Applaus auch vom Bundespräsidenten Deutschlands: „Das war nix für schwache Nerven"
Sie riss die Arme zum Himmel und fuhr über die Ziellinie bei Olympia – strahlend ins jubelnde Publikum winkend Franzi Preuß aus Albaching hat heute mit Justus Strelow, Philipp Nawrath und Vanessa Voigt die Bronze-Medaille für Deutschland in der Mixed-Staffel gewonnen. „Das war nix für schwache Nerven“, sagte Deutschlands Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der vor Ort auf der Tribüne in Antholz das Rennen miterlebte. Die vielen deutschen Fans im Stadion hätten wie er mitgezittert und dann Applaus geklatscht für Franziska Preuß, als sie die Strafrunde antreten musste. Er hoffe, das habe sie ermutigt …
Franzi kam dann als Dritte ins Ziel und im Zielraum und auch beim ZDF-Interview kam sie gar nicht aus dem Lächeln heraus: Es sei so sehr besonders, diese Medaille erkämpft zu haben, sagte sie später im Interview beim ZDF. Sie habe nicht gedacht, dass das Team das heute schaffen könne. Und Teamkollegin Vanessa Voigt sagte, sie habe gar keine Worte. Es sei so extrem schwierig, bei dieser enormen Leistungsdichte aktuell in einer Mixed-Staffel eine Olympia-Medaille zu gewinnen.
Als Neunte waren sie – von den bisherigen Leistungen der Mixed-Staffeln her in der Saison – heute Nachmittag ins Rennen gegangen.
Startläufer Strelow übergab als Vierter hinter Norwegen, Frankreich und Gastgeber Italien auf Philipp Nawrath, der an Nummer zwei liegend an Vanessa Voigt weitergab. Und Voigt reichte einen dritten Rang hinter der Französin Jeanmonnot und der Norwegerin Knotten an die Franzi weiter.
Nach zuvor sechs fehlerfreien Schießen der Team-Kollegen – ohne jeglichen Nachlader – leistete sich die 31-jährige Schlussläuferin vom SC Haag – nach einem starken, fehlerfreien Liegendanschlag – ausgerechnet im finalen Stehend-Schießen bei den letzten beiden Scheiben Fehler.
Nämlich vier an der Zahl – und Franzi musste einmal in die Strafrunde. Weil aber Norwegens Maren Kirkeeide – ihre unmittelbare Verfolgerin um Bronze – sogar zwei Strafrunden laufen musste, sicherte die Albachingerin die Bronze-Medaille ab. Hinter Frankreich und Italien, die ohnehin für Gold oder Silber uneinholbar waren.
Foto: WS-Archiv
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