Dank Ehrenamtlichen und Sponsoren: Erstmals eigener Vereinsbus der Sektion Wasserburg

Die Sektion Wasserburg des Deutschen Alpenverein (DAV) hat allen Grund zur Freude: Der Verein verfügt erstmals in seiner Geschichte über einen eigenen Vereinsbus. Möglich wurde die Anschaffung durch die großzügige Unterstützung regionaler Partner – der Bauer-Gruppe, der Sparkasse Wasserburg, des Autohauses Huber, der Fahrradwelt Huber sowie des Druckzentrums Haag. Bei einem feierlichen Übergabetermin am Mittag – auf dem Gelände der Fahrradwelt Huber – wurde das neue Fahrzeug offiziell in den Dienst der Sektion gestellt.

„Wir haben uns heute hier versammelt, um einen Schritt für den Alpenverein nach vorn in die Zukunft zu machen“, betonte der 1. Vorstand Fritz Gottwald in seiner Ansprache. Die Anschaffung des Busses sei ein lang gehegter Wunsch gewesen. „Die ganze Geschichte war nur möglich, weil wir ganz tolle Leute gehabt haben, die sich da ehrenamtlich hineingehängt haben – und Sponsoren, die uns sehr tatkräftig und auch finanziell unterstützt haben.“

Mit rund 5.300 Mitgliedern ist die Wasserburger Sektion der größte Verein vor Ort. Die Struktur der Touren habe sich jedoch in den vergangenen Jahren verändert, erklärte Gottwald: „Früher ist man mit einem großen Bus mit 30, 40 oder 50 Leuten unterwegs gewesen. Heute sind es meist kleinere Gruppen mit neun, zwölf oder 15 Personen.“ Genau für diese Größenordnung sei der neue Bus ideal. In Kombination mit einem zusätzlichen Pkw lasse sich der Transport flexibel organisieren.

Zugleich sei das Fahrzeug ein Beitrag zur Nachhaltigkeit: „So ein Bus ersetzt mindestens zwei Pkw. Wir bringen Ski unter, können einen Radanhänger anhängen – das ist auf alle Fälle eine ganz tolle Geschichte.“

Ein zentrales Thema sei lange die Organisation gewesen. „Der Bus hat nur einen Sinn, wenn man jemanden hat, der sich kümmert“, so Gottwald. Mit Niklas Heienbrock aus dem DAV-Büro habe man den „perfekten Mann für den Bus“ gefunden. Gemeinsam mit dem Wasserburger Rechtsanwalt und Bergwachtler Andreas Roder habe er ein rechtssicheres Verleihkonzept ausgearbeitet. „Es muss alles passen – vom richtigen Führerschein bis zur Regelung, falls mal jemand geblitzt wird. Nicht, dass es am Alpenverein hängen bleibt“, sagte Gottwald mit einem Augenzwinkern.

Die Buchung erfolgt künftig unkompliziert online über die Vereinshomepage. Nach der Reservierung erhalten Nutzer einen QR-Code aufs Handy, mit dem sie bei der Firma Bauer an der Rezeption per Tablet den Schlüssel und die Fahrzeugpapiere erhalten. Auch Stellplatz und Rückgabe sind dort geregelt. „Die Firma Bauer unterstützt uns nicht nur finanziell, sondern auch mit diesem großartigen Service“, betonte Gottwald.

Breite Unterstützung aus der Region

Ermöglicht wurde die Anschaffung durch das Engagement mehrerer regionaler Unternehmen: die Bauer Gruppe, die Sparkasse Wasserburg, das Autohaus Huber, die Fahrradwelt Huber sowie das Druckzentrum Haag. Besonders hob Gottwald das Engagement von Peter Behrend vom DAV-Büro hervor, der als Initiator unermüdlich Sponsoren gewonnen habe. „Er liegt mir schon lange in den Ohren mit dem Wunsch nach einem Vereinsbus – jetzt hat es endlich geklappt.“

Auch das Autohaus Huber habe maßgeblich beigetragen: „Wir haben den Bus zu einem sehr günstigen Preis bekommen. Ohne diesen erheblichen Preisnachlass wäre das finanziell schwierig geworden.“ Denn trotz der hohen Mitgliederzahl stemmt die Sektion parallel weitere Projekte.

Ein bewegender Moment war das Gedenken an Markus Bauer, mit dem erste Gespräche zur Kooperation geführt worden waren. „Er hat sich sehr für die Unterstützung des Alpenvereins und der Jugend eingesetzt. Er wäre heute sicher dabei gewesen“, erinnerte Gottwald. Sein plötzlicher Tod habe große Betroffenheit ausgelöst.

Als Zeichen des Dankes überreichte der Verein den Hauptsponsoren eine gravierte Brotzeitdose im DAV-Wasserburg-Design sowie je zwei Eintrittskarten zu einem DAV-Vortrag.

Erhebliche Erleichterung für die Jugend

Besonders groß ist die Freude bei der Alpenvereinsjugend. Jugendreferent Daniel Hofweber bedankte sich im Namen aller jungen Mitglieder: „Für uns ist das eine erhebliche Erleichterung. Wir sind oft mit dem Zug unterwegs, aber man kommt nicht überall hin.“ Gerade bei Ausflügen in entlegenere Bergregionen oder zu Kletter- und Campingzielen sei man bislang auf Eltern oder zusätzliche Leihbusse angewiesen gewesen.

„Bei uns haben viele noch keinen Führerschein. Da mussten oft Eltern einspringen. Jetzt können ältere Jugendliche den Bus fahren und mit ihren Gruppen in die Berge starten“, so Hofweber. Besonders erfreulich: Die Vorstandschaft hat beschlossen, dass die Jugend bei der Vergabe des Busses Vorrang hat. „Das ist nicht selbstverständlich. In vielen Vereinen ist das anders. Wir wissen das extrem zu schätzen und sind sehr dankbar.“

Die Jugendabteilung der Sektion ist breit aufgestellt: Zwölf ehrenamtlich Engagierte betreuen mehrere Gruppen unterschiedlicher Altersstufen – von reinen Klettergruppen über Ausflugsgruppen bis hin zu gemischten Formaten. Neu hinzugekommen ist eine Integrations- beziehungsweise Inklusionsklettergruppe, in der auch ein junger Mensch aus einem Behindertenheim aktiv mitklettert. „Da entwickeln sich unglaublich viele tolle Sachen“, sagte Hofweber. „Und der Bus macht es uns viel leichter, das alles auf die Beine zu stellen.“

Mit dem neuen Fahrzeug gewinnt die DAV-Sektion Wasserburg nicht nur an Mobilität, sondern auch an Flexibilität, Nachhaltigkeit und Gemeinschaft. Oder, wie Fritz Gottwald es zusammenfasste: „Ich kann nur sagen: ein herzliches Dankeschön an alle Sponsoren. Das ist eine tolle Geschichte – für unseren Verein, für unsere Mitglieder und ganz besonders für unsere Jugend.“

Das Titelbild oben zeigt (von links): Vorstand Fritz Gottwald (DAV Wasserburg), Luisa Krenn (Privatmolkerei Bauer), Andreas Bonholzer (Sparkasse Wasserburg), Daniel Hofweber (DAV Wasserburg), Günther Schoberth-Schwingenstein (Fahrradwelt Huber) und Thomas Wiesmann (Autohaus MKM Huber).

RB

Schaufenster