“, erklärte Heller die beiden Gegentore durch Alexander Rojek (38. und 44.).
In einer weniger stabilen Phase der Saison hätte die Partie aufgrund der vom Zeitpunkt her psychologisch ungünstig kassierten Anschlusstreffer kippen können, doch nach einer Feinjustierung in der Halbzeit wurde der Aubinger Aufschwung von den Innstädtern ausgebremst. Besonders der Wasserburger Angriff ließ einen Sturm über die Gastgeber hereinbrechen, der im Minutentakt Schaden verursachte. Alle Angreifer waren heiß, aber Ungerath (52., 57., 65. und 66.) explodierte innerhalb kürzester Zeit und schraubte sein Torkonto nach oben, ehe Josef Stellner (70.) und Janik Vieregg (80.) nachlegten.
„Wir waren extrem fleißig. Unsere Stürmer haben ein sehr hohes Laufpensum an den Tag gelegt. Mit ihren Toren haben sie sich dafür belohnt“, lobte Heller. Der Coach konstatierte im Gespräch nach dem Spiel aus dem Auto heraus aber auch, „dass wir für dieses Ergebnis auch nur drei Punkte bekommen.“ Für Aubing war die Tatsache, dass Heller zu dem Zeitpunkt, als er den Fokus schon auf das nächste Spiel legte, bereits auf der Heimfahrt war, ein gutes Zeichen: Der Sturm hatte sich somit verzogen.
Wasserburg: Volkmer, Biegel, Lindner (79. Rudolph), Brich, Rauscher, Stellner (71. Saur), Dumitru (67. Haunolder), Dittrich, Voglmaier (60. Kononenko), Ungerath (67. Vieregg), Egger
Tore: 0:1 Vinzenz Egger (12.), 0:2 Vinzenz Egger (24.), 0:3 Robin Ungerath (32.), 1:2 Alexander Rojek (38.), 2:3 Alexander Rojek (44.), 2:4 Robin Ungerath (52.), 2:5 Robin Ungerath (57.), 2:6 Robin Ungerath (65.), 2:7 Robin Ungerath (66.), 2:8 Josef Stellner (70.), 2:9 Janik Vieregg (80.)
Schiedsrichterin: Barbara Karmann (FC Ehekirchen)
Zuschauer: 150
JAH
Schaufenster


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