Bauausschuss gibt grünes Licht für Errichten an sieben Standorten

Im Oktober fand eine gemeinsame Begehung von Vertretern der Stadt Wasserburg, des ADFC und einer Vertreterin des Behindertenbeirats statt, damit man über die Standorte und die Anzahl der zu errichtenden Fahrradständer / Fahrradbügel beraten konnte.
Dem Bauausschuss lag nun das Ergebnis dieser Beratung vor. Demzufolge sollten an sieben Standorten in der Altstadt insgesamt 16 zusätzliche Fahrradständer errichtet werden. Die Debatte wurde engagiert geführt. So warf Heike Maas (CSU) ein, dass man dafür Sorge tragen müsse, dass der Zugang zu den Geschäften in der Altstadt frei bleibe. Außerdem wurde eingewandt, dass die Errichtung von 16 zusätzlichen Fahrradständern zwar eine gute Maßnahme sei, natürlich aber nicht ausreiche. Denn auch die Anwohner besäßen Fahrräder und in den teilweise mittelalterlichen Häusern der Altstadt habe man natürlich nicht daran gedacht, dass es einmal Fahrräder geben könne. Auch die Frage wurde erörtert, ob durch das Abstellen von Lastenfahrrädern in der Altstadt manche Stellen für die Fußgänger nicht zu eng würden.
Und es wurde erörtert, ob man für die Errichtung von Fahrradständern Pkw-Stellplätze umwidmen müsse.
Am Ende der Debatte billigte der Bauausschuss die zusätzliche Errichtung von 13 Fahrradständern im Bereich der Altstadt, und zwar vor dem Bürgerbüro (1), der Buchhandlung Herzog in der Salzsenderzeile (2), gegenüber dem roten Turm (2), vor der Hofstatt 15/17 (2), vor der Schustergasse 13 beim Kirchhofplatz (3), beim Lebensbaum vor der Kirche St. Jakob (2) und vor dem Geschäft von Betten-Klobeck in der Herrengasse (1).
Mehheitlich abgelehnt wurde der Antrag, vor der Färbergasse 9, einen Pkw-Stellplatz in drei Fahrradstellplätze umzuwandeln.
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Schaufenster

Macht noch mehr, dann geht keiner mehr in die Stadt. Ich zu mindest habe für mich beschlossen die Stadt zu meiden. Geschäfte gibt’s auch außerhalb der Stadt usw.
Habe alle meine Ärzte in andere Gemeinden, in Haag kann man super einkaufen gehen, da sind genügend Parkplätze vorhanden oder Endorf. Da braucht sich dann keiner Beschweren das keine Kundschaft mehr kommt und die Bauernkaffee sind super bei uns in der Gegend und noch dazu billiger. Und brauche keinen Parkplatz zu bezahlen oder einen Stadtbus der nicht alle Stadtteile anfährt.
Du hast schon gelesen, dass für die Fahrradständer kein einziger deiner geliebten Parkplätze drauf geht? Vom Burgerfeld aus kann man übrigens ganz hervorragend auch zu Fuß oder mit dem Radl in die Stadt. Und über Parkgebühren jammern, aber Benzin bis nach Haag verfahren…
Nun Logik, irgendwie ist deine Sichtweise auch nicht ganz logisch.
Aber was auch immer, ich bin sicher, dass wahrscheinlich Fahrradparkplätze am Parkplatz unter der Rampe, am Parkplatz am Griess für dich auch in Betracht kommen, falls diese eingerichtet werden (ich glaub am Griess gibt es diese eh schon). Das würde uns doch freuen, falls dein Radl sonst keinen Platz findet.
Und vielleicht muss die Stadt sich auch einmal Gedanken machen, auch Fahrradparkplätze kostenpflichtig zu machen.
