Jahreshauptversammlung der Griesstätter Schützen mit vielen Ehrungen und Neuwahlen
Bevor sich die Vereinsmitglieder der Schützengesellschaft Griesstätt beim Vereinslokal Jagerwirt zur Hauptversammlung trafen, besuchten sie den Gedenkgottesdienst für die verstorbenen Schützen, der von Pfarrer Kolb und den Bläsern der Musikkapelle Griesstätt feierlich gestaltet wurde.
Schützenmeister Albersinger eröffnete die Versammlung und begrüßte Gauschützenmeister Helmut Schwarzenböck, den Zweiten Bürgermeister Anton Strahlhuber, die Ehrenmitglieder und Schützenkönige. Danach wurde mit einer Schweigeminute der zwei im letzten Jahr gestorbenen Mitglieder gedacht. Der Schützenmeister konnte stolz auf bemerkenswerte Erfolge im Jahr 2025 hinweisen. Griesstätt war Gastgeber auf seiner Schießanlage für das Kleinkaliber-Gauschießen und beteiligte sich am Gaukönigsschießen (Luftgewehr, -pistole). Eine Ausbeute von insgesamt vier Gaukönigstitel ist beeindruckend und bedeutet, dass die Gaufahne von Griesstätter Schützen bei großen Veranstaltungen getragen wird. Albersinger erwähnte auch die Beteiligung am Dorfadvent mit einer Essensbude und die Eröffnung durch die Böllerschützen. Er beschränkte sich bei dieser Aufzählung, um nicht dem Schriftführer und dem Sportleiter vorzugreifen und endete mit einem Dank an alle Funktionäre, welche den Wettkämpfern die Grundlagen für ihre Leistungen schufen. Ein Verein mit 392 Mitgliedern und zwei örtlich getrennte Schießanlagen erfordert ein beträchtliches Maß an Organisation, die sich nicht von selbst erledigt.
Als Nächster sprach Max Seidl als Schießstandleiter für Klein- und Großkaliber. Er kümmert sich um die jährlichen Einweisungen der Aufsichten, da die Beaufsichtigung der Schützen beim Umgang mit Feuerwaffen besondere Qualifikationen erfordert. Seidl berichtete über Renovierungsarbeiten am Schießstand und über das KK-Königsschießen, das heuer mit dem historischen Vereinsgewehr Mauser 34 anstatt modernen Matchwaffen ausgeschossen wurde.
Schriftführer Georg Arnold erinnerte an die zahlreichen gesellschaftlichen und sportlichen Höhepunkte der vorangegangenen Saison wie Gartenfest und Gauschießen.
Sportleiter Hansi Huber zählte die wichtigsten Erfolge im Sportbereich auf. Die Anzahl von 26 Gaumeistern, 14 Silber- und etliche Bronzeplätze war beachtlich und ließ darauf hoffen, auch auf den noch höheren Wettbewerben mitmischen zu können.
Dass die Mannschaft Griesstätt 3 mit den Schützen Witali Kostezki, Anna Burger, Julia Burger, Martin Eder und Jakob Eder (jeweils 1 Schütze als Ersatz) einen Gaurundenwettkampfrekord von 1578 Ringen geschossen und auch die weiteren Ergebnisse nur knapp darunter waren, erfüllt den Sportleiter mit Stolz.
Im Rundenwettkampf Bezirksliga und Oberbayernliga wurden ein 1. und ein 2. Platz in der Tabelle erreicht.
Bei der Oberbayer. Meisterschaft waren fünf Meistertitel und sechs dritte Plätze die Ausbeute. Bei der Bayerischen Meisterschaft war man mit einem Meistertitel, einem Mannschaftsmeister und drei Bronzemedaillen erfolgreich. Bei der Deutschen Meisterschaft konnte Griesstätt mit einem Vizemeister, einem 4./5./15./20. Platz glänzen. Acht weitere Schützen waren auch noch im vorderen Bereich.
Barbara Feichtner informierte die versammelten Mitglieder über die Aktivitäten im Damenbereich und geplante Veranstaltungen.