Sinnvoll wäre, dass man die vorhandenen Fahrradständer auch nutzen kann und nicht, wie auf dem Platz zwischen Rotem Turm und Salon Luise seit einem guten Jahr dort 2 reparaturbedürftige Fahrräder angekettet wären… scheinbar als Müllentsorgung 🤔
Ja stimmt, nur zahlt die Allgemeinheit für die Entsorgung., weil die Menschen ihren Abfall der Allgemeinheit überlassen und nicht selbst entsorgen. Vielleicht muss dann doch irgendwann eine Kennzeichenpflicht für Fahrräder kommen, denn nur dann wäre eine Zuordnung möglich. Solange Fahrräder nicht zugeordnet werden können und Menschen diese einfach nur irgendwo abstellen, muss die Stadt oder Gemeinde für die Entsorgung unter allen rechtlichen Aspekten sorgen und damit die Steuerzahler. Heute sind die motorisierten Verkehrsteilnehmer die „Schuldigen“ für alles was Kosten verursacht, morgen sind es die eBike- und Pedalradfahrer.
Es ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Menschen müssen wieder Verantwortung übernehmen, aber das bleibt in der heutigen Zeit eine Utopie.
An Logik,?
Wer gut zu Fuss ist, kein Problem, aber wenn man gehbehindert ist da hat man ein Problem, ich müsste bis zur nächsten Bushaltestelle ins Badria gehen. Da kann ich dann mit dem Auto auch fahren. Man sollte viel mehr auf die Behinderten eingehen. Da wird in Wasserburg nicht viel gemacht. In Haag kann ich das Auto parken und alles in einem einkaufen das in der Wasserburg nicht möglich. Hol erst Mal eine Kiste Wasser zu Fuss oder mit dem Radl. Hirn einschalten.
Dem kann ich zustimmen.
Bei allen Kommentaren wird leider vergessen, dass es Menschen gibt, die eben auf eine Beförderung mit dem Auto angewiesen sind und nicht mit dem Radl oder öffentlichen Verkehrsmitteln kommen können, egal wo sie mit dem Radl parken könnten oder bei öffentlichen Verkehrsmitteln aussteigen könnten. Ob sie nun selbst fahren oder gefahren werden, in Wasserburg gibt es ohnehin im Kernbereich nicht viele Behindertenparkplätze und nicht jeder hat trotz Gehbehinderung oder anderweitiger Einschränkungen auch einen entsprechenden Ausweis und das erschwert den Transport. Entweder man ist zu zweit, der eine begleitet die Person nach dem Aussteigen und der andere sucht einen Parkplatz oder wie sollte man das lösen, wenn keine zweite Person vorhanden ist und die beförderte Person nicht alleine sein kann/darf?
Fazit: Es ist nicht immer so einfach, wie man es aus der eigenen momentanen Situation sieht.
Mir sind da die Bedürfnisse aufgrund meiner Eltern sehr wohl bewusst. Nochmal, kein Parkplatz fällt weg.
Aber es werden sich halt immer die unmöglichsten Beispiele rausgesucht. Und dann kommst du mit einem Tragerl Wasser um die Ecke – wo kaufst du denn in der Altstadt dein Tragerl Wasser? Das wird wohl eher beim Orterter, Singer, Rewe, Aldi sein mit massig Parkplätzen direkt vor der Tür. Hirn ist an…
Warum schafft man nicht am Parkplatz unter der Rampe ein Areal für Fahrräder? Dann gibt es zusätzliche Fahrrad-Abstellmöglichkeiten wie bereits auch bei den Autos. Der Fussweg ist für alle gleich.
Ja, es ist eng in Wasserburg. Kein Wunder bei der Größe der Gefährte, die eine einzelne Person benötigt um sich zu befördern. Tut mir leid ich kann das nicht verstehen. Warum um alles in der Welt brauche ich so ein unglaublich großes Auto?
Eine weitere Möglichkeit für Fahrradständer wäre der freie Platz vor der Post in der Altstadt. Man könnte dort Fahrradständer längsseits anbringen und es ist noch genügend Platz für Fußgänger, oder mit Kinderwägen, Rollstühle, ect. Der Platz bietet ideale Voraussetzungen für weitere Abstellmöglichkeiten.
@Petralo, Du glaubst doch nicht im Ernst, dass ich mein Fahrrad bei der Post abstelle und dann zu Fuß in die Altstadt gehe? Ich fahre von Tür zu Tür.
Johann,
doch glaube ich. Jeder Autofahrer der unter der Rampe, am Griess oder in einem der Parkhäuser sein Auto abstellt und dafür bezahlt geht auch in die Altstadt zu Fuss.
Johann, auch bei der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln muss man noch Schritte zu Fuss gehen und ereicht seine Ziele nicht direkt von Tür zu Tür. Was spricht eigentlich gegen zentrale Radelparkplätze?
Noch ein Vorschlag
Die Behindertenparkplätze im Parkhaus beim Bahnhof um zwei oder drei zu verringern (meist sind dort nur wenige rechtmäßig belegt), dort Fahrradparkplätze im geschützen Bereich einrichten und dafür mehr Behindertenparkplätze im zentralen Kernbereich der Stadt Wasserburg zu schaffen. Vorteil wäre, die Radl stehen Wetter geschützt und für den anderen Personenkreis verringert sich die Entfernung zum Kernbereich der Altstadt.
Die Verknüpfung zwischen Fahrradstellplätzen und Pkw-Stellplätzen für Menschen mit Behinderung wirkt etwas sehr bemüht konstruiert. Zusätzliche Behindertenparkplätze im Altstadtkern lassen sich nicht zulasten der meist einzeln oder in Kleingruppen aufgestellten Radlständer verwirklichen. Wenn, dann müssten dafür bestehende „reguläre“ Pkw-Stellplätze umgewandelt werden. Das wird spannend, ob diejenigen, die jetzt gegen das Aufstellen von Radlständern argumentieren, man müsse doch unbedingt auch an die Leute denken, die nicht weit zu Fuß gehen können, das dann immer noch fordern, wenn dafür allgemein verfügbare Parkplätze in der Altstadt zur Disposition stehen.
Nein, es gibt keine Verknüpfung zwischen den einzelnen Parkmöglichkeiten.
Mein Vorschlag war derzeitige Abstellmöglichkeiten zu tauschen. Denn zusätzliche Fahrradparkplätze benötigen ja Platz, falls sie nicht auf den Gehwegen errichtet werden sollen. Oder wo sollen die 13 zusätzlichen Fahrradparkplätze in der Altstadt entstehen?
Tausch zwischen Behindertenparkplatz im Parkhaus zugunsten Fahrradparkplätze im Parkhaus (manche Fahrradfahrer finden aber den Fußweg in die Altstadt zu weit) und Errichtung von zusätzlichen Behindertenparkplätzen in der Altstadt.
Ich sehe da keinen Widerspruch.
Das steht doch im Text, wo die 13 zusätzlichen Stellplätze entstehen sollen. Wie schon die bestehenden werden die also wieder einzeln oder in Gruppen von 2 oder 3 Ständern aufgestellt – und damit an Plätzen, wo für einen Pkw-Stellplatz gar nicht genügend Platz wäre.
Nachtrag
Es ging um einen Tausch, nie zu Lasten einzelner Gruppen.
Spannend wird es nur, wenn versucht wird unterschiedliche Interessensgruppen gegeneinander auszuspielen anstatt sie zu einem gemeinsamen Dialog aufzufordern
„‚Auszug aus dem Kommentar von CVM:
Das wird spannend, ob diejenigen, die jetzt gegen das Aufstellen von Radlständern argumentieren, man müsse doch unbedingt auch an die Leute denken, die nicht weit zu Fuß gehen können, das dann immer noch fordern, wenn dafür allgemein verfügbare Parkplätze in der Altstadt zur Disposition stehen.““