Der Schussmeister und stellvertretende Bezirksböllerreferent Ludwig Bürger zählte die Einsätze seiner Böllerschützentruppe auf. Dass die Böllerschützen das sichtbare Erscheinungsbild des Vereins in der Öffentlichkeit präsentieren, wurde damit deutlich. Er informierte über die Auftritte bei etlichen Böllerschützentreffen, den Christkindlmärkten auf der Fraueninsel, Wasserburg und beim Dorfadvent in Griesstätt, Hochzeitsschießen und kirchlichen Festen. Der Terminplan für dieses Jahr ist ebenfalls randvoll. Die genaueren Ausführungen gab es bereits in der eigenen JHV der Böllerschützen.
Der Jugendleiter Josef Wagner berichtete hauptsächlich über gemeinschaftsbildende Maßnahmen für die Jugend wie Zelten, Besuch im Bayernpark und Ausflüge. Das alles soll die Schützen als Mannschaft zusammenschweißen. Die sportlichen Erfolge in den verschiedenen Disziplinen beweisen, dass die Kameradschaft die Leistungsbereitschaft gefördert hat. Das zeigte als Mannschaftserfolg der Gewinn der Gau-Jugendscheibe.
Den letzten, aber sehr wichtigen Bericht, erstattete der Kassier Lorenz Reindl. Den Einnahmen standen hohe Ausgaben gegenüber und trotzdem konnten durch kostenlose Vereinsarbeit 2.660 Euro Überschuss erwirtschaftet werden. Der frühere Vereinskassier und aktive Bankangestelle Thomas Albersinger führte als Fachmann die Kassenprüfung durch und konnte angeben, dass die Kasse ordentlich geführt worden ist. Einer Entlastung stünde nichts im Wege.
Angekündigt wurde auch eine Beitragserhörung um zwei Euro, nachdem der Deutsche Schützenbund den selben höheren Betrag von den Vereinen gefordert hat. Ein Trostpflaster für die Schützen ist die Verringerung der Jahrespauschale um 20 Euro für Groß- und Kleinkaliber.
Als wichtiger Funktionär der Vereinsorganisation wurde Klaus Harich erwähnt, der sich um die Mitgliederverwaltung (392 aktuell) kümmert. Zuletzt wurde über die Entlastung der Vorstandschaft abgestimmt. Diese wurde ohne Gegenstimme erteilt.
Nun übernahm der Gauschützenmeister Schwarzenböck die Leitung für die Neuwahl des Vereinsvorstandes . Die Amtsinhaber stellten sich wieder für die neue Amtsperiode als Kandidaten zur Verfügung, was die Wahl erheblich beschleunigte. Gewählt beziehungsweise bestätigt wurden in ihren Funktionen: 1. Schützenmeister Michael Albersinger, 2. Schützenmeisterin Doris Liedl, Kassier Lorenz Reindl, Sportleiter Hansi Huber, Schriftführer Georg Arnold, KK-Standleiter Max Seidl, Jugendleiter Josef Wagner, Böller-Schußmeister Ludwig Bürger, Damenleiterin Barbara Feichtner. Vereinsausschuss: Klaus Harich, W. Kostezki, K. Obermayer, Deinwallner J., R. Ziegler jr., Chr. Liedl, J. Arnold , G. Frabschka, W. Feichtner, Th. Albersinger.
Zum Abschluß der Veranstaltung nahm Gauschützenmeister Schwarzenböck die Ehrung langjähriger Gaumitglieder vor. Für 25 Jahre: Eduard Dirksen, Elena, Liegl und Witali Kostezki, 40 Jahre: Gabi Angerer, Georg Weiderer, Georg Gartner, Christian Krause, 50 Jahre: Heinz Habl, Georg Hamberger und Jakob Ametsbichler.
Unser Bild zeigt die neugewählten Funktionäre der Vorstandschaft und des Vereinsausschusses. Rechts Helmut Schwarzenböck und Zweiter Bürgermeister Anton Strahlhuber.
HR / Foto: Römersberger
